Die 2000er

Foto von Albert Hartmann und Kerstin Müller

Albert Hartmann und Kerstin Müller

2000

Beim traditionellen Neujahrsempfang der GAL sagt Fraktionschef Albert Hartmann zur neuen Situation im Unnaer Stadtrat, es sei nicht ganz einfach, aus der Rolle der Opposition heraus in eine Position zu wechseln, in der man mehr Verantwortung trage und in der auch Kompromisse nötig seien. In der Regierungszusammenarbeit müssten sich SPD und GAL jedoch noch als eigenständige Partner erkennen können. Dörte Strübli und Wolfgang Patzkowsky werden bei dem Neujahrstreffen von der GAL für ihr besonderes Engagement in Umwelt- und Stadtbelangen geehrt.

Als neuer Kulturausschuss-Vorsitzender lädt Uli Brinkschulte-Kunert im Januar Vereine, Kulturamt, Künstler und Einzelpersonen zu einer Diskussionsrunde ins Rathaus ein. Als Ergebnisse werden unter anderem regelmäßige Treffen und die Nutzung der Bürgerhalle für Ausstellungen vereinbart. Einigkeit besteht jedoch insbesondere auch darin, dass in den nächsten Jahren keine weiteren Kürzungen des Kulturetats gedultet werden sollen, da in den vergangenen Jahren bereits 1,2 Millionen Mark gestrichen worden seien. Zum Vergleich nennt Uli Brinkschulte-Kunert die veranschlagten Kosten von 3 Millionen Mark für den diskutierten Viktoria- Durchstich. Im Bereich Kultur müsse in der Politik eine vergleichbar starke Lobby geschaffen werden, wie es sie im Bereich Verkehr gebe.

Im Kampf gegen einen Ausbau des Dortmunder Flughafens und abzusehende Folgeprobleme sowie für den Schutz der betroffenen Menschen wehrt sich die GAL weiterhin gegen den Druck von Landes- und Bezirksregierung sowie Flughafenvertretern. Hartmut Bansi kritisiert im Februar, dass beim Anwohnerschutz nur der Dauerschallpegel berücksichtigt werde. Außerdem sagt er voraus, dass statt des vorgegebenen Geschäftsreiseverkehrs im wesentlichen Tourismusflüge vorgesehen seien. Gudrun Bürhaus kritisiert im gleichen Monat die Äußerung des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Hans-Jürgen Weigt, der Flughafenausbau sei nur noch schwer zu stoppen. Über den trotz tausendfachen Widerstandes genehmigten Ausbau der Rollbahn auf 2.000 Meter informiert die GAL auf dem Unnaer Marktplatz. Nur mit einer Klage sei der Ausbau noch zu verhindern. Im März fordert der verkehrspolitische Experte der GRÜNEN Peter Eichenseher (MdL) bei einer Wahlkampfveranstaltung in Massen eine neue Luftverkehrskonzeption. In den Folgemonaten wehrt sich die GAL immer wieder gegen den Bau der Stadtautobahn OWIIIa durch Unnaer Gebiet und gegen die wachsende Lärmbelästigung durch Auto- und Flugverkehr.

Charlotte Kunert kritisiert im Februar, dass für Jugendliche in der Innenstadt keine Freizeitmöglichkeiten geschaffen würden. Jugendliche im Bereich des Rathauses und auf dem Katharinenplatz seien Kirche und Stadtverwaltung ein Dorn im Auge. Für die zahlende Käuferschicht, die leise in die Geschäfte geht, viel kauft und dann schnell wieder nach Hause fährt, werde hingegen gesorgt.

Im März beschließen die Fraktionen von SPD und GAL wichtige Eckpunkte zum Haushalt 2000: Ganz Unna soll dem Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr angehören. Eine Disco für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren soll in der Lindenbrauerei eingerichtet werden. An der Massener Straße soll das geplante Parkhaus gebaut werden. Vor einer Entscheidung über die Victoria-Passage und den Durchstich Hammer Straße / Friedrich-Ebert-Straße soll ein neues Gutachten erstellt werden.

