Allgemein

Alles was nirgendswo anders reinpasst

Auch Unnas Grüne im Aufschwung

Unnas Grüne Delegation auf dem Grünen Bundesparteitag in Bielefeld pflegte nicht nur Promi-Kontakte. Charlotte Kundert, Andrea Molitor, Michael Sacher und Hermann Strahl bringen allerhand Anstöße mit, die Hoffnungswende im Wahlkampfjahr 2020 in Unna in Wirklichkeit umzusetzen. Und dazu suchen wir Bündnisse und neue Mitglieder! Beitrittsformulare liegen in der Wasserstraße 13 bereit. Ausführlichere Berichte über den Aufbruch in Bielefeld auf: www.gruene.de

Letzte Woche trat das 80. Mitglied bei. Beim Neujahrsempfang im Januar des Jahres waren es noch 61. Am 20. Januar beim nächsten Neujahrsempfang hoffen wir auf 100, die den Kommunalwahlkampf mitprägen wollen!

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Im Westen, im Osten, im Grünen – drei weltumspannende Geburtstage

Im Jahr 1819, also vor genau 200 Jahren, veröffentlichte Johann Wolfgang von Goethe Gedichte, die inspiriert sind von der Dichtung des persischen Mystikers Hafis. Er nannte das Buch „West-östlicher Divan“. 192 Jahre später- Ende 2011- beginnt auf einer Geburtstagsfeier in Unnas „Neuer Schmiede“ eine Beziehung, an der wahrscheinlich sowohl Hafis als auch Goethe ihre Freude gehabt hätten. Charlotte Kunert und Sacit Soyubey – wie drücken wir es nun am Besten aus, sagen wir: gingen aufeinander zu. Es war so, als ob sie dabei im Hinterkopf hatten, was Goethe in seinem „Divan“ lyrisch zu Papier brachte:

Wer sich selbst und andre kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Occident
Sind nicht mehr zu trennen.

Sinnig zwischen beiden Welten
Sich zu wiegen lass‘ ich gelten;
Also zwischen Ost und Westen
Sich bewegen, sei’s zum Besten!

Das Gedicht ist ungewöhnlich modern, es geht um’s Kennenlernen und Erkennen, dass man Teil Einer Welt ist, es geht um Erfahrungen, die man sammeln muss, um sich als Eines und Unterschiedliches zu begreifen.

Erfahrungsgetränkt ist Charlotte Kunert, Sozialarbeiterin, langjähriges Mitglied im Stadtrat, viele Jahre GAL-Geschäftsführerin in einem SpontUN, das mir ihr mehrere Umzüge hinter sich brachte. Erfahrungsgetränkt auch ihr neuer Partner Sacit Soyubey, der Ende der 1970er Jahre aus Istanbul nach Köln kommt und dort ein Ingenieursstudium aufnimmt. Beide hatten schon eine bewegte Lebensgeschichte hinter sich, umso mehr freuten wir uns, dass hier noch einmal ein neues Glück versucht wurde.

Charlotte ist eine Frau mit viel Herz, vernetzt in der ganzen Stadt, als Gesundheitsmanagerin im Evangelischen Krankenhaus tätig und heute grüne Fraktionschefin. Hörte es sich nicht so nach Militär an, bezeichneten wir sie gern als „Mutter der Kompanie“. Kein Besuch bei ihr, bei dem es nicht leckeres Essen gäbe, keine Veranstaltung, auf der sie sich nicht allen widmete, besonders aber den jungen Menschen – vielleicht in der Sehnsucht, selbst „forever young“ zu bleiben. Immer zupackend, überall helfend, und wie ihr neuer Partner auch mit einer Portion Empörungsbereitschaft ausgestattet: „Das geht doch gar nicht!“ – ein oft gehörter Satz, der sie motiviert, politische Lösungen für ein Problem zu finden. Die Fraktion führt sie mit Mut, Herz und Verstand.

