Mehr als ein Drittel aller Stimmen: Achtungserfolg für Ines Nieders-Mollik

Mehr als ein Drittel der Stimmen für die Grüne Ines Nieders-Mollik als zweite stellvertretende Bürgermeisterin: 16 Mitglieder des Stadtrates haben am Donnerstag für unsere Kandidatin gestimmt – und damit gegen das Stillstands-Einerlei von SPD und CDU, die mit 31 Stimmen ihren Kandidaten Frank-Holger Weber (CDU) ins Amt gehoben hat. Vier Ratsmitglieder enthielten sich der Stimme.

Für Ines Nieders-Mollik ist das Ergebnis ein großer Erfolg: 16 Stimmen bedeuten, dass neben den Grünen Ratsvertretern neun weitere Ratsmitglieder für unsere Expertin im Planungsbereich stimmten. Die 16 Ja-Stimmen sind auch ein Zeichen, dass sich mehr ein Drittel der Ratsmitglieder zu mehr Vielfalt im politischen Leben der Kreisstadt bekennen. Nicht zuletzt dies war ein Grund, weshalb Ines Nieders-Mollik zur Wahl angetreten ist: „Unna ist weltoffen und bunt und hat mehr zu bieten als Rot und Schwarz. Das wollten wir mit meiner Kandidatur zeigen.“ Die Wahl war notwendig geworden, weil der bisherige stellvertretende Bürgermeister Holger-Joachim Wiese (CDU) von seinen Ämtern zurückgetreten ist. Auch wenn es mit der Wahl am Donnerstag nicht geklappt hat: Den Bürgerinnen und Bürgern steht die Betreiberin des Cafés im ZIB auch künftig gern zur Verfügung, wenn diese etwas bewegt. Ein offenes Ohr hat sie immer.

Weiterlesen »

Kritische Massen in Unna

Es wird wieder gemunkelt, dass sich am Freitag eine Critical Mass in Unna anbahnt. Der wohl wahrscheinlichste Ort zum Betrachten dieses Schauspiels soll der Vorplatz des ZIB um 17 Uhr sein. Mal sehen!

Weiterlesen »

Wegweiser zur privaten Aufnahme von Flüchtlingen

Viele hilfsbereite Menschen denken derzeit über die private Aufnahme von Flüchtlingen auf. Sei es in einer WG oder die Vermietung eines Zimmers.

Wenn Sie diesen Schritt gehen wollen und entsprechenden Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können Sie sich in Unna an das Jugend- und Sozialamt wenden. Unter der Telefonnummer: 02303 – 103 557 erreichen Sie den Leiter der Verwaltung der städtischen Unterkünfte und Wohnraumsicherung. Herr Viertmann wird Ihre Wohnung aufnehmen und sich bei Ihnen melden, wenn eine geeignete Person oder Familie gefunden wurde. Die zu vermittelten Personen sind dann bereits registriert und haben eine längerfristige Erlaubnis in Deutschland zu bleiben.

Bitte beachten Sie dabei: Diese Möglichkeit besteht nur, wenn sich die Wohnung in Unna befindet. Sollte sich die Wohnung woanders befinden, kontaktieren Sie bitte das dafür zuständige Sozialamt.

Flüchtlinge, die erst seit kurzem in Deutschland sind und noch auf eine Vermittlung warten, wie beispielsweise in der Landesstelle Massen, werden in NRW von der Bezirksregierung Arnsberg betreut und fallen somit nicht unter die Betreuung der Stadt Unna.

Sollten Sie weitere Fragen bezüglich der Aufnahme von Flüchtlingen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

Weiterlesen »