Die Diskussionen um Planungen zur Victoria-Passage und zu einem Straßendurchstich zwischen der Friedrich-Ebert- und der Hammer Straße bilden den schwierigsten Punkt bei den Gesprächen über eine Zusammenarbeit zwischen SPD und GAL. Im März erreicht die GAL, dass das gesamte Vorhaben in seinen Auswirkungen auch für FußgängerInnen, RadfahrerInnen und Busse mit einem neuen Gutachten untersucht wird. Bevor das Ergebnis des Gutachtens vorliegt wird nach Indiskretionen bekannt, dass der Inverstor der Victoria-Passage jeweils 5.000 Mark an Unnas CDU und SPD gespendet hat. Die GAL verurteilt sowohl die Tatsache der Spenden als auch die Art und Weise der Überbringung in einem offenen Brief an die Mitglieder von SPD und CDU scharf: “Getarnte Verrechnungschecks vom Rats-Beschluß-begünstigten Großinvestor werden nach telefonischer Ankündigung Fraktionsvorsitzenden in die Briefkästen geworfen. Die informieren nur wenige selbst ausgewählte Parteifreunde…, und alles darf weitergehen?” In dem neuen Gutachten zum Victoria-Projekt wird Mitte Juni der zweispurige Kreisverkehr in einem Netz mit Durchstich Viktoriastraße als “einzige auch in Zukunft funktionstüchtige Lösung” bezeichnet. Die GAL gibt daraufhin zum Durchstich ihre Zustimmung, verbindet sie jedoch mit der Forderung nach mehreren kompensatorischen Maßnahmen: Ausweisung der Uelzener Heide als besonders schützenswerter Raum, Umbau der südlichen Friedrich-Ebert-Straße zur “attraktiv gestalteten Wohn-, Flanier- und Spielstraße”, Einrichtung eines Mobilitäts-Managements im Rathaus im Rahmen einer 30-Stunden-Stelle und Überprüfung der Wachstumsraten im Flächennutzungsplan-Verfahren unter Maßgabe der Verkehrsminderung.

Mitte März schlägt die GAL die Einführung eines Schülertickets vor. Für 14,50 DM sollen Schülerinnen und Schüler jederzeit Busse und Bahnen im Einzugsbereich der Unnaer Schulen benutzen können.

Im Mai veranstaltet die GAL auf dem Alten Markt ein Interview mit der Bundesparteivorstandssprecherin der GRÜNEN, Gunda Röstel. Auf der Veranstaltung will die GAL auch auf das Enteignungsverfahren anlässlich des Flughafenausbaus in Dortmund hinweisen.

Foto Vorne: Barbara Streich, Jochen Nadolski-Voigt. Mitte hinten: Gunda Röstel

Vorne: Barbara Streich, Jochen Nadolski-Voigt. Mitte hinten: Gunda Röstel

Barbara Streich, Theo-Otto Freihold und Jochen Nadolski-Voigt kandidieren bei den Landtagswahlen und erhalten im Kreis Unna 6,3 % der Stimmen.

Ende Juni macht der Arbeitskreis “Fahrradfreundliches Unna” eine zwölf Kilometer lange Radtour entlang der City-Grenze, um Problemstellen für Radler aufzudecken. Auch Verkehrsplaner Christian Maßmann radelt mit und spricht kritische Punkte auf Band. Als Sprecher des Arbeitskreises lobt Hermann Strahl anschließend das parteiübergreifend nette Klima, weist jedoch auch auf mehrere Gefahrenstellen für Radler und fehlende Radwege-Verbindungen hin.

Zusammen mit Jusos und verschiedenen SchülervertreterInnen setzt sich die Jung-GAL für die Einrichtung einer Jugenddisco ein.

