»Sie haben versucht, uns zu begraben.
Doch sie vergaßen, dass wir Samen sind.«
In mexikanischen Graswurzelbewegungen verwendetes Sprichwort, vermutlich zurückgehend auf den griechischen Poeten Dinos Christianopoulos (*1931).

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Grüne begeistert von Schwerter Ökosiedlung

Kann eine Wohnsiedlung ohne Autoverkehr funktionieren? Vieles spricht dagegen, hat man sich doch mittlerweile daran gewöhnt, die Einkäufe bequem bis vor die Haustür fahren zu können, wo meist mindestens 2 Stellplätze auf die schweren Gefährte warten. Dass diese Situation zwar denkbar praktisch ist, jedoch weit weg von einer zukunftsweisenden Lösung unseres viel zu hohen Individualverkehraufkommens ist, leuchtet ein, doch es scheint keine Alternativen zu geben. Wie es geht, zeigt die Ökosiedlung in Schwerte. Ein Quartier aus über 70 Häusern, gelegen im schönen Grün, verzichtet auf Stellplätze direkt am Haus. Die Folge davon: Zierliche Vorgärten, liebevoll gestaltete Straßenzüge, die ohne versiegelte Flächen vor der Tür auskommen.

Die Grünen haben sich am Sonntag im Zuge des Stadtradelns selbst auf den Weg gemacht um sich von der Machbarkeit zu überzeugen. Es ist angenehm ruhig in der Siedlung, Vögel zwitschern und die Menschen wirken entspannt. Die Gespräche mit Anwohnern zeigen: Hier sind nicht nur Vollblutökos unterwegs, sondern vor allem auch Menschen, die einfach die Ruhe genießen wollen und ohne lärmende Autos auskommen möchten. Vorwiegend Niedrigenergiehäuser wurden hier gebaut, die Stadt machte es zur Auflage, Dachbegrünung auf den Pultdächern anzulegen, eine ökologisch sinnvolle Maßnahme die gut in diese Siedlung passt. Auch wurde darauf geachtet, dass die Häuser nicht zu dicht stehen, man soll sich nicht eingeengt fühlen und entsprechend große Freischneisen sorgen für viel Natur und ermöglichen klimatisches Durchatmen.

In der Schwerter Siedlung ist nur das Be- und Entladen direkt vor dem Haus erlaubt, geparkt wird vor der Siedlung auf entsprechenden Stellplätzen. Für die Grünen ein realistischer Kompromiss, muss man sich doch eingestehen, dass es einfach Menschen gibt, die aufgrund fehlender Infrastruktur noch nicht auf das Auto verzichten können.

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Ratsantrag von B90 / Die Grünen: Gestaltungssatz für Unna-Süd-Ost

die Fraktion Bündnis90/Die Grünen stellt den Antrag, dass für den Bereich von der Wasserstraße/ Ecke Aspersweg bis zum Kessebürener Weg/Ecke B1 eine Gestaltungsatzung für Neubauten erstellt wird. Im südlichen Bereich soll die Gestaltungsatzung ebenfalls die Straßen winklig zur Iserlohnerstraße / Ecke Schiller Straße und Seminarstraße umfassen und den Bereich zwischen Pestalozzi und Herder Straße.

Auch in Unna besteht eine große Nachfrage an Baugrundstücken. Gerade im letzten ASBV wurde über eine mögliche Hinterlandbebauung in Königsborn gesprochen. Ebenso gibt es aber auch im Bereich des Kessebürener Weges und der Iserlohner Straße z. T. sehr große Grundstücke, die auf eine (Neu-)Bebauung warten.

