»Sie haben versucht, uns zu begraben.
Doch sie vergaßen, dass wir Samen sind.«
In mexikanischen Graswurzelbewegungen verwendetes Sprichwort, vermutlich zurückgehend auf den griechischen Poeten Dinos Christianopoulos (*1931).

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Grüne befragen Massener Bürger*Innen zur Hellweg-Realschule

Sanierung oder Neubau und wenn ja, an welcher Stelle? Diese Frage haben Die Grünen heute den Massener Bürger*Innen gestellt. Bei einer Befragung am Rewe Engel in Massen kam ein eindeutiges Ergebnis heraus: Die Massener möchten einen Neubau; Aber nicht auf dem ehemaligen Freizeitbadgelände. Unterschiedlichste Menschen nahmen die Möglichkeit wahr sich zu äußern und bekannten sich zu einer der drei möglichen Optionen: Soll die alte Schule saniert werden, soll sie auf dem Freizeitbadgelände neu gebaut werden, oder sollte man alternative Flächen in Massen suchen, die für einen Neubau in Frage kommen? Die Mehrheit sah ein, dass weder eine mehrjährige – im laufenden Betrieb stattfindende – Sanierung eines schadstoffbelasteten Baukörpers, noch die Platzierung eines Neubaus in der Einflugschneise sinnvoll scheint. Viele Bürger*Innen äußersten sich kritisch und merkten an, dass bei einem so hohen Kostenvolumen die Frage des Standorts intensiv bedacht werden sollte.

Das Umfrageergebnis mag nicht repräsentativ sein, dennoch nehmen die Grünen den Arbeitsauftrag mit, noch intensiver über Alternativstandorte zu diskutieren und Möglichkeiten zu suchen, eine pädagogisch und architektonisch schöne Schule zu realisieren, ohne den störenden Lärm von Flugzeugen hören zu müssen. Für die Grünen ist jedenfalls klar: Eine Schule auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbads kommt nur in Frage, wenn der Flughafen – wie von den Grünen unlängst gefordert – zeitnah die Pforten schliesst.

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Donnerstag: Bürgergespräch über die Hellweg-Realschule

Seit Wochen wird heiß diskutiert, ob die Hellweg-Realschule saniert werden soll, oder ein kompletter Neubau an ganz anderer Stelle entstehen soll. Wir möchten die Bürger*Innen mit ins Boot holen und werden morgen, Donnerstag den 24. Mai ab 10 Uhr bei Rewe Engel Massen stehen um dieser Frage nachzugehen. Wir freuen uns auf eine konstruktive Meinungsbildung!

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Antrag von B90 / die Grünen: Gebührenordnung für städtische Stellflächen

Die Fraktion B90 / Die Grünen im Rat der Kreisstadt stellt am heutigen Tag den Antrag, städtische Stellflächen an öffentlichen Gebäuden mit einer Gebührenordnung zu versehen. Die Bewirtschaftung solcher Flächen ist im interkommunalen Vergleich gängige Praxis und vor allem auch in der Privatwirtschaft etabliert. Hier kann die Kreisstadt Unna eine wichtige Einnahmequelle ausschöpfen um einen weiteren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu schaffen. Weitere Details finden sich im Antrag:

2018_05_22_Antrag_auf_Erhebung_einer_Stellplatzgebuehr_zur_Haushaltskonsolidierung

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Schwere Schäden durch Klimawandel – Orkan Friederike trifft Unna hart

Die letzten Sperrungen in Kurpark und Bornekamp sind mittlerweile aufgehoben – die Vögel singen wieder, es ist Frühling und doch ist nichts mehr so wie vor dem 18. Januar dieses Jahres, dem Tag, an dem der Orkan Friederike mit bis zu 140km/h durch Unna wütete und eine Spur der Verwüstung hinterließ.

Im Kurpark fehlen seither etliche alte und imposante Bäume, viele von ihnen hat der schwere Orkan mitsamt der Wurzel aus dem aufgeweichten Boden gedreht, andere sind gebrochen und wieder anderen sah man die fatalen Schäden auf den ersten Blick nicht an – gefällt werden mussten sie dennoch denn große Risse im Erdreich verrieten den Experten den Abriss von wichtigen Haltewurzeln im Untergrund.