Wir haben keine Fähigkeiten zur Weissagung aber einen gesunden Menschenverstand

Am 30.9. stellten wir einen Antrag, die Last der Lieferfahrzeuge in der Fußgängerzone bis zur endgültigen Durchführung der Sanierung auf 7,5 to zu begrenzen. Die Frage, für welche Tonnage die derzeitige Ausführung überhaupt ausgelegt sei, wurde seitens der Bauverwaltung als ausreichend und korrekt ausgeführt angegeben. Der Antrag als solcher wurde abgelehnt und als Vorschlag in die noch zu berufende Fußgängerkommission weiterempfohlen. Sicher hätte eine Annahme des Antrages am Donnerstag, d. 15.10. auch nichts mehr genutzt, als auf dem Lindenplatz 2 Platten in der Busspur durchgebrochen sind. Interessant ist die Aussage eines Bautechnikers, dass der Schaden offensichtlich durch eine Überlast entstanden sei. Beim Anheben der defekten Platte zeigte sich deutlich, dass die Platten weder vollflächig aufliegen ( eine tiefe Pfütze ist unter der Platte zu sehen) und sie nicht armiert sind. Bei einer Plattengröße von annähernd 2 x2 m scheint sie vorhandene Stärke wohl nicht auszureichen, wenn tagtäglich Busse, Trucks für Getränke, Kühlfahrzeuge für Lebensmittel darüber fahren. Wohl bemerkt als Lieferfahrzeuge bis 11h, wie vom Rat genehmigt. Dazu kommen zwischen 7 und 10 h und abends verstärkt von 16 bis 18.30 h Menschen, die die gewohnte Abkürzung nach Hause fahren, Taxen, die schnell mal durch fahren, Kranken – und Polizeifahrzeuge, die nicht im Einsatz sind. Kostenneutral beschäftigt bei der Sicherungsaktion waren mind. 4 Leute einer Baufirma, ein Mitarbeiter der VKU, ein Bauleiter des Kreises, 2 Elektriker, die Beleuchtungskörper abklemmen mussten, ein Baggerfahrer. Und das über Stunden. Vermutlich werden die Löcher, die augenscheinlich größer als 6 cm sind, mal wieder, wie in der Fußgängerzone üblich, mit Asphalt zu geschüttet.

Weiterlesen »

Grüne wollen grüne Bürgermeisterin!

Die Grünen aus Unna schicken zur Wahl des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters eine eigene Kandidatin ins Rennen: Mit großer Mehrheit nominierte das Plenum der Partei in seiner jüngsten Sitzung die Ratsfrau Ines Nieders-Mollik. Die Wahl wird notwendig, weil der bisherige stellvertretende Bürgermeister Holger-Joachim Wiese (CDU) von seinen Ämtern zurückgetreten ist. Als potenziellen Nachfolger hat die CDU bekanntlich Frank-Holger Weber nominiert.

Die Grünen möchten mit der Kandidatur von Ines Nieders-Mollik die Vielfalt im politischen Leben der Stadt auch in ihren Strukturen verankern. „Unna ist bunt und weltoffen. Dies wollen wir mit einer grünen Bürgermeisterin nach außen tragen“, sagt die Fraktionsvorsitzende Charlotte Kunert. Die Partei versteht die Kandidatur darüber hinaus ganz bewusst als Gegenentwurf zu den offenkundigen Absprachen von CDU und SPD, die sich auf eine Wahl Frank-Holger Webers verständigt haben. „Was die beiden großen Parteien beschließen“, so Charlotte Kunert, „ist ihre Sache. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass Unna mehr zu bieten hat. Ines Nieders-Mollik ist mit ihrer offenen und zugleich verbindlichen Art genau die richtige Kandidatin, dieses ‘Mehr‘ in der Öffentlichkeit zu repräsentieren.“ Die studierte Architektin war zuletzt Sprecherin des Vorstands von Bündnis 90/Die Grünen, mit der Kommunalwahl 2014 zog sie in den Stadtrat ein. Hier engagiert sie sich vor allem im Bereich der Stadtplanung. Beruflich betreibt sie das Café im ZIB, wo sie stets ein offenes Ohr für ihre Gäste hat – und mitbekommt, was die Menschen in Unna bewegt.

Weiterlesen »

Pfandkistenentfernung? Wenig sozial und sachdienlich!

Unnas Verwaltung fordert in der Presse die Entfernung der ohne Genehmigung an eine Laterne angebrachten Pfandsammelkiste vor dem Grünen SpontUN. Gleichzeitig will die  Verwaltung jetzt den Grünen Impuls am Bahnhof mit einen eigenen Selbstversuch nachmachen – schöner und teurer als Lochring um einen der schmucken Mülleimer.

Gern schenkt Grün der Verwaltung nach der Idee auch die eigene Pfandkiste, inkl. einer gemeinsamen Auswertung der Wirksamkeit der unterschiedlichen Modelle. Arten-Vielfalt der Pfandkisten macht Unnas Leben lebendiger, sauberer und sozialer. Große Freude löste Michaels Reinholds wunderschön gestaltete Pflandflaschen-Sammelanlage aus.