Sacit, der seine Herkunft aus der Türkei oft zum Anlass für Witzeleien nimmt, die allesamt einen wahren Kern haben: Osmane, Pascha, kleiner Sultan, all das sind Selbstbeschreibungen für einen Menschen, dem das große Herz schnell auf der Zunge liegt. Zarte Gefühle und plötzliche Wut liegen hier nahe beieinander; immer aber ist er großzügig und hilfsbereit. Als Ingenieur bei einem großen Dortmunder Pumpenhersteller hat er Sinn für Zahlenwerke, für Berechnungen, eine Fähigkeit, die es ihm leicht macht zu erkennen, wann die Verwaltung oder der Rat ihn mit Kalkulationen überrumpeln will, die auch ganz anders interpretiert werden können. Als grünes Fraktionsmitglied bringt er Gefühl und Vernunft ein. In Ausschüssen und Aufsichtsräten erweist er sich als kritischer Geist.

Unvergessen bleibt eine Reise in seine Heimat Istanbul, die er 2005 für uns Grüne organisierte und bei der er mit seinem eigenen Körper widerlegte, dass nur Frauen mit dem Bauch tanzen können.

Unnas Weg in den Orient, nach Lünern zu Charlottes und Sacits Haus, führt über die Morgenstraße, also der Sonne entgegen und diese Sonne würde nicht so viel Licht werfen, wenn da nicht auch noch die Familie wäre: Kinder, Enkel und Charlottes Mutter Ursula Kunert. Letztere als ewigjunge Ältere, Fässchen-Beauftragte der Grünen Partei, reiselustig und mit einem großen Herz für die Lieben daheim und in der Welt – eine Seniorin, auf die man sich immer verlassen kann.

Goethes Vision einer weltumspannenden Gemeinschaft wird nur wirklich, wenn wir es schaffen, den jeweils anderen Blick einzunehmen, die Perspektive, die uns nicht vertraut ist, die wir uns mit viel Mühe und Plage aneignen müssen.

„Divan“ heißt zu deutsch auch „Ratsversammlung“ und wer wünschte sich nicht, dass der Unnaer Rat wieder zu einer einmütigen Versammlung der unterschiedlichen Perspektiven und des inhaltlich fundierten Diskurses würde und nicht mehr vornehmlich als Staatl. Geprüfte Fraktionsaustrittsstelle wahrgenommen wird?

Beschließen wir das noch einmal mit Goethe,  dessen globale Perspektive aller Himmelsrichtungen Gläubigen wie Nichtgläubigen etwas geben kann:

Gottes ist der Orient!
Gottes ist der Occident!
Nord- und südliches Gelände
Ruht im Frieden seiner Hände!

Unsere guten Wünschen zum 60. Geburtstag gelten von Herzen Charlotte und Sacit und zum 80. Jubelfest Ursula!

Manfred Hartmann

 

 

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Bundesverdienstkreuz für unseren Fahri

Dr. Hartmut Fahrenhorst, bei Grüns Fahri, der Honigdrohne, genannt, wurde gestern von Landrat Michael Makiolla im Auftrag des Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Mit 12 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für die gelb-schwarzen Völker. Lange bevor das weltweite Bienensterben die Wichtigkeit dieses Insekts dramatisch bekannt machte, lockte er in diversen Schul- und Jugend-AGs weltweit aber vor allem an seiner Peter-Weiss-Gesamtschule junge Menschen in die „Honigdiebe“ und dort zur Umweltliebe. Auch lange nach seiner Pensionierung schlägt sein Herz für die summende grüne Mitte „seiner Schule“, die inzwischen nicht nur mit Bienenblumen erblüht.
Grün hat er vor Jahren für den Kauf von Honigdiebe-Produkten zur Weihnachtszeit geworben. Im August hat er unser nachhaltiges Werben erhört und wurde Grünes Mitglied. Charlotte Kunert gratulierte Fahri deshalb besonders herzlich mit Sonnenblume, selbst-gekochter Marmelade und einem Fläschchen Grün-Käppchen! Mittwoch am Rande der Waldveranstaltung stoßen wir gern nochmal auf ihn, die Bienen und Umweltzukunft an. Grüne Ostpreußen-Freunde bekommen auch Fahris Bärenfang, das süße Likörchen in Erinnerung an Masuren. Und beim letzten Grünen Neujahrsempfang ehrte Grün-Vorständin Patricia Morgenthal in einer summenden Rede.

hs, 5. Oktober 2029

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Ruinen des ruinösen Einzelhandelswettbewerbs in Unna

