Kommunales

Lernen mit Lärm – Schulneubau neben der Einflugschneise?

Gute 700 SchülerInnen besuchen zurzeit die Hellwegrealschule in Massen. Mindestens weitere 125 kommen jedes Jahr neu als Fünftklässler in den Genuss eine nigelnagelneue, zigmillionen teure Schule besuchen zu dürfen. Und all diese tausenden Kinder und Jugendliche schickt Unnas Politik zum Lernen direkt neben die Einflugschneise des Flughafen Dortmund. Jener Flughafen gegen den die Stadt auch klagt. Unsere Befragung von Massener Bürger*Innen, vor einem Einzelhandelsgeschäft ergab ein deutliches Meinungsbild. Weder die Sanierung der HRS im laufenden Betrieb, noch der jetzt anvisierte Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbads war die mehrheitlich gewünschte Lösung. Sondern eine konzentrierte Suche und Gespräche über einen lärmfreien Standort an anderer Stelle in Massen.

Für andere Neubauten kann die Stadt auch viel Geld für Vorfinanzierungen o.ä. in die Hand nehmen und sehr entschlossen vorgehen.

Bis auf die Massener Wahlkreisvertreter glaubt niemand so richtig daran, dass die HRS noch vor dem neuen Grundschulkomplex gebaut wird. Daher haben wir auch noch Zeit für eine intensivere Suche. Aber hier übt sich die Gestaltungsmehrheit in Unnas Stadtrat in Eile. Aber warum nur? Man muss nur wollen.

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Grüne begeistert von Schwerter Ökosiedlung

Kann eine Wohnsiedlung ohne Autoverkehr funktionieren? Vieles spricht dagegen, hat man sich doch mittlerweile daran gewöhnt, die Einkäufe bequem bis vor die Haustür fahren zu können, wo meist mindestens 2 Stellplätze auf die schweren Gefährte warten. Dass diese Situation zwar denkbar praktisch ist, jedoch weit weg von einer zukunftsweisenden Lösung unseres viel zu hohen Individualverkehraufkommens ist, leuchtet ein, doch es scheint keine Alternativen zu geben. Wie es geht, zeigt die Ökosiedlung in Schwerte. Ein Quartier aus über 70 Häusern, gelegen im schönen Grün, verzichtet auf Stellplätze direkt am Haus. Die Folge davon: Zierliche Vorgärten, liebevoll gestaltete Straßenzüge, die ohne versiegelte Flächen vor der Tür auskommen.

Die Grünen haben sich am Sonntag im Zuge des Stadtradelns selbst auf den Weg gemacht um sich von der Machbarkeit zu überzeugen. Es ist angenehm ruhig in der Siedlung, Vögel zwitschern und die Menschen wirken entspannt. Die Gespräche mit Anwohnern zeigen: Hier sind nicht nur Vollblutökos unterwegs, sondern vor allem auch Menschen, die einfach die Ruhe genießen wollen und ohne lärmende Autos auskommen möchten. Vorwiegend Niedrigenergiehäuser wurden hier gebaut, die Stadt machte es zur Auflage, Dachbegrünung auf den Pultdächern anzulegen, eine ökologisch sinnvolle Maßnahme die gut in diese Siedlung passt. Auch wurde darauf geachtet, dass die Häuser nicht zu dicht stehen, man soll sich nicht eingeengt fühlen und entsprechend große Freischneisen sorgen für viel Natur und ermöglichen klimatisches Durchatmen.

In der Schwerter Siedlung ist nur das Be- und Entladen direkt vor dem Haus erlaubt, geparkt wird vor der Siedlung auf entsprechenden Stellplätzen. Für die Grünen ein realistischer Kompromiss, muss man sich doch eingestehen, dass es einfach Menschen gibt, die aufgrund fehlender Infrastruktur noch nicht auf das Auto verzichten können.

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Schwere Schäden durch Klimawandel – Orkan Friederike trifft Unna hart

Die letzten Sperrungen in Kurpark und Bornekamp sind mittlerweile aufgehoben – die Vögel singen wieder, es ist Frühling und doch ist nichts mehr so wie vor dem 18. Januar dieses Jahres, dem Tag, an dem der Orkan Friederike mit bis zu 140km/h durch Unna wütete und eine Spur der Verwüstung hinterließ.

