Das ökologisch Unabweisliche und das menschlich Zuträgliche fallen dabei in eins.

Bernd Ulrich, DIE  ZEIT-Politik-Chef, in der Neujahrsausgabe zur Vision „Fahrradfreundliche Stadt“

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Terry Reintke überzeugt mit frischem Wind in der Europapolitik

Terry Reintke, Mitglied des europäischen Parlaments war am Freitag mal wieder im Ruhrgebiet unterwegs und hatte so die Gelegenheit, den Unnaer Grünen einen Besuch abzustatten. Die gebürtige Gelsenkirchnerin sitzt für die Grünen unter anderem im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (EMPL) sowie im Ausschuss für regionale Entwicklung (REGI). Für viele ist die in Brüssel gemachte Politik nicht direkt greifbar und gedanklich nur mit Regularien zur Krümmung der Gurke behaftet. Dass diese Annahme nicht im Ansatz stimmt, davon konnte Terry am Freitag überzeugen. Über den Brexit berichtete sie, dass in den Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Britischer Regierung, dem Europäischen Rat & Parlament einige Fragen zu klären sind, deren Beantwortung schwieriger sein dürfte, als man sich zunächst vorgestellt hat. Die Grenzfrage zwischen Nordirland und Irland muss gelöst werden, eine (faire) finanzielle Abwicklung ist mittlerweile zu mindestens in Aussicht. Doch viele weitere Dinge sind ungeklärt. Wie soll der Zugang zum Binnenmarkt gestaltet werden, welche bestehenden Regulierungen sollen weiter Bestand haben? 

Angesichts dieser unklaren Situation betont Terry Reintke, dass sie bei einem erneuten Referendum davon ausgehen würde, dass die Bürger*innen nicht mehr für einen Brexit stimmen würden. „Die Brexitbefürworter haben eine sachliche Debatte emotionalisiert“ erklärt Terry und pocht darauf, dass es möglicherweise ein zweites Referendum geben mag.  Ein Thema was Terry ganz besonders am Herzen lag, war Ihre Überzeugung, dass Europa nicht nur eine Handelsunion ist, sondern vor allem eine Wertegemeinschaft, deren Bedeutung unermesslich wichtig ist. Die EU stellt für sie nicht nur vereinfachtes Handeln zwischen Ländern dar, auch Errungenschaften wie das freie Reisen und das Streben nach einem guten Leben für alle Menschen dieses Bündnisses sind Dinge, die die EU wiederspiegeln.

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Schikowski bringt Böll neu nahe

Michael Schikowski fesselte die Zuhörer im gut-gefüllten SpontUN  bei seiner Entdeckungsreise vom späten bis zum frühen Heinrich Böll. Der sich den Trends und dem Hochliteratentum verweigernde Literatur-Nobelpreisträger beschrieb nicht nur er mischte sich engagiert und einfühlsam ein.

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Poesie des Tuns

Es ist schön, ein hungerndes Kind zu sättigen,
ihm die Tränen zu trocknen,
ihm die Nase zu putzen,
es ist schön, einen Kranken zu heilen.
Ein Bereich der Ästhetik, den wir noch nicht entdeckt haben,
ist die Schönheit der Gerechtigkeit.
Über die Schönheit der Künste, eines Menschen, der Natur
können wir uns halbwegs einigen.
Aber – RECHT und GERECHTIGKEIT sind auch schön,
und sie haben ihre Poesie, wenn sie vollzogen werden.

Heinrich Böll

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Ruf nach einem Konzept (für das Neubaugebiet)

Ja, ein Konzept, das wäre mal was. Wenn zu viele Autos in den Straßen parken und fahren, dann sind – natürlich! – die Straßen zu klein; und wenn ein neues Wohngebiet entwickelt wird, müssen als erstes – natürlich! – genügend Parkplätze einkalkuliert werden. Wo kämen wir dahin, wenn wir die ganzen SUVs nicht in Sichtweite hätten und nicht mehr überall damit durchkommen würden?