Ein Brief des Landschaftsverbandes, in dem Bäume an der Hammer Straße als Gefahr und mögliches Hindernis bezeichnet werden, wird im Umweltausschuss mit allgemeinem Kopfschütteln aufgenommen. “Bäume fahren nicht vor Autos” schreibt Gudrun Bürhaus in einem Leserbrief und gibt damit eine Reaktion des Ausschusses wieder. Die Bäume dienten als optische Bremse, da ohne sie die Straße breiter erscheinen würde. Statt die Bäume zu fällen, sollten sie durch Markierungen optisch deutlicher hervorgehoben werden. Auch eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit an Alleen sollte erwogen werden.

Text Aktion GAL 2000

Förderung des Nahverkehrs auf Eigeninitiative der GAL

Auf Initiative der GAL findet im Juli eine ÖPNV-Konferenz von Stadt- und Kreisverwaltung, Bahn, Busunternehmen und Fahrgästen statt, um Verbesserungsmöglichkeiten für Unnas öffentlichen Personen-Nahverkehr zu diskutieren. Die Konferenz einigt sich auf eine Werbeinitiative, um das vorhandene Angebot potenziellen NutzerInnen besser bekannt zu machen. Gleichzeitig kündigt Hermann Strahl an, einen Antrag auf Einrichtung einer halben Stelle im Rathaus zur Förderung des Nahverkehrs einzubringen.

vvoje0x1Im September diskutiert die GAL zusammen mit Vertretern der Bahn auf dem Alten Markt mit BürgerInnen darüber, was getan werden muss, um mehr Menschen zum Bahn Fahren zu bewegen. Einige Wochen später bringen Stephanie Schmidt und Hermann Strahl in Eigeninitiative Fahrpläne und Hinweisschilder am Bahnhof an, nachdem seitens der Bahn lange Zeit nicht auf entsprechende Bitten reagiert worden ist. Der Antrag auf Einrichtung eines Mobilitäts-Managements im Rathaus wird von GAL und SPD Anfang November zusammen mit der Forderung nach einem Stopp des Ausbaus der Osttangente in den Rat eingebracht.

Begleitet von Uli Brinkschulte-Kunert vom Kulturausschuss und Roland Lutz, dem Geschäftsführer der Drogenberatung, macht im September die Jung-GAL auf sich aufmerksam. Mit einem Kiffer-Sit-In im Stile der 68er auf dem Alten Markt setzen sie sich für die Duldung weicher Drogen ein. Der drogenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hubert Hüppe fordert daraufhin den Rücktritt von Roland Lutz. Die Anonyme Drogenberatung solle keine Kreismittel mehr erhalten, wenn deren Geschäftsführer die “dümmliche und gefährliche Aktion pubertärer Jugendlicher” unterstütze.

2001

Foto Infostand zur BSE-Problematik mit Claudia Keuchel und "Kuh"

Infostand zur BSE-Problematik mit Claudia Keuchel und „Kuh“

Im Rahmen des Neujahrsempfanges ehrt die GAL Gabi Jöhnk vom ADFC und die Grünen Damen des ev. Krankenhauses.

Als im Januar eine Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes ( FNP) erfolgt, mahnt die GAL zur Zurückhaltung in der Flächenausweisung für Wohnungen und Gewerbe. Sie will die Zahlen des Entwurfes der Verwaltung halbieren, da voraussichtlich nur mit 150 statt mit 300 neuen BewohnerInnen pro Jahr zu rechnen sei. Das Bevölkerungswachstum sei in den letzten Jahren zurückgegangen. “Solidarisch gegenüber Natur, Nachbarn und Nachwuchs” zu sein sieht die GAL als ihr Motto in dieser Frage. Im Februar ruft sie daher einen Architekten-Wettbewerb aus. Bauausstellungen sollen gelungene Häuser und Gewerbe-Ansiedlungen sowie sinnvoll umgewandelte Brachen zeigen. Einen Monat später fordert die GAL den Stadtrat auf, das ökologische Freiflächensicherungskonzept der Stadt von 1998 in den FNP einzubinden. Anfang September geht der Vorentwurf des FNP mit einer Wanderausstellung in den Ortsteilen und einer Internet-Präsentation in die öffentliche Diskussion, wobei die GAL das Einfließen ihrer Forderungen vermisst. So sollten z. B. Überschwemmungsgebiete neu festgelegt werden, weil Bachläufe sich im Vergleich zu den alten Daten verändert hätten. Besonders die Bewohner des geplanten Baugebietes am Lünerner Bach könnten im Falle einer Überschwemmung unerwartet von Wasserschäden betroffen sein. Außerdem seien Schutzstreifen um alle Gewässer notwendig, um die artenreichen Biotope der Uferregionen zu erhalten.

