Kommunales

Carsten Morgenthal wird Hospitant in der grünen Fraktion

Der mit seinem Austritt aus der CDU fraktionslos gewordene Ratsherr Carsten Morgenthal tritt mit Wirkung zum 01. September 2018 der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ im Rat der Kreisstadt Unna bei. „Ich fühle mich deswegen bei den Grünen im Rat der Kreisstadt Unna gut aufgehoben, weil deren Mitglieder in der laufenden Wahlperiode kluge und weitsichtige Vorschläge gemacht haben. Dabei stand in erster Linie das Wohl der Kreisstadt Unna im Vordergrund und keine Abstimmungsgemeinschaften oder Absprachen mit anderen Fraktionen. Darüber hinaus wurde auch die kritische Auseinandersetzung mit der Verwaltung, dort wo es notwendig gewesen ist, von den Grünen nicht gescheut. Das ist auch mein Verständnis von Kommunalpolitik, und dafür habe ich mich 2014 zur Wahl gestellt“, begründet Carsten Morgenthal seine Entscheidung.

Er betonte weiter, dass er mit seinem Beitritt zur Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ vorerst nicht Mitglied der grünen Partei wird. Die Gemeindeordnung NRW sieht in Verbindung mit der Geschäftsordnung des Rates der Kreisstadt Unna ausdrücklich die Möglichkeit vor, dass ein Ratsmitglied, das keiner Fraktion angehört, als so genannter „Hospitant“ aufgenommen werden kann. Sonstige Vorteile, etwa zusätzliche finanzielle Zuwendungen, sind für die aufnehmende Fraktion damit nicht verbunden.

„Ich möchte zunächst keine parteipolitische Bindung eingehen, will diesen Schritt zu einem späteren Zeitpunkt aber ausdrücklich nicht ausschließen. Ich bin erst einmal quasi `Grüner auf Probe`“, sagt Carsten Morgenthal. In den zurückliegenden heißen Sommerwochen sei bei ihm auch die Erkenntnis gereift, dass der Stellenwert, den „Bündnis90/Die Grünen“ der Klimapolitik zumisst, der richtige sei. Hier müssten auch auf kommunaler Ebene Zeichen gesetzt werden müssten. Grünen Ideen sei er im Übrigen schon immer aufgeschlossen gegenüber gewesen.

„Vielleicht war ich sogar einmal der älteste Schwarz-Grüne von Unna“, erinnert sich der 51-jährige an eine politische Anekdote aus den frühen 80-er Jahren: „Als die GAL noch nicht im Stadtrat vertreten war, hatte ich als junger Vorsitzender der Jungen Union in Unna-Massen deren Protagonisten zum politischen Meinungsaustausch eingeladen, was mir damals den Unmut der Altvorderen der CDU einbrachte. Davon unbeeindruckt fand das Gespräch, unter Teilnahme des jungen Hermann Strahl, gleichwohl statt.“

Bereits im vorigen Jahr war Ehefrau Patricia Morgenthal, die für die CDU ebenfalls einige Jahre Mitglied im Rat der Kreisstadt Unna gewesen ist, bei Bündnis 90/Die Grünen eingetreten und ist als Beisitzerin Mitglied des Vorstandes.

 

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Die Grünen werben für Renaturierung des Sparkassenparkplatzes

Unter dem Motto Parks & Plätze statt Parkplätze warben die Grünen heute auf dem Parkplatz der Sparkasse dafür, wieder mehr in den Naturschutz zu investieren. Der kürzlich durch eine Dürreperiode für alle spürbare Klimawandel wird auch vor Unna nicht halt machen. Es wird dringend Zeit, sich der Problematik anzunehmen und etwas zu tun. Für die Grünen gibt es viel Optimierungspotenzial in Unna. Zum Beispiel könnte der Parkplatz neben der Sparkasse in eine kleine Grünoase umgewandelt werden. Am nördlichen Eingang der Innenstadt würde dieser Ort nicht nur den Vorplatz zum Hellweg-Museum verschönern, auch die Verweilqualität für Innenstadtbesucher*Innen stiege deutlich. Im Gespräch mit den Anwohner*Innen in Unna wurde deutlich: Es fehlt an schattierten Flächen die eine Pause ermöglichen. Die Sparkasse hat bereits ein Parkhaus in den Stadtgarten bauen dürfen, höchste Zeit, der Natur auch mal wieder etwas zurückzugeben.

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Grüne stellen Antrag auf Renovierung von Jugendhütten und Spielplätzen

Die Grünen im Rat der Kreisstadt Unna beantragen zeitnah finanzielle Mittel zur Renovierung und Aufarbeitung der Spielplätze und der „Jugendhütten“ in Unna und unterstützende Hilfsmaßnahmen für freiwillige Helferinnen und Helfer der Stadtbetriebe und der Werkstatt Unna (auch dort befinden sich zahlreiche Jugendliche, die die Anlagen nutzen) zur Verfügung zu stellen.
Exemplarisch sollen die Spielplätze in Unna Lünern und Massen entsprechend aufbereitet werden. Weitere Informationen im nachfolgenden Antrag.