Wenn man es also schon Konzept nennt, dass man genügend Autoparkfläche asphaltiert, hat jeder innovative Ansatz einer Bauplanung schon verloren. Denn was könnte eine zukunftsorientierte Stadtplanung nicht alles als Vorschlag unterbreiten … Ein Wohnviertel mit elektromobilem Carsharing (denn wenn man mal ehrlich ist, braucht man vielleicht nicht jeden Drittwagen täglich), einer vernünftigen und bedarfsorientierten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr so wie coole Radwege, eventuell zentrale unterirdische Parkerei und, und, und … – wenn mal da einmal nachdenken und vielleicht bei anderen, bereits realisierten Projekten das Beste abschauen würde könnte man noch auf viel wildere und noch schönere Ideen kommen. Dann könnte man vielleicht ein Bauen und Leben ermöglichen, das nicht nur den 08/15 Standards von Vorgestern entspricht, sondern in die Regionen von Innovation, Spaß und Lust, gemeinsam Leben vorstößt.

Natürlich kommt hier jetzt der neoliberale Einwand: Aber man kann Investoren (ob nun geschäftlich oder ins private Eigenheim) doch nicht in ihr Handwerk pfuschen. Und das stimmt natürlich, dass man niemand zu seinem Glück zwingen kann, ABER … -: Man könnte zumindest mal einen Vorschlag entwickeln und machen, der Neuland bietet, das sicherlich nicht von allen, aber unter Umständen doch von einigen betreten werden wollte.

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Grüne Unna fordern 30 % Kürzungen bei Fraktionszuwendungen

Die Fraktion von B90 / Die Grünen im Rat der Kreisstadt Unna fordert eine 30 prozentige Kürzung der Fraktionszuwendungen. Die Verwaltung der Kreisstadt Unna prognostiziert ein millionenschweres Defizit für den Haushalt. Charlotte Kunert (Fraktionsvorsitzende) fordert, dass die Politik als erstes vor der eigenen Haustür kehrt: „Wenn wir von den Bürger*innen der Stadt Unna Einsparungen abverlangen, müssen wir selbst auch etwas zur Kostenminimierung beitragen.“
Die mit dem letzten Haushalt nochmal aufgestockten Gelder fallen großzügig aus und so ist es mehr als ein symbolisches Zeichen, wenn die Politik in den eigenen Reihen anfängt zu sparen. Von den 58.800 € im Jahr 2017 erhaltenen Fraktionsgeldern zahlt die grüne Fraktion nun 9659,23 € zurück.
Anfang Februar wird die Fraktion sich zu einer Klausurtagung zusammenfinden und über weitere Maßnahmen diskutieren. Kürzungen oder Steuerhöhungen sollen möglichst fair und sachlich diskutiert werden.

Unna, 30. Januar 2018

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AK Umweltgründung musste leider ausfallen

Wir haben gestern Abend die Neugründung des AK Umwelt angesetzt. Leider kam das Sturmtief in die Quere und veranlasste uns dazu, diesen Termin abzusagen. Es gab im gesamten Stadtgebiet Sperrungen bis in die Abendstunden hinein.

NEUER TERMIN: 1. Februar, 19 Uhr im SpontUN

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Sägensreiche Bürgerbeteiligung

Alle Jahre wieder startet Unnas Grün ins Neue Jahr beim Tag der Weide. Bürgerbeteiligung im Grünen mit Spaten und Säge schafft Hoffnung. Die halbe Grüne Ratsfraktion legte Hand und Herz an, Vorstand und Basis natürlich auch. Danke an Heimatverein und Nabu und auch an den ADFC, der zum 20. Mal artgerechtes Anradeln ermöglichte. Am 18. Januar gründet sich die Grüne Umwelt-AG wieder, die übers Jahr weiter Unna begrünen und zum Erblühen bringen will und wird!.

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