Weitere Informationen und Bildbeispiele können der folgenden PDF entnommen werden:

04. Juni 2018 – Antrag zur Erstellung einer Gestaltungssatzung für Unna-Süd-Ost

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Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0

zum Bericht im HA zum Verkehr am Kreisel

 Das unabhängige Forschungsinstitut „Sacher, Glaskugel und TurboPorsche“ konnte die letzten Wochen eine hoch wissenschaftliche Untersuchung durchführen, wie es zu den Verkehrsproblemen an einem der neuralgischsten Punkten in Unna kommt: Dem Kreisel. Die erste Arbeitshypothese, dass es an Menschen, häufig auch Fußgänger genannt, liegen könnte schuf die Idee, solche Subjekte und Artverwandtes wie Radfahrer gänzlich aus der Stadt zu verbannen. Hochkomplizierte mathematische Verfahren mit denen dies durchgespielt wurde kamen aber zu dem Ergebnis, dass es zu keiner nennenswerten Entlastung kam. Das führte dazu, dass sich die Sachlage einmal vor Ort angeschaut wurde und plötzlich ein überraschendes Ergebnis auf dem Tisch lag. Die täglichen Staus entstehen durch -: zu viele Autos. Ein komplexes Rechenmodell konnte sogar belegen: Je mehr Autos, desto mehr Stau. Nach diesen grundlegenden Berechnungen wird jetzt auch noch überprüft, wie sich nach diesem Modell noch mehr Autos auf einen schon bestehenden Stau auswirken können …

 Wer allerdings glaubt, eines der drastischsten Autoverkehrsprobleme mit einer einzigen Fußgängerampel lösen zu können, sollte sein Honorar lieber dem esoterischen Verein „Glauben und Hoffen“ spenden und aufhören seine Entwürfe zum Verkehr ‚Konzept‘ zu nennen.

 Der zentrale Satz der Verkehrsplanung und -entwicklung bleibt in seiner ganzen Schlichtheit: Du stehst nicht im Stau, du bist der Stau. Erst wenn man realisiert, was das wirklich heißt, dass eben jedes zusätzliche Auto nicht mehr Mobilität, sondern mehr Möglichkeit zum Stau enthält, wird man zu einer anderen Herangehensweise kommen können. Es ist so, als wenn man schon ‚zig mal gegen die Wand gelaufen wäre, ohne je durchgekommen zu sein und man als neue Strategie endlich einmal eine Tür suchen sollte; und zur Not vielleicht auch ganz neue Wege finden müsste.

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Grüne befragen Massener Bürger*Innen zur Hellweg-Realschule

Sanierung oder Neubau und wenn ja, an welcher Stelle? Diese Frage haben Die Grünen heute den Massener Bürger*Innen gestellt. Bei einer Befragung am Rewe Engel in Massen kam ein eindeutiges Ergebnis heraus: Die Massener möchten einen Neubau; Aber nicht auf dem ehemaligen Freizeitbadgelände. Unterschiedlichste Menschen nahmen die Möglichkeit wahr sich zu äußern und bekannten sich zu einer der drei möglichen Optionen: Soll die alte Schule saniert werden, soll sie auf dem Freizeitbadgelände neu gebaut werden, oder sollte man alternative Flächen in Massen suchen, die für einen Neubau in Frage kommen? Die Mehrheit sah ein, dass weder eine mehrjährige – im laufenden Betrieb stattfindende – Sanierung eines schadstoffbelasteten Baukörpers, noch die Platzierung eines Neubaus in der Einflugschneise sinnvoll scheint. Viele Bürger*Innen äußersten sich kritisch und merkten an, dass bei einem so hohen Kostenvolumen die Frage des Standorts intensiv bedacht werden sollte.

Das Umfrageergebnis mag nicht repräsentativ sein, dennoch nehmen die Grünen den Arbeitsauftrag mit, noch intensiver über Alternativstandorte zu diskutieren und Möglichkeiten zu suchen, eine pädagogisch und architektonisch schöne Schule zu realisieren, ohne den störenden Lärm von Flugzeugen hören zu müssen. Für die Grünen ist jedenfalls klar: Eine Schule auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbads kommt nur in Frage, wenn der Flughafen – wie von den Grünen unlängst gefordert – zeitnah die Pforten schliesst.

