Gedanken zur Fußgängerzonensanierung

Letzten Donnerstag haben sich die Grünen bei der Begehung der Fußgängerzone und einer anschliessenden Diskussion der Sanierungspläne ein Bild davon gemacht, wie es um die geplante Erneuerung aussieht. Beim genauen Betrachten des Pflasters wurde deutlich, dass es neben sanierungsbedürftigen Stellen wie der Massener Straße, auch erhaltenswerte Teile der Innenstadt gibt. So zum Beispiel die Hertinger Straße mit einem schönen und aufwendig verlegten Kopfsteinpflaster. Dies weist teilweise jedoch Beschädigungen in Form von lockeren Steinen und unebenen Flächen auf. Möglicherweise ist dies vor allem auf eine nicht immer fachgerechte Reingung der Pflasterfläche durch einen Bürstenwagen zurückzuführen. Es ist nicht auszuschließen, dass dadurch die Fugen zwischen den Steinen regelmäßig tiefer werden und die Steine sich beginnen zu lockern. Vielleicht wäre es möglich, wenn seitens der Stadtbetriebe Unna geprüft wird, ob dadurch Abhilfe geschafft wird, wenn man die Reinigungsmaschine auf das Pflaster einstellen würde und eine neue Verfugung veranlasst. Die Grünen würden gerne in einem Teilbereich den Versuch starten, ob es mit der korrekten Verfugung und stellenweisen Nachbesserung eine Chance gibt, das Pflaster zu erhalten. Vor allem soll dies unter Einbeziehung der Menschen passieren, denen das Pflaster am meisten zu schaffen macht. Die SeniorInnen die tagtäglich das Fässchen zahlreich besuchen, müssen sich mit dem derzeit nicht hinnehmbaren Bodenbelag herumplagen. Daher möchten wir gerade diese Zielgruppe mit in diesen „Feldversuch“ einbinden.

Bei der Diskussion wurde deutlich, dass die Komplexität in der Neugestaltung vor allem darin liegt, allen Menschen und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Fußgänger wollen ungestört flanieren, Fahrradfahrer am besten direkt vor dem Laden parken, man will unter Schatten spendenden Bäumen (die für die Innenstadt geeignet sein müssen) auf Bänken sitzen, am besten in der Nähe von (für alle jungen Generationen) vorgehaltenen Spielgeräten, in Kombination mit Außengastronomie und Warenauslage sowie Lieferverkehr und behindertengerechter, nachhaltiger Flächengestaltung in historischem Charakter.

Die Mehrheit der Anwesenden einigte sich darauf, dass wir uns als Grüne eine Innenstadt wünschen, die für alle Menschen da ist, einschließlich der körperlich beeinträchtigten. Das wollen wir unter besonderer Berücksichtigung der Umweltfreundlichkeit umsetzen. Dies mag als Klienteldenken abgestempelt werden, doch wir Grüne möchten den Menschen die sich für eine umweltfreundliche Fortbewegung entschieden haben, gerne belohnen – und Umweltsünder*Innen aus der Innenstadt fernhalten. Gerade an Markttagen sieht man deutlich, dass offenbar immer noch genug Platz für Autos innerhalb der Fußgängerzone ist – diese Flächen sollten lieber für Fahrradabstellanlagen genutzt werden. So motiviert man Menschen das Auto stehen zu lassen, wenn man sich sicher sein kann, dass man das Fahrrad auch abstellen kann. Und die Fahrradständer sollten in der Nähe der Geschäfte sein die man ansteuert.. Daher möchten wir nun von der Verwaltung wissen, wieviele Fahrradständer geplant sind und vor allem in welcher Form. Die derzeit installierten „Felgenkiller“ bieten nur wenig Komfort und sind dementsprechend unattraktiv. Wir setzen uns für moderne Formen von Fahrradständern ein, die sogar noch platzsparender sind.

Da die aktuellen Pläne keine Detailplanung bedeuten und diese erst noch entwickelt und beschlossen werden muss, bleiben BürgerInnen und Politik noch genügend Zeit um eigene Ideen einzubringen. Wir erhoffen uns von der Verwaltung, in die Detailplanungen frühzeitig eingebunden zu werden, um die Interessen aller mit einfliessen zu lassen. Lassen Sie uns also in den nächsten Monaten darüber diskutieren, wo die Reise hingehen soll. Den Aufschlag machen wir diesen Samstag von 10 – 13 Uhr mit einem Infostand auf dem alten Markt. Und ansonsten freuen wir uns auch auf Ihre Anregungen per Mail oder Telefon.

Viele Ideen haben uns bereits erreicht. In Schwerte fährt der Paketdienstleister seit Jahren per E-Bike die Pakete in der Innenstadt aus. Eine Idee die auch für die Unnaer Innenstadt attraktiv sein kann.

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