Die intensiven Aufräumarbeiten dauerten fast zwei Monate und viele Menschen waren entsetzt und traurig über die Vielzahl an Bäumen, die gefällt wurden. So kam schnell der Verdacht auf, die Stadt nutze diese Gelegenheit um sich von Bäumen zu trennen.

In den letzten beiden Sitzungen am 13.2. und 24.4. befasste sich der städtische Umweltausschuss intensiv mit den Folgen des Orkans und auch dem Verdacht der übermäßigen Fällungen wurde nachgegangen. Herr Calovini von den Stadtbetrieben Unna, zuständig für den stadteigenen Baumbestand, konnte den Eindruck widerlegen indem er minutiös die einzelnen Schritte darstellte, wie die Fällung von sturmgeschädigten Bäumen beauftragt wird. So haben die beauftragten Unternehmer nie freie Hand, sondern jeder einzelne Baum muss zuvor durch ihn oder seine Mitarbeiter beurteilt, markiert und taxiert werden. Zusätzliche Fällungen seien allein aufgrund der Arbeitsüberlastung, überall fanden gleichzeitig auch Aufräumarbeiten statt, nicht sinnvoll gewesen.

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Grüne Fraktion verlässt Haushaltssicherungskommission

„Wir werden dieser Farce nur noch beobachtend beiwohnen“, erklärt die grüne
Fraktionsvorsitzende Charlotte Kunert.
Zur Erinnerung: Eingerichtet wurde die HSK wegen der Aufforderung der Verwaltungsspitze
an die Fraktionen gute 3,5 Millionen Euro an Einsparmöglichkeiten bzw.
Ergebnisverbesserungen für die Haushalte der kommenden Jahre dauerhaft zu entwickeln.
Wir bewerten dieses Gremium inzwischen als sowohl leider intransparentes, wie auch
überflüssiges Instrument. Denn in der HSK ist bisher nur ein kleiner Bruchteil der
anvisierten Summe zustande gekommen. Und dies hätte auch im normalen politischen
Prozess bzw. als laufendes Geschäft der Verwaltung erreicht werden können. Großen
grundsätzlichen Eingriffen in die Zukunftsgestaltung der städtischen Finanzen verweigerten
sich nicht nur die beiden GroKo-Fraktionen. Zusätzlich scheinen sich die von Anfang an
geäußerten grünen Zweifel an der Begründung des Gremiums zu bestätigen. Denn selbst
der BM sagt inzwischen öffentlich (HFA Sitzung vom 19. April 2018), dass der Haushalt bei
Auszahlung der uns bisher wegen der Zensusprobleme vorenthaltenen Gelder noch besser
als eh schon dasteht.
Und jetzt folgt nun noch das Schauspiel in der Ratssitzung vom Donnerstag: in 5 Sitzungen
der HSK alles stundenlang vorwärts und rückwärts diskutiert, letztendlich aber alles
einstimmig beschlossen, mit geschlossen geäußertem Durchsetzungswillen. Im
Hauptausschuss eine Woche vorher nochmal von allen Fraktionen breit diskutiert, aber
entschieden vertreten.
Aber dann rudert die SPD gleich bei erster Gelegenheit zurück.
Dann soll diese Aufführung in ihrem nichtöffentlichen Teil ohne grüne Akteure stattfinden –
wir werden unsere Vorstellungen und Anträge weiter in die übliche öffentliche
Beratungsfolge einbringen. Das Ziel, gemeinsam Sparziele zu definieren, indem wir einen
Konsens mit allen im Rat vertretenen Parteien in einer nichtöffentlichen Arbeitskommission
finden, haben wir definitiv nicht erreicht.

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Pressemitteilung zum Bornekampteich: Neubau Ja, mit Bedacht

Bei einem Ortstermin haben die Grünen sich über den derzeit geplanten Neubau des Bornekampteichs ausgetauscht. In der Vergangenheit wurde das Thema bereits häufiger, auch unter den Grünen, kontrovers diskutiert. Da die Teichfolie zunehmend undichter wird, besteht jetzt langsam aber sicher Handlungsbedarf.