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Donnerstag: Bürgergespräch über die Hellweg-Realschule

Seit Wochen wird heiß diskutiert, ob die Hellweg-Realschule saniert werden soll, oder ein kompletter Neubau an ganz anderer Stelle entstehen soll. Wir möchten die Bürger*Innen mit ins Boot holen und werden morgen, Donnerstag den 24. Mai ab 10 Uhr bei Rewe Engel Massen stehen um dieser Frage nachzugehen. Wir freuen uns auf eine konstruktive Meinungsbildung!

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Antrag von B90 / die Grünen: Gebührenordnung für städtische Stellflächen

Die Fraktion B90 / Die Grünen im Rat der Kreisstadt stellt am heutigen Tag den Antrag, städtische Stellflächen an öffentlichen Gebäuden mit einer Gebührenordnung zu versehen. Die Bewirtschaftung solcher Flächen ist im interkommunalen Vergleich gängige Praxis und vor allem auch in der Privatwirtschaft etabliert. Hier kann die Kreisstadt Unna eine wichtige Einnahmequelle ausschöpfen um einen weiteren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu schaffen. Weitere Details finden sich im Antrag:

2018_05_22_Antrag_auf_Erhebung_einer_Stellplatzgebuehr_zur_Haushaltskonsolidierung

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Schwere Schäden durch Klimawandel – Orkan Friederike trifft Unna hart

Die letzten Sperrungen in Kurpark und Bornekamp sind mittlerweile aufgehoben – die Vögel singen wieder, es ist Frühling und doch ist nichts mehr so wie vor dem 18. Januar dieses Jahres, dem Tag, an dem der Orkan Friederike mit bis zu 140km/h durch Unna wütete und eine Spur der Verwüstung hinterließ.

Im Kurpark fehlen seither etliche alte und imposante Bäume, viele von ihnen hat der schwere Orkan mitsamt der Wurzel aus dem aufgeweichten Boden gedreht, andere sind gebrochen und wieder anderen sah man die fatalen Schäden auf den ersten Blick nicht an – gefällt werden mussten sie dennoch denn große Risse im Erdreich verrieten den Experten den Abriss von wichtigen Haltewurzeln im Untergrund.

Die intensiven Aufräumarbeiten dauerten fast zwei Monate und viele Menschen waren entsetzt und traurig über die Vielzahl an Bäumen, die gefällt wurden. So kam schnell der Verdacht auf, die Stadt nutze diese Gelegenheit um sich von Bäumen zu trennen.

In den letzten beiden Sitzungen am 13.2. und 24.4. befasste sich der städtische Umweltausschuss intensiv mit den Folgen des Orkans und auch dem Verdacht der übermäßigen Fällungen wurde nachgegangen. Herr Calovini von den Stadtbetrieben Unna, zuständig für den stadteigenen Baumbestand, konnte den Eindruck widerlegen indem er minutiös die einzelnen Schritte darstellte, wie die Fällung von sturmgeschädigten Bäumen beauftragt wird. So haben die beauftragten Unternehmer nie freie Hand, sondern jeder einzelne Baum muss zuvor durch ihn oder seine Mitarbeiter beurteilt, markiert und taxiert werden. Zusätzliche Fällungen seien allein aufgrund der Arbeitsüberlastung, überall fanden gleichzeitig auch Aufräumarbeiten statt, nicht sinnvoll gewesen.

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Grüne Fraktion verlässt Haushaltssicherungskommission