Weniger Müll in Unnas Innenstadt und kein unwürdiges in-Mülleimern-suchen für die Entsorgenden. Erfreulicherweise wird die Idee täglich in mehr Städten umgesetzt. Mehr zB:  www.facebook.com/pfand.gehoert.daneben

Weiterlesen »

Wechsel in der grünen Geschäftsführung

Unna. Personaltausch der Geschäftsführer bei der Ratsfraktion und dem Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen: Wie Partei und Fraktion jetzt bekanntgaben, übernimmt der bisherige Fraktionsgeschäftsführer Uwe Hermanski künftig die Aufgaben des bisherigen Parteigeschäftsführers Carsten Hellmann. Hellmann wird stattdessen künftig für die Fraktion tätig sein.

Der im Einvernehmen aller Beteiligten vereinbarte Personaltausch ist das Ergebnis einer Entwicklung, in der sich verschiedene Arbeitsschwerpunkte herausgebildet haben. „Mit dem Tausch haben wir diese Schwerpunkte mit unseren Strukturen in Einklang gebracht“, schildert Fraktionsvorsitzende Charlotte Kunert. So war Uwe Hermanski bereits vor der Kommunalwahl maßgeblich an der Öffnung des Parteitreffs SpontUN beteiligt, für zahlreiche Gruppierungen ist das Domizil in der Wasserstraße regelmäßiger Treffpunkt. Der Weiterentwicklung dieses Schwerpunkts soll mit der Personalie Rechnung getragen werden. Carsten Hellmann indes hat während seiner Tätigkeit für die Partei bereits einen Einblick in die Fraktionsarbeit bekommen. „Beide werden ihre bisherige Zusammenarbeit weiter fortsetzen und vom Wissen des anderen profitieren“, sagt Ortsverbandssprecherin Dorothee Kuckhoff. Der Wechsel wird auch Thema einer Mitgliederversammlung am 28. Oktober sein, bei der die Grünen unter anderem die thematischen Schwerpunkte für das kommende Jahr festlegen möchten und ihre offenen Vorstandsposten nachbesetzen möchten.

Weiterlesen »

Zur Asylpolitik

Prinzipien in der Politik zu haben ist gut. Und es ist unzweifelhaft ein richtiges Prinzip, das Asylrecht als individuelles Recht zu betrachten, das nicht ausgehebelt werden darf, indem Herkunftsländer zu sicheren Staaten erklärt werden. Mit Recht haben die Grünen die entsprechende Grundgesetzänderung 1993 abgelehnt.

Freilich: wer immer nur seine Prinzipien vor Augen hat, läuft Gefahr, die komplizierte Wirklichkeit zu übersehen. Jeder weiß, welche Probleme das eigentlich so richtige Prinzip des Pazifismus derzeit macht, wenn man die unübersichtliche Realität ernst nimmt. Und so geht es zur Zeit auch mit dem Asylrecht.

Zu den 30 längst vom Gesetzgeber als „sicher“ deklarierten Herkunftsländern sollen drei dazukommen – so will es die große Koalition und hat es mit machtvoller Mehrheit im Bundestag beschlossen. Deren Motive dafür sind schäbig. Und weil im Bundesrat die Zustimmung eines rot-grün regierten Landes erforderlich ist, hat man sich ein ebenso schäbiges Zusatzangebot zurechtgelegt: drei klassische Schikanen im Asylrecht, die sich die Parteien der GroKo in der Vergangenheit ausgedacht haben, sollen fallen: das Arbeitsverbot für Asylbewerber, die Residenzpflicht sowie die Verpflichtung zu „Sachleistungen“ statt Geldleistungen für sie. Sie sollen natürlich nur dann fallen, wenn die Grünen im Bundesrat zustimmen. Klar ist das Angebot schäbig: man gibt zu, dass diese Schikanen keineswegs erforderlich sind, will sie aber dennoch nicht aufheben – nur dann, wenn die Grünen den neuen drei sicheren Herkunftsländern über die Hürde helfen.