Die Problematik: Durch die Umweltschutzanforderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zur Verbesserung der Wasserqualität, ist das Aufstauen eines Baches zu einem Teich nicht mehr genehmigungsfähig. Der Kortelbach muss im Hauptstrom vom Teich getrennt werden und darf lediglich im Nebenstrom den geplanten Nachfolgeteich mit Wasser speisen. Hieraus ergeben sich Folgeproblematiken die für einen Neubau nicht unerheblich sind. Wird einem Neubau zugestimmt, besteht die Gefahr, dass der Ausgleich von Verdunstungen durch Niederschläge nicht ausreichen könnte, um einen entsprechenden Wasserpegel dauerhaft halten zu können. Ob die Bachpegel ausreichen, um einen vergleichbaren Ententeich füllen zu können, ist aus der bisherigen Planung nicht ersichtlich. Die Experten der Umweltverbände wurden noch nicht einbezogen, so dass die kontroverse Diskussion innerhalb des grünen Ortsvereins noch nicht beendet ist.

Um dem Wasserpegel halten zu können, haben die Stadtbetriebe nun Planungen vorgestellt, um den Teich zu mindestens bei entsprechender Durchflussmenge, mit Wasser aus dem Kortelbach zu speisen. Diese Einspeisung soll dann aber planmäßig nicht wieder zurückfließen.

Im Gespräch sind sich die Grünen darüber einig geworden, dass ein Teich an dieser Stelle grundsätzlich erhaltenswert ist und somit einem Neubau zugestimmt werden sollte. Allerdings müssen dafür die umweltrechtlichen Vorgaben 

eingehalten und ökologischen Rahmenbedingungen erfüllt werden. Experten müssen bewerten, ob die Durchflussmenge des Kortelbachs ausreicht, um einen Teich künftig zu speisen. Ist dies nicht der Fall, gilt es darüber nachzudenken, ob ein Teich dauerhaft mit Frischwasser gespeist werden muss, oder ob eine unregelmäßige Einspeisung, z.B.

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Hermann Strahl wird siebzig Jahre

Der Dichter Friedrich Rückert schrieb zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein Gedicht, mit dem er seine vier Wünsche ausdrückte.  Der erste Wunsch lautet:

Möcht‘ ich doch der Felsen sein,

Tief im Grunde das Urgestein,

Hoch im Himmel das Angesicht,

Ewig stehen und wanken nicht.

 

Es ist nicht schwer zu raten, warum ich zu Hermann Strahls 70. Geburtstag diese Zeilen gewählt habe, sehr zum Missbehagen seiner Frau, fürchte ich, denn der ist das Wort „Urgestein“ ein Graus. Doch hier begegnet es uns auf sympathisch-unverfängliche Weise – es tritt ganz losgelöst vom Adjektiv  „grünes“ auf.  Weit weg ist die Parteipolitik, für die unser Jubilar in Unna so unzweifelhaft steht – „grünes Urgestein“,  das verbaut war und ist in allerlei Ämtern, Leidenschaften, Aktivitäten und Funktionen: Schlaganfallprojekt, Mitbegründer der GAL, Initiator des Drahteselmarktes, Ratsmitglied, Bürgermeisterkandidat, Vorstandsmitglied, Vater des grünen Boulens, ADFC, Forum Generationen, Böll-Stiftung und und und – das alles interessiert hier nicht vordringlich.

Friedrich Rückert meint das Urgestein im existiziellen Sinn, fest wurzelnd wie eine gründeutsche Eiche im Walde. Dass sich an ihr, der Eiche, die im Urgestein wurzelt, manches Tierchen und Menschlein reibt, dessen kann sich Unna auch in Zukunft sicher sein. Die Eiche wäre nicht Hermann Strahl, wenn sie nicht auch etwas Ausladendes, Einnehmendes hätte, nur, um unter ihr müßig zu ruhen, dazu ist sie nicht da. Hermann Strahl will von seinen Ursteinen immer wieder welche lösen, wirft sie anderen zu und sein Gegenüber muss sie schnappen, ob es will oder nicht!

Nun wird er siebzig, ist schon Opa und häufiger als früher mal weg von Unna, dem aber dann doch ohne Urgestein etwas fehlt.

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