2018_08_14_Antrag_Renovierung_von_Spielplaetzen_und_Jugendhuetten

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Grüne Unna stellen Antrag auf Rotmarkierung & Einrichtung eines Kurzzeitparkplatzes nördlich des Königsborner Tors

Auch nach Installation von Pollern und Zickzackmarkierungen gibt es immer wieder Konflikte zwischen unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern. Mit entsprechenden Rotmarkierungen und der Einrichtung eines Kurzzeitparkplatzes nördlich des königsborner Tors soll hier Abhilfe geschaffen werden.

2018_08_06_Antrag_auf_Markierung_des_Radanschlusses_Koenigsborner_Tor_und_Autohalteplatz

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Unna schwitzt und es wird weiter gesägt

Dem Leserbrief im Hellweger Anzeiger von Christa und Alfred Buß zur anstehenden Baumfällung in Königsborn lässt sich inhaltlich nichts hinzufügen. Sie haben den Nagel des städtebaulichen Irrsinns mit ausgewogenen Worten auf den Kopf getroffen. Für uns als Bündnis 90/ Die Grünen in Unna bleibt, dieses bürgerschaftliche Engagement politisch zu unterstützen und grundsätzlich eine neu überlegte, ökologisch und sozial ausgerichtete Stadtentwicklung einzufordern.

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Lernen bei Lärm?

Zwar hat der Rat der Stadt Unna beschlossen einen Neubau für den Schulstandort Massen in die Einflugschneide des Dortmunder Flughafens zu legen – aber gegen die sieben Stimmen der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen im Rat.

SPD Ratsmitglied Bürger bringt nun mit seiner einfachen Lärmmessung das Problem sehr schön auf den Punkt und wir hätten uns gewünscht, das die verantwortlichen Planer das vielleicht schon gleich am Anfang der Überlegungen gemacht hätten.

Die einzige effektive Lärmschutzmaßnahme, die wir uns für eine gesunde Schule an diesem Standort vorstellen können, ist die Schließung des defizitären Flughafens Dortmund. Das wäre natürlich auch gleich eine kluge verkehrs- und klimapolitische Entscheidung.

Weitergehende Informationen: https://www.hellwegeranzeiger.de/Unna/Laermgutachten-fuer-Standort-der-Realschule-in-Massen-gefordert-Plus-1311701.html

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Stellungnahme zur Planung von Dorfumgehungsstraßen

Unsere Kollegin Stephanie Schmidt aus dem Kreistag Unna hat bezüglich der Planungen zweier Ortsvorsteher aus Unna eine treffliche Stellungnahme veröffentlicht, welche auch die Meinung der Fraktion im Rat der Kreisstadt Unna wiederspiegelt.

Als Mitglied im Kreistag Unna ist mir die schreckliche Planung einer Straße durch das wichtige Naturschutz- und Naherholungsgebiet 
im Osten Unnas schon seit Jahren bekannt (und wird seit dem auch vehement von den Grünen im Kreistag bekämpft): war 
es doch ein immer wiederkehrender Posten in den Haushaltsplänen des Kreises. Also nichts, was irgendein Lokalpolitiker 
oder eine Lokalpolitikern sich für das Sommerloch frisch überlegt hätten. 

Als Ortsvorsteher*in sollten sich beide zudem bewußt sein, dass mit einer solchen Umgehungsstraße an diesem Standort 
„ihre“ Bürger*innen von den in den vergangen Jahren mit viel bürgerschaftlichem und finanziellem Engagement ausgebauten 
Naturschutzflächen abgeschnitten würden und gerade dieser Naturschutzgedanke konterkariert würde: neuer Beton 
versiegelt den wichtigen naturbelassenen Boden und auch der folgenschwere 
Lärm beeinträchtigt das Bestreben, vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen anzusiedeln.

Zudem sollten die Ortsvorsteher wissen, dass schon seit Jahren ein Durchfahrt-Verbot für LKW, die länger als 10m sind, 
auf beiden genannten Straßen besteht. Es müssen die bestehenden Verkehrsregeln eingehalten UND KONTROLLIERT 
werden und der Bevölkerung in den Dörfern ist geholfen! Und das sehr kostengünstig, kurzfristig und umweltschonend - 
eine bessere Synergie ist kaum erreichbar.

Mit sommerlich grünen Grüßen
Stephanie Schmidt

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Lernen mit Lärm – Schulneubau neben der Einflugschneise?

