Ehrungen

Der unstete Stetige – Karl Dittrich wird 60

Es gibt Menschen, deren Anwesenheit bemerkt man kaum; sie verschwinden geradezu. Wenn sie sich bemerkbar machen, tun sie dies mit ganz leiser Stimme. Zu diesen Menschen zählt Karl Dittrich –  nicht. Mit schnellem Schritt betritt er den Raum, ergreift ihn mit stimmlicher Resonanz, begrüßt alle freundlich – und die Damen besonders charmant.

Karl Dittrich wurde vor 60 Jahren in Schwerte geboren. Seine Heimat bewegt sich im Dreieck zwischen der Ruhrstadt, Holzwickede und Unna. Die Reihe seiner Wohnorte aufzulisten – das überlassen wir nachfolgenden Biographen. Sicher ist nur sein Hin und Her mit Auto, Motorrad oder seit kurzem  – erfüllt mit grünem Anspruch sogar Fahrrad. Die Zahl der Moppeds, an denen er geschraubt hat, geht in die Hunderte.

Der Jubilar ist Fotograf. Er hat viele Jahre bei der Westfälischen Rundschau gearbeitet, zuletzt in Unna. Vorher war er einige Zeit in der Redaktion eines mit vier großen Buchstaben aufmachenden Blattes in Düsseldorf, dessen Name jemanden aus dem linksliberalen Spektrum nur schwer über die Lippen geht. Eine Anstellung, die ihm viel Erfahrung gebracht hat, sagt er. Karl Dittrich ist Profifotograf, Generationen von GAL- und Grünen Kandidat*innen hat er vor die Kamera gebracht und ihre Persönlichkeit in Szene gesetzt. Seine Fotografentätigkeit machte ihn Unna überall bekannt – und der Autor dieses Artikels wüsste niemanden, den Karl Dittrich mit „Sie“ anspricht. Lange hat er im Betriebsrat des Funke-Zeitungskonzerns gearbeitet – er galt als Spezialist für geschöntes Bilanzzahlenwerk, eine Fähigkeit, die ihm als grünes Ratsmitglied bei der Analyse des städtischen Haushaltsplanes zugutekommt. Seine Bekanntheit erleichtert ihm den Umgang auch mit dem poltischen Kontrahenten.

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Neujahrsempfang 2018 in Bildern

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Von der Erneuerung der Grünen Spitze in Hannover brachte Fraktionssprecherin Charlotte Kunert spritzige Filme mit Grüßen von den Hochebenen (Baerbock, Habeck, Ströbele, Roth, Trittin &&&) an Unna mit auf den Grünen Neujahrsempfang. In ihrer Rede zur Lage in Unna mahnte sie an

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51 Jahre Hoffmanns Comic Theater

Die von unserem langjährigen Mitstreiter Peter Möbius konzipierte Ausstellung im zib befasst sich mit den Anfängen der Straßentheater- und Soziokultur in Unna. Sie wird am Freitag, den 24. Juni 2016 um 19 Uhr in der Schwankhalle eröffnet und ist vom 24.6.- 21.7.2016 während Öffnungszeiten des zib zu sehen.

 

Peter ist auch der Erfinder und Zeichner unseres ehemaligen Maskottchens

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Grün-aktiv mit Witz und Charme: Werner Neumann wird 80

RTEmagicC_Werner_04.jpgWerner Neumann auf der Straße zu treffen ist immer ein Vergnügen. “Hör’ mal, was ist denn da los?” Und schon ist man in ein längeres Gepräch verwickelt. Wenn Werner dabei lacht, tut er das ziemlich laut und bewegt den Kopf dabei außergewöhnlich stark, während die Augen munter blitzen. “Ach ja, und er kann gut Leute veräppeln, indem er Geschichten erzählt, die man wirklich glaubt. Ich bin zweimal auf ihn hereingefallen!”, sagt uns ein Mitglied der Partei.

Krieg und verstockte Nachkriegszeit haben Werners Haltung geprägt. Soziale Gerechtigkeit war immer sein Thema. Werner Neumann hat lange im Management eines Konzerns gearbeitet. Er kommt aus Essen-Werden und man merkt ihm das etwas westlichere Ruhrgebiet irgendwie an. Schalke-Fan ist er und dazu gehört am Hellweg echtes Standvermögen.

Mitte der 1980er Jahre war Werner im Ährensachevorstand – einer lokale Erzeuger-Verbrauchergemeinschaft, die ihre Bioprodukte zunächst im SpontUN an der Massener Straße anbot. Für die Lindenbrauerei engagierte er sich im Vorstand des Trägervereins. Als begeisterter Radrennfahrer half Werner Neumann bei den Osterradrennen und wen wundert es also, dass er erster ADFC-Orts- und Kreissprecher wurde.

Über ein Dutzend Jahre war er grüner Kreisschatzmeister und ebenso lange Ortskassierer. Mit Witz und Charme trug er lange Zahlenreihen vor und hielt die Kassen in Ordnung. Geduldig besuchte er die Ortskassierer*innen mit Ratschlägen und großzügigen kleinen Aufmerksamkeiten. Säumige Beitragszahler*innen wurden Anfang Dezember mit freundlichen Telefonanrufen bedacht, die durchaus eine Stunde dauern konnten, da Weltlage und Gemütslagen nicht zu kurz kommen durften.

Im Alter ist es etwas ruhiger um Werner Neumann geworden. Ein Unfall macht das Gehen beschwerlich.

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