Die Konzentration des deutschen Einzelhandels auf letztlich die 4 Konzerne, Lidl, Aldi, Edeka/Netto, REWE/Penny wird vor allem durch strategisches Kannibalisieren der Konkurrenten betrieben. Dieser ruinöse Wettberwerb ließ auch in Unna viele Runinen entstehen. Tragisch ist nicht nur, dass mit Steuermitteln langfristige Infrastruktur aufgebaut wurde. Ebenso wurde bei fast allen kurzfristig modernen, jetzt modernden, Standorten jede Menge Verwaltungszeit blockiert (die zum Beispiel für Radwegeplanung immer fehlte). Die Gutachter bezahlen heute meist die Investoren (entsprechend haben sie meist Geschmäckle).

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28. Green-Open. Grün boult nicht nur um Stimmen

Kommenden Sonntag, 25. August, rollen ab 10 Uhr auf der Kastanienalle an der Eiswiese im Kurpark-Königsborn wieder die Kugeln. Um 11 Uhr starten dann die XXVIII. Green-Open, das älteste Boule-Turnier im östlichen Ruhrgebiet. Zwischen 50 und 97 Boulespieler*innen (Anfänger*innen haben angemessen sonderliches Glück) werden in vier Vorrunden in Paaren (Doublette) frei zusammengelost. Nach dem Halbfinale wird gegen 18 Uhr das Finale angepfiffen.

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7 km Brombeeren in Unna: natürlich, köstlich & kostenlos

Der Plastiknapf mit 100g Brombeeren kostet heute bei REWE 1,43€. Allein am alten Güterbahnhof schenkt die Natur Unnas Menschen einige Zentner der schmackeligen Beere. Bei der dritten „Grünen Brombär-Jagd“ wurden am Mittwoch gut 9 kg gesammelt, verarbeitet und vernascht. „Den Reichtum der Natur auch Finanzschwachen eröffnen!“ ist ein schöner sozialer Nebeneffekt. Bis nächsten Mittwoch wollen Grüne Geschmacksverstärker*innen das Brombeer-Köchbüchlein veredeln. Wie immer freuen sie sich über Bürgerbeteiligung.

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Wir wollen uns und alle, die auf ein ökologisch-soziales-friedliches Europa hoffen nochmal in gute Schwingungen bringen. Sven Giegold wird life zugeschaltet. Die anderen werden sich kurz fassen. Impulse aus dem Publikum sind erwünscht. Durch den Abend führt Unnas Lieblingsmoderatorin Claudia Keuchel (Hölle Unna, Drahteselmarkt…). Ein Wahltipp mit artgerecht-charmanten Preisen ist fast fertig!

Übrigens findet die Veranstaltung nicht zufällig im Schalander der Lindenbrauerei statt. Das Lieblingskulturzentrum der Unnaer Grünen wäre heute ein Parkplatz, hätten wir nicht die Industrieruine mit EU-Millionen retten können!

 

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Was ist dran am Insektenschwund?

3/4 weniger Insekten als noch vor 20 Jahren. An der Studie die das belegt hat u.a. auch Thomas Hörren mitgearbeitet. Der Käferforscher kommt zu uns ins SpontUN und berichtet am 10. April über seine Erkenntnisse.

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Grün ist die Hoffnung – nach dem Neujahrsempfang noch hoffnungsvoller

Mit 173 Besucher*innen war der Grüne Neujahrsempfang der bisher bestbesuchte. Und das, obwohl der Grüne Sympathie-Verteiler aus Datenschutzgesetzestreue weitgehend gelöscht wurde. Die Neugierde auf Grün war groß, erfreulicherweise auch bei den Besinnlichen in Unnas GroKo-Parteien und der Verwaltung, aber vor allem in vielen Initiativen unserer Stadt.

Gudrun Bürhaus, Unnas Grüne Sprecherin, schlug in ihrer launigen Begrüßungsrede  den Bogen von der Grünen Enttäuschung, dass Ihre Klimakatastrophenprognosen durch die Wirklichkeit dramatsich übertroffen würden, bis zur Herausforderung der Politik Medienmündigkeit zu erreichen, zu praktizieren und im Bildungssystem zu verankern. „Der letzte Döspaddel kann den größten Quatsch tausendfach verbreiten, das Netz intelligent zu nutzen und die Informationen qualifiziert einzuordnen, kann sehr anspruchsvoll sein.

