Terry Reintke überzeugt mit frischem Wind in der Europapolitik

Terry Reintke, Mitglied des europäischen Parlaments war am Freitag mal wieder im Ruhrgebiet unterwegs und hatte so die Gelegenheit, den Unnaer Grünen einen Besuch abzustatten. Die gebürtige Gelsenkirchnerin sitzt für die Grünen unter anderem im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (EMPL) sowie im Ausschuss für regionale Entwicklung (REGI). Für viele ist die in Brüssel gemachte Politik nicht direkt greifbar und gedanklich nur mit Regularien zur Krümmung der Gurke behaftet. Dass diese Annahme nicht im Ansatz stimmt, davon konnte Terry am Freitag überzeugen. Über den Brexit berichtete sie, dass in den Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Britischer Regierung, dem Europäischen Rat & Parlament einige Fragen zu klären sind, deren Beantwortung schwieriger sein dürfte, als man sich zunächst vorgestellt hat. Die Grenzfrage zwischen Nordirland und Irland muss gelöst werden, eine (faire) finanzielle Abwicklung ist mittlerweile zu mindestens in Aussicht. Doch viele weitere Dinge sind ungeklärt. Wie soll der Zugang zum Binnenmarkt gestaltet werden, welche bestehenden Regulierungen sollen weiter Bestand haben? 

Angesichts dieser unklaren Situation betont Terry Reintke, dass sie bei einem erneuten Referendum davon ausgehen würde, dass die Bürger*innen nicht mehr für einen Brexit stimmen würden. „Die Brexitbefürworter haben eine sachliche Debatte emotionalisiert“ erklärt Terry und pocht darauf, dass es möglicherweise ein zweites Referendum geben mag.  Ein Thema was Terry ganz besonders am Herzen lag, war Ihre Überzeugung, dass Europa nicht nur eine Handelsunion ist, sondern vor allem eine Wertegemeinschaft, deren Bedeutung unermesslich wichtig ist. Die EU stellt für sie nicht nur vereinfachtes Handeln zwischen Ländern dar, auch Errungenschaften wie das freie Reisen und das Streben nach einem guten Leben für alle Menschen dieses Bündnisses sind Dinge, die die EU wiederspiegeln.

v.l.n.r. Terry Reintke, Charlotte Kunert, Herbert Dörmann, Wilhelm Sommer, Klaus Schüpphaus

Was Europapolitik konkret bewirken kann, davon hat sich Terry Reintke bei einem Besuch in der Werkstatt Unna e.V. überzeugt. Geschäftsführer Herbert Dörmann und der Leiter für Lagerlogistik & Transportwesen Klaus Schüpphaus erzählten leidenschaftlich, was die Werkstatt Unna e.V. mit den Fördergeldern – die unter anderem aus dem europäischen Sozialfond stammen – erreicht. Die Integration von Menschen mit sozialen oder psychischen Problemen in den Arbeitsmarkt ist eine Herausforderung, die die Werkstatt Unna in beeindruckender Art und Weise bewältigt. Mit praktischen Ansätzen werden hier Jugendliche nicht in irgendwelche Maßnahmen zur Beschäftigung gesteckt, sondern fachlich gut ausgebildet und persönlich betreut. Dieser Anspruch wurde beim gemeinsamen Gespräch sehr deutlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir bedanken uns bei Terry für diesen detaillierten Einblick in ihren Wirkungskreis und möchten auch auf kommunaler Ebene für eine Gemeinschaft werben die sich auch in Zukunft für Solidarität & Freiheit einsetzt.

 

 

geschrieben von Carsten Hellmann

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