Soweit so traurig; traurig für die Moral von CDU und SPD. Aber was soll man da als Grüner tun? Sich über diese Moral ereifern, an seinen Prinzipien festhalten und also die Rechtsänderung ablehnen?

Weiterlesen »

Grün-aktiv mit Witz und Charme: Werner Neumann wird 80

RTEmagicC_Werner_04.jpgWerner Neumann auf der Straße zu treffen ist immer ein Vergnügen. “Hör’ mal, was ist denn da los?” Und schon ist man in ein längeres Gepräch verwickelt. Wenn Werner dabei lacht, tut er das ziemlich laut und bewegt den Kopf dabei außergewöhnlich stark, während die Augen munter blitzen. “Ach ja, und er kann gut Leute veräppeln, indem er Geschichten erzählt, die man wirklich glaubt. Ich bin zweimal auf ihn hereingefallen!”, sagt uns ein Mitglied der Partei.

Krieg und verstockte Nachkriegszeit haben Werners Haltung geprägt. Soziale Gerechtigkeit war immer sein Thema. Werner Neumann hat lange im Management eines Konzerns gearbeitet. Er kommt aus Essen-Werden und man merkt ihm das etwas westlichere Ruhrgebiet irgendwie an. Schalke-Fan ist er und dazu gehört am Hellweg echtes Standvermögen.

Mitte der 1980er Jahre war Werner im Ährensachevorstand – einer lokale Erzeuger-Verbrauchergemeinschaft, die ihre Bioprodukte zunächst im SpontUN an der Massener Straße anbot. Für die Lindenbrauerei engagierte er sich im Vorstand des Trägervereins. Als begeisterter Radrennfahrer half Werner Neumann bei den Osterradrennen und wen wundert es also, dass er erster ADFC-Orts- und Kreissprecher wurde.

Über ein Dutzend Jahre war er grüner Kreisschatzmeister und ebenso lange Ortskassierer. Mit Witz und Charme trug er lange Zahlenreihen vor und hielt die Kassen in Ordnung. Geduldig besuchte er die Ortskassierer*innen mit Ratschlägen und großzügigen kleinen Aufmerksamkeiten. Säumige Beitragszahler*innen wurden Anfang Dezember mit freundlichen Telefonanrufen bedacht, die durchaus eine Stunde dauern konnten, da Weltlage und Gemütslagen nicht zu kurz kommen durften.

Im Alter ist es etwas ruhiger um Werner Neumann geworden. Ein Unfall macht das Gehen beschwerlich.

Weiterlesen »

Ehrung für geräderte Grüne PLUS

Integrationsratsvorsitzende Ksenija Sakelsek ehrte mit anrührenden Worten die Grünen Flüchtlingsräder-AG. Ähnlich wie die gleichfalls geehrte Spielstube der Diakonie in der Massener Flüchtlingserstaufnahme, sind die bürgerschaftlichen Hilfsangebote, die praktische Kontakte herstellen. Frei nach dem Motto: „aus Problemen Chancen machen!“

Sichtlich gerührt gab Hermann Strahl den Dank weiter an den Flüchtlingshelfer*innenkreis. (Im Bild von links: Kirsten Jeck, Jana Rump, Katyana Lerch) und dankte aucht den gut 100 radspenden Bürger*innen. 73 Räder wurden inzwischen an Flüchtlinge übergeben, nachdem man sie zusammen (im Bild von links das Schraubteam: Carsten „Schraube“ Hellmann, Wilhelm Sommer, Hermann Strahl, dahinter verdeckt Herbert Keßler, nicht im Bilde Björn Merkord und Hartmut Rosenstengel) aufgearbeitet hatte. „Statt im Keller zu rosten geben sie jetzt Flüchtlingen bewegten Zugang in das Stadtleben.

Am 5. Oktober, 15 Uhr, ist die nächste Radübergabe in der Grünen Geschäftsstelle SpontUN, Wasserstraße 13. Räder können werktags von 10 bis 13 Uhr abgegeben werden. Voranmeldung unter 14511 ist günstig, denn die Lagermöglichkeiten sind begrenzt. Helfende Hände sind übrigens gern gesehen. Und auch helfende Herzen denn der Caritas-Flüchtlingspatenkreis bereitet sich auf neue Flüchtlingszuweisungen nach Unna, wahrscheinlich noch in diesem Jahr vor.

Weiterlesen »