Charlottes Kunerts Rede wünschte mehr Mut gegen die phantasielose GroKo-Politik und Parteibuch-Pöstchen-Besetzerei. Angesichts verfahrener Projekte wie Bremme Mühle, Kreishauskreisel, kleinmütige Schulplanung am Hertinger Tor und in der Einflugschneise… rief die Grüne Fraktionsvorsitzende zu verstärkter Bürgerbeteiligung „für das bunte, offene, liebens- und lebenswerte Unna“ auf.

In ihrer Tandem-Rede rockten die Grüne-Jugend-Sprecherinnen „total motiviert“ den Saal. Neugründungsmotorin Sarah-Lee Heinrich übergab charmant, gewitzt und gerührt die Sprecherinnenrolle an „unglaublich starkejunge Frau“ Eva-Lotta Vogt. „Gemeinsam haben wir mit Aktivist*innen der ganzen Welt für den Erhalt des Hambacher Waldes gekämoft. Und zwar mit Erfolg, denn: HAMBI BLEIBT!“. Die Grüne Jugend, in zwei Jahren von 5 auf 25 Mitwirkende gewachsen, arbeitet aktuell Feminsmus auf. Danach steht Wirtschaft und Umwelt an. Und natürlich ab sofort Europawahlkampf. „Für ein Europa, in dem der Mensch im mittelpunkt steht, und nicht die Nationalität. Ein Europa, in dem wir nachhaltigkeit vor Gewinnmaximierung setzen. Ein Europa, in der die Utopie einer Welt ohne Grenzen im kleinen Wirklichkeit werden kann!“ Und mit einem optimistischen Schluß: „Unterschätzt die Jugend nicht, wir werden große Dinge bewegen!“ Bei der strahlenden Aura der beiden applaudierten die Alten im Schalander besonders angesteckt.

Die erste der traditionellen Ehrungen im Geiste des Zauberers von Oz ging an das Hebammen-Team des Geburtshauses.  In ihrer Würdigung schilderte Uta Steinmaus vom Grünen Vorstand die unmöglichen Rahmenbedingungen für Hebammen in Deutschland. „Hier in Unna haben wir es vergleichsweise gut. hier haben 2004 Ulla Kayser und Christine Falk das Geburtshaus in der Wasserstraße gegründet. Es bietet Frauen und ihren Partnern individuelle Begleitung vor, Während und nach der Geburt“. „In jedem Anfang liegt ein Zauber inne…“ mit der anmutigen Zeile aus dem Rilke-Gedicht Stufen begann Uta Steinmaus ihre Rede. Und es hatte etwas Zauberhaftes, dass die  Vorrednerin Eva-Lotta im Geburtshaus ihre erste Lebensstufe betrat. Und am Rande kam dann auch noch raus, dass die ersten Zusammenkünfte der Hebammen in den frühen 90ern im SpontUN stattfanden (damals in der Gesellschaftsstraße gelegen).

Zum Abschluß gab es ein Lobessummen von Vorstandsfrau Patricia Morgenthal auf die Honigdiebe-AG der Peter-Weiß-Gesamtschule. Seit 1986 arbeitet die AG. Sie war die Grundlage für den Schulgarten mit Hochbeeten und Gewächshäusern und allerlei Getier, der jetzt statt geplanter Bebauung das Schul- und Stadtleben bereichert. Schön ist es zu erleben, dass Katrin Fahrenhorst jetzt als Lehrerin die Arbeit ihres Vaters (zufällig wurde Mutter Jenny schonmal für den Schulgarten grün geehrt) weiterführt, wobei der Alte natürlich nicht vom Honig lassen kann. Aus den Generationen von Bienenbetreuer*innen sind nicht alle imker geworden, aber „es geht darum, Zusammenhänge in unserer Umwelt zu verstehen – und die zeigen uns die Bienen sehr deutlich.“ Dr. Fahrenhorst in seiner aufgerührten und anrührenden Dankesrede. Patricia Morgenthal hatte auf den Bestseller „Die Geschichte der Bienen“ verwiesen, in dem realistisch aufgezeit wurde, wie eine Welt ohne Bienen aussähe. Für ein langes und fröhliches Brummen in Unna verteilten Schüler*innen der Honigdiebe 150 Tüten westfalentypischen Bienenwiesensamen an das Publikum, „damit wir uns diebisch auf die Produktion der nächsten Honigdiebe-Generationen freuen können.“ (Patricia Morgenthal)