Zu Anfang des Jahres drängen SPD und GAL auf die Einrichtung einer eigenständigen Mobilitätsberatung. Die gewünschte neue Stelle soll durch gezieltes Mobilitäts-Managemant die knappen Mittel für ein verbessertes Verkehrsangebot optimal nutzen. Die CDU ist gegen eine Neueinstellung und will das dafür benötigte Geld lieber direkt in das Verkehrsangebot fließen lassen. Im April kann die neue Stelle des Mobilitäts-Managers für 2002 durchgesetzt werden und im Herbst geht die Stelle in das Ausschreibungsverfahren.

Die CDU schlägt die Abschaffung der Baumschutzsatzung vor und will statt dessen auf die Eigenverantwortlichkeit der Bürger setzen. Negative Erfahrungen, z.B. aus Fröndenberg, veranlassen die GAL zum Protest gegen diesen Vorstoß. Sie vermutet die sofortige Fällung wertvoller Baumbestände, sollte die Baumschutzsatzung abgeschafft werden. Im April wird die Satzung mit knapper Mehrheit verteidigt.

CDU, SPD und GAL diskutieren im Februar über die neue Ortsumgehung im Osten der Stadt. GAL und SPD plädieren für die kürzere Ostspange, die den Verkehr vom Autobahnzubringer A 443 auf die Saarbrücker- und dann auf die Viktoriastraße lenken würde. Zur Entlastung der Morgen-, Uhland- und Höingstraße favorisieren sie eine aufwändige Tunnellösung. Die CDU verteidigt die lange Osttangente bis zur Zechenstraße. Diese ginge jedoch durch die Uelzener Heide in Höhe des Kordelbaches, der 2004 für 18 Millionen DM renaturiert und zu einem Naherholungsgebiet werden soll. Relative Einigkeit herrscht dagegen in der Frage der Westtangente über den Afferder Weg bis zum Kamener Karree. Zwar hat die GAL Bedenken, ist aber zu Gesprächen bereit.

Für die Victoria-Passage liegt Anfang des Jahres ein neues Konzept über 17.500 m² Verkaufsfläche vor, 5.600 m² mehr als im Ratsbeschluss erlaubt. Die GAL droht mit dem Ausstieg aus der Kooperation, sollte die SPD den Plänen in vorgesehener Dimension zustimmen. Ende des Jahres, nach dem teilweisen Einlenken der Investoren und einer Verringerung der geplanten Größe auf 14.530 m², beantragt die CDU einen erneuten Sachstandsbericht der Standorte Mühle Bremme, real und Victoria und erntet vehemente Kritik von Hermann Strahl. Das Verhalten der CDU zur Einzelhandelssituation sei “schändlich, schädlich und beschämend” und die CDU ein “Risikofaktor”. Inzwischen würden alle Fraktionen den Standort Victoria ablehnen, nur die CDU beziehe keine Stellung und verunsichere so Investoren für die Gelände Mühle Bremme und real.

Als das Stadtwerke-Beratungszentrum den Umzug ins Rathaus-Erdgeschoss plant, regt die GAL eine Neuaufgreifung des Bürgerrathaus-Konzeptes mit allen Beratungsstellen unter einem Dach an, um den BürgerInnen unnötige Wege durch die Stadt zu ersparen.

Foto Boule-Turnier

Siegerehrung! Hans Walter Schäkermann und Norbert Posch sind die glücklichen Gewinner des Boule-Turniers

Am 1. Mai veranstaltet die GAL ihr zehntes Boule-Turnier “Green Open” auf dem Spielplatz hinter dem Kindergarten in