Im Kurpark fehlen seither etliche alte und imposante Bäume, viele von ihnen hat der schwere Orkan mitsamt der Wurzel aus dem aufgeweichten Boden gedreht, andere sind gebrochen und wieder anderen sah man die fatalen Schäden auf den ersten Blick nicht an – gefällt werden mussten sie dennoch denn große Risse im Erdreich verrieten den Experten den Abriss von wichtigen Haltewurzeln im Untergrund.

Die intensiven Aufräumarbeiten dauerten fast zwei Monate und viele Menschen waren entsetzt und traurig über die Vielzahl an Bäumen, die gefällt wurden. So kam schnell der Verdacht auf, die Stadt nutze diese Gelegenheit um sich von Bäumen zu trennen.

In den letzten beiden Sitzungen am 13.2. und 24.4. befasste sich der städtische Umweltausschuss intensiv mit den Folgen des Orkans und auch dem Verdacht der übermäßigen Fällungen wurde nachgegangen. Herr Calovini von den Stadtbetrieben Unna, zuständig für den stadteigenen Baumbestand, konnte den Eindruck widerlegen indem er minutiös die einzelnen Schritte darstellte, wie die Fällung von sturmgeschädigten Bäumen beauftragt wird. So haben die beauftragten Unternehmer nie freie Hand, sondern jeder einzelne Baum muss zuvor durch ihn oder seine Mitarbeiter beurteilt, markiert und taxiert werden. Zusätzliche Fällungen seien allein aufgrund der Arbeitsüberlastung, überall fanden gleichzeitig auch Aufräumarbeiten statt, nicht sinnvoll gewesen.

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Neubau der Hellweg-Realschule. Standort in der Einflugschneise alternativlos?

In der aktuellen Debatte um den potenziellen Neubau der Hellweg-Realschule werden momentan zwei Varianten in Erwägung gezogen: Sanierung des alten Standorts, trotz Schadstoffbelastungen, oder der Neubau auf der alten Fläche des Freizeitbads in Massen. Diese Fläche ist in unmittelbarer Nähe zur Einflugschneise des Dortmunder Flughafen und ist somit kein optimaler Standort für einen Neubau.

Die Grünen werfen nun eine dritte Idee in den Ring und gaben im letzten Haupt- und Finanzausschuss die Anregung, dass in Massen möglicherweise noch bessere Standorte zu finden sind. Michael Sacher, schulpolitischer Sprecher der Grünen betont: „Bei einem so großen Investitionsvolumen sollten alle Mittel ausgereizt werden, um die bestmögliche Schule bauen zu können. Und dazu gehört auch, dass man im Sommer mal das Fenster aufmachen kann.“

Man sollte auch in Betracht ziehen, dass Landwirte die Ackerfläche an einem gut geeigneten Standort haben, möglicherweise bereit sind, ihre Fläche zu tauschen.

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Grüne Unna fordern 30 % Kürzungen bei Fraktionszuwendungen

Die Fraktion von B90 / Die Grünen im Rat der Kreisstadt Unna fordert eine 30 prozentige Kürzung der Fraktionszuwendungen. Die Verwaltung der Kreisstadt Unna prognostiziert ein millionenschweres Defizit für den Haushalt. Charlotte Kunert (Fraktionsvorsitzende) fordert, dass die Politik als erstes vor der eigenen Haustür kehrt: „Wenn wir von den Bürger*innen der Stadt Unna Einsparungen abverlangen, müssen wir selbst auch etwas zur Kostenminimierung beitragen.“
Die mit dem letzten Haushalt nochmal aufgestockten Gelder fallen großzügig aus und so ist es mehr als ein symbolisches Zeichen, wenn die Politik in den eigenen Reihen anfängt zu sparen. Von den 58.800 € im Jahr 2017 erhaltenen Fraktionsgeldern zahlt die grüne Fraktion nun 9659,23 € zurück.
Anfang Februar wird die Fraktion sich zu einer Klausurtagung zusammenfinden und über weitere Maßnahmen diskutieren. Kürzungen oder Steuerhöhungen sollen möglichst fair und sachlich diskutiert werden.

Unna, 30. Januar 2018

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Antrag auf Ausschilderung von Umfahrungen der Fußgängerzone

Die Grünen fordern eine korrekte Ausschilderung für Umfahrungsmöglichkeiten der Fußgängerzone. Derzeit verlaufen noch Wege des Radverkehrsnetzes durch die Unnaer Innenstadt. Gerade für ortsunkundige Personen stiftet die derzeitige Beschilderung immer wieder Verwirrung, da die Schilder vermeintlich suggerieren, dass Radfahren in der Fußgängerzone erlaubt sei. Wir möchten daher eine westliche und eine östliche Umfahrungsbeschilderung erreichen.