100 Jahre nachdem auch Unnas Frauen erstmals wählen durften und wählten, öffneten sechs dynamische Frauenreden den Raum für hoffnungsfrohe Gespräche über zukünftige Politikprojekte in Unna, Europa und der Welt. Bei aller Freude über die vielen ehrenamtlichen und auch professionellen Initiativen in Unna, hoffen die noch nur 67 Grünen auf Mitinstandsetzer*innen der freundlichen Zukunft!“ Übrigens wurde Unna auf jeden Fall bunter. 100 Regenbogen-Schnürriemen gingen unter`s Publikum. Sie sind Reste der Vielfalts-Kampagne von Terry Reinke. Die Grüne Europa-Abeordnete, erfand sie für die Fußball-WM in Russland. Putin hatte schwul-lesbische Aktion brachial verboten – aber traute sich dann nicht, den tausenden an die Socken zu gehen, die mit den bunten Schnürriemen Farbe zeigten! Unna ist lange und offen bunt, da dürfen wir unsere Farbenfreude einfach aus Spaß offen tragen!

 

 
     
     
     

 

 

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Pressemitteilung – Grundschulneubau am Hertinger Tor von vornherein zu klein geplant

Leidtragende sind Schüler und Lehrer

Mittlerweile gewinnt der Fakt der steigenden Schülerzahlen auch in Unna an Bedeutung. Denn der Neubau der Grundschule am Hertinger Tor ist für einen dreizügigen Betrieb konzipiert und der ist faktisch belegt schon jetzt zu klein.
In der Auftragsbekanntmachung wird der Auftrag wie folgt beschrieben :
„Die Kreisstadt Unna beabsichtigt, auf dem Gelände am Hertinger Tor einen neuen Bildungsstandort zu schaffen. Dazu sollen zwei bestehende Grundschulen zusammengelegt werden und dafür am Standort Hertinger Tor eine neue 3-zügige Grundschule mit einer Sporthalle gebaut werden. Ergänzt werden soll diese Schule durch ein Familienzentrum, das aus einer 4-gruppigen Kindertagesstätte mit ergänzenden Räumen besteht. Eine Machbarkeitsstudie dazu liegt bereits vor, die als Grundlage für diese Ausschreibung herangezogen wurde. Die Einreichung des Bauantrags soll bis zum 30.11.2019 erfolgt sein. Die Übergabe an den Nutzer ist für Juli 2023 festgeschrieben.“

Sprechen Schulverwaltung und Bauverwaltung nicht miteinander, dass eine Ausschreibung rausgeht, die an den Realitäten vorbei geht?
Die zuständige Beigeordnete reagierte in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses, als diese Frage aufgeworfen wurde, mit Achselzucken, und das Bauderzernat bringt ohne weiteres Hinterfragen die bereits jetzt schon überholte Ausschreibung auf dem Weg. Das ist kein abgestimmtes Verwaltungshandeln.
Hinweise im Schulausschuss vom Vorsitzenden Michael Sacher wurden nicht ernst genommen.
Bündnis 90/ Die Grünen fordert, dass sich die Verwaltung Gedanken machen soll, wie sie dies ausschreibungstechnisch hinbekommt.
Dabei sollte auch erneut darüber nachgedacht werden, wie von den Bündnis 90/Die Grünen in der damaligen ABSV-Sitzung angeregt, ob angesichts der Bedeutung der Maßnahme nicht ein klassisches Wettbewerbsverfahren mit mehreren potentiellen Bieterinnen und Bietern sachgerechter ist als das jetzt ausgeschriebene Verhandlungsverfahren mit maximal drei bis fünf Bietern laut Ausschreibung. Einen Schulneubau jetzt in dieser Form auszuschreiben, wenn bereits heute feststeht, dass die Räumlichkeiten nicht ausreichen werden, ist angesichts etwaiger drohender Mehrkosten nicht vermittelbar und letztlich ein Fall für den Bund der Steuerzahler.

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