„Wir werden dieser Farce nur noch beobachtend beiwohnen“, erklärt die grüne
Fraktionsvorsitzende Charlotte Kunert.
Zur Erinnerung: Eingerichtet wurde die HSK wegen der Aufforderung der Verwaltungsspitze
an die Fraktionen gute 3,5 Millionen Euro an Einsparmöglichkeiten bzw.
Ergebnisverbesserungen für die Haushalte der kommenden Jahre dauerhaft zu entwickeln.
Wir bewerten dieses Gremium inzwischen als sowohl leider intransparentes, wie auch
überflüssiges Instrument. Denn in der HSK ist bisher nur ein kleiner Bruchteil der
anvisierten Summe zustande gekommen. Und dies hätte auch im normalen politischen
Prozess bzw. als laufendes Geschäft der Verwaltung erreicht werden können. Großen
grundsätzlichen Eingriffen in die Zukunftsgestaltung der städtischen Finanzen verweigerten
sich nicht nur die beiden GroKo-Fraktionen. Zusätzlich scheinen sich die von Anfang an
geäußerten grünen Zweifel an der Begründung des Gremiums zu bestätigen. Denn selbst
der BM sagt inzwischen öffentlich (HFA Sitzung vom 19. April 2018), dass der Haushalt bei
Auszahlung der uns bisher wegen der Zensusprobleme vorenthaltenen Gelder noch besser
als eh schon dasteht.
Und jetzt folgt nun noch das Schauspiel in der Ratssitzung vom Donnerstag: in 5 Sitzungen
der HSK alles stundenlang vorwärts und rückwärts diskutiert, letztendlich aber alles
einstimmig beschlossen, mit geschlossen geäußertem Durchsetzungswillen. Im
Hauptausschuss eine Woche vorher nochmal von allen Fraktionen breit diskutiert, aber
entschieden vertreten.
Aber dann rudert die SPD gleich bei erster Gelegenheit zurück.
Dann soll diese Aufführung in ihrem nichtöffentlichen Teil ohne grüne Akteure stattfinden –
wir werden unsere Vorstellungen und Anträge weiter in die übliche öffentliche
Beratungsfolge einbringen. Das Ziel, gemeinsam Sparziele zu definieren, indem wir einen
Konsens mit allen im Rat vertretenen Parteien in einer nichtöffentlichen Arbeitskommission
finden, haben wir definitiv nicht erreicht.

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Pressemitteilung zum Bornekampteich: Neubau Ja, mit Bedacht

Bei einem Ortstermin haben die Grünen sich über den derzeit geplanten Neubau des Bornekampteichs ausgetauscht. In der Vergangenheit wurde das Thema bereits häufiger, auch unter den Grünen, kontrovers diskutiert. Da die Teichfolie zunehmend undichter wird, besteht jetzt langsam aber sicher Handlungsbedarf.

Die Problematik: Durch die Umweltschutzanforderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zur Verbesserung der Wasserqualität, ist das Aufstauen eines Baches zu einem Teich nicht mehr genehmigungsfähig. Der Kortelbach muss im Hauptstrom vom Teich getrennt werden und darf lediglich im Nebenstrom den geplanten Nachfolgeteich mit Wasser speisen. Hieraus ergeben sich Folgeproblematiken die für einen Neubau nicht unerheblich sind. Wird einem Neubau zugestimmt, besteht die Gefahr, dass der Ausgleich von Verdunstungen durch Niederschläge nicht ausreichen könnte, um einen entsprechenden Wasserpegel dauerhaft halten zu können. Ob die Bachpegel ausreichen, um einen vergleichbaren Ententeich füllen zu können, ist aus der bisherigen Planung nicht ersichtlich. Die Experten der Umweltverbände wurden noch nicht einbezogen, so dass die kontroverse Diskussion innerhalb des grünen Ortsvereins noch nicht beendet ist.

Um dem Wasserpegel halten zu können, haben die Stadtbetriebe nun Planungen vorgestellt, um den Teich zu mindestens bei entsprechender Durchflussmenge, mit Wasser aus dem Kortelbach zu speisen. Diese Einspeisung soll dann aber planmäßig nicht wieder zurückfließen.

Im Gespräch sind sich die Grünen darüber einig geworden, dass ein Teich an dieser Stelle grundsätzlich erhaltenswert ist und somit einem Neubau zugestimmt werden sollte. Allerdings müssen dafür die umweltrechtlichen Vorgaben 

eingehalten und ökologischen Rahmenbedingungen erfüllt werden. Experten müssen bewerten, ob die Durchflussmenge des Kortelbachs ausreicht, um einen Teich künftig zu speisen. Ist dies nicht der Fall, gilt es darüber nachzudenken, ob ein Teich dauerhaft mit Frischwasser gespeist werden muss, oder ob eine unregelmäßige Einspeisung, z.B.

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