Antrag auf Ausschilderung von Umfahrungen für die Innenstadt

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Fahrradparken – das A und O der Radinfrastruktur

Im folgenden Text schildert Umweltausschussvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher Björn Merkord Die Situation von Radabstellanlagen und die derzeitige Parksituation in Unna, aus Sicht der Fahrradfahrer.

Wer kennt sie nicht, die leidige Frage nach dem sicheren Platz für den heiß geliebten Drahtesel. Meist steht er irgendwo zwischen, neben, hinter oder vor irgendwelchen anderen Fahrzeugen oder Gegenständen, mehr oder weniger unordentlich abgestellt im Keller, der Garage oder im Schuppen. in Großstädten tragen wir unsere teuren Renner bis ins Wohnzimmer oder auf den Balkon, um sie vor Schaden oder Diebstahl zu bewahren. Die Wenigsten lassen ihr geliebtes Velo über Nacht einfach an der Straßenlaterne stehen….

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Und es gibt sie doch: Zukunftsbäume für Unna

Gestern hat Sachverständiger und Berater Dr. Götz Loos das von unserer Fraktion in Auftrag gegebene Gutachten vorgestellt. Herr Loos hat sich intensiv mit den klimatischen und ökologischen Bedingungen Unnas beschäftigt und ist dabei auf viele Besonderheiten gestoßen. Wie auch schon im seinem Zwischenbericht prognostiziert, gibt es für Unna zwar keine Bäume denen Unna einen perfekten Standort bieten kann, dennoch gibt es Bäume, die mit unserem spezifischen Klima besser umgehen können.

Das Modul ist unterteilt in 5 Listen:

Liste 1:  Traditionell gepflanzte und spontan auftretende Stadtbäume Unnas generell heimischer Herkunft

Liste 2:  Traditionell gepflanzte Stadtbäume Unnas nicht heimischer Herkunft

Liste 3: Nicht-heimische „Zukunftsbäume“ für Unna mit großflächiger Pflanzoption

Liste 4: Nicht-heimische „Zukunftsbäume“ für Unna mit lokaler Pflanzoption

Liste 5: Nicht-heimische Bäume mit eigenständiger Ausbreitung

Wir haben es in dem Gutachten also auch mit einer Analyse zu tun, welche Bäume in Unna heimisch sind und welche sich in den letzten Dekaden neu angesiedelt hat, inklusive einer Analyse, wie gut diese Bäume in das Stadtgebiet passen. Das Gutachten bietet dazu auch eine Einschätzung inwieweit die Stadt von gewissen Arten profitiert oder Nachteile hat.

Mit den vorliegenden Listen ist der erste Schritt getan, um ein Konzept zu Unnas Bäumen zu entwickeln, das multifunktional ausgerichtet sein sollte. Nun kann man konkret nach Gebieten suchen, wo Bäume gepflanzt werden sollten; man kann Gebiete aufsuchen, wo Bäume geschützt werden sollten. Und die Einbeziehung weiterer Akteure, nämlich zunächst der Bevölkerung, wäre sinnvoll. Erste Schritte sind gemacht, aber es braucht noch mehr Resonanz.

Für weitere Module des Konzeptes sollen deshalb einige Fragen gestellt werden – über das, was zu tun ist, nämlich:

  • Was können Stadtbäume für BürgerInnen leisten und was können BürgerInnen für Stadtbäume leisten (dabei auch: Welchen Nutzen haben Stadtbäume für BürgerInnen noch außer klimatischen Begünstigungen?)
  • Welchen konkreten Beitrag liefern Stadtbäume für den Schutz der Biodiversität?

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Fair fahren in der Fußgängerzone

Entspannte Entscheidung über Radfahren ist möglich!

Grün findet freundliches Fairkehren, speziell im Herzen unserer Stadt, eine Standortqualität. Entspanntes Flanieren geht nur angstfrei. Wir wollen ohne Zeitdruck dabei helfen, wieder einen breit-getragenen Konsenz im Umgang, beziehungsweise im Umfahren, miteinander auf den Weg zu bringen. Je mehr sich in der Diskussion wiederfinden, desto eher wird das Ergebnis auch friedlich gelebt! Beim Drahteselmarkt freuen wir uns auf gute Gespräche an unserem Satnd Ecke Markt/Wasser Straße. Im folgenden haben wir die Argumente zusammengestellt:

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