Gute 700 SchülerInnen besuchen zurzeit die Hellwegrealschule in Massen. Mindestens weitere 125 kommen jedes Jahr neu als Fünftklässler in den Genuss eine nigelnagelneue, zigmillionen teure Schule besuchen zu dürfen. Und all diese tausenden Kinder und Jugendliche schickt Unnas Politik zum Lernen direkt neben die Einflugschneise des Flughafen Dortmund. Jener Flughafen gegen den die Stadt auch klagt. Unsere Befragung von Massener Bürger*Innen, vor einem Einzelhandelsgeschäft ergab ein deutliches Meinungsbild. Weder die Sanierung der HRS im laufenden Betrieb, noch der jetzt anvisierte Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbads war die mehrheitlich gewünschte Lösung. Sondern eine konzentrierte Suche und Gespräche über einen lärmfreien Standort an anderer Stelle in Massen.

Für andere Neubauten kann die Stadt auch viel Geld für Vorfinanzierungen o.ä. in die Hand nehmen und sehr entschlossen vorgehen.

Bis auf die Massener Wahlkreisvertreter glaubt niemand so richtig daran, dass die HRS noch vor dem neuen Grundschulkomplex gebaut wird. Daher haben wir auch noch Zeit für eine intensivere Suche. Aber hier übt sich die Gestaltungsmehrheit in Unnas Stadtrat in Eile. Aber warum nur? Man muss nur wollen.

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Grüne begeistert von Schwerter Ökosiedlung

Kann eine Wohnsiedlung ohne Autoverkehr funktionieren? Vieles spricht dagegen, hat man sich doch mittlerweile daran gewöhnt, die Einkäufe bequem bis vor die Haustür fahren zu können, wo meist mindestens 2 Stellplätze auf die schweren Gefährte warten. Dass diese Situation zwar denkbar praktisch ist, jedoch weit weg von einer zukunftsweisenden Lösung unseres viel zu hohen Individualverkehraufkommens ist, leuchtet ein, doch es scheint keine Alternativen zu geben. Wie es geht, zeigt die Ökosiedlung in Schwerte. Ein Quartier aus über 70 Häusern, gelegen im schönen Grün, verzichtet auf Stellplätze direkt am Haus. Die Folge davon: Zierliche Vorgärten, liebevoll gestaltete Straßenzüge, die ohne versiegelte Flächen vor der Tür auskommen.

Die Grünen haben sich am Sonntag im Zuge des Stadtradelns selbst auf den Weg gemacht um sich von der Machbarkeit zu überzeugen. Es ist angenehm ruhig in der Siedlung, Vögel zwitschern und die Menschen wirken entspannt. Die Gespräche mit Anwohnern zeigen: Hier sind nicht nur Vollblutökos unterwegs, sondern vor allem auch Menschen, die einfach die Ruhe genießen wollen und ohne lärmende Autos auskommen möchten. Vorwiegend Niedrigenergiehäuser wurden hier gebaut, die Stadt machte es zur Auflage, Dachbegrünung auf den Pultdächern anzulegen, eine ökologisch sinnvolle Maßnahme die gut in diese Siedlung passt. Auch wurde darauf geachtet, dass die Häuser nicht zu dicht stehen, man soll sich nicht eingeengt fühlen und entsprechend große Freischneisen sorgen für viel Natur und ermöglichen klimatisches Durchatmen.

In der Schwerter Siedlung ist nur das Be- und Entladen direkt vor dem Haus erlaubt, geparkt wird vor der Siedlung auf entsprechenden Stellplätzen. Für die Grünen ein realistischer Kompromiss, muss man sich doch eingestehen, dass es einfach Menschen gibt, die aufgrund fehlender Infrastruktur noch nicht auf das Auto verzichten können. Solange der Ausbau von ÖPNV derart schleppend vorangeht, kann man nicht von der Hand weisen, dass Autostellflächen auch in Ökosiedlungen bislang noch nötig sind. Nur müssen die Autos nicht direkt in der Siedlung stehen,  dort soll genug Platz zum Spielen und schlendern sein. Regelmäßig werden große Feste in der Siedlungsmitte gefeiert, kaum vorstellbar wäre diese Situation, würde alle 2 Minuten ein Auto passieren und die Menschen aufscheuchen. Die Siedlung ebnet auf einfachem Wege eine soziale Ebene unter Nachbarn, die sonst vielleicht nicht zustande gekommen wäre.

Was ist das Fazit unserer Fahrradtour? Viele der Mitfahrenden äußerten den Wunsch, auch gerne in so einer Siedlung zu wohnen. Leider gibt es etwas vergleichbares nicht in Unna. Daher haben die Grünen einen Antrag gestellt, dass bei zukünftigen Baugebieten geprüft wird, ob alternative Wohnformen möglich sind. So können wir etwas für die Zukunft und die Umwelt gleichermaßen tun – mit noch mehr Vorteilen für die Menschen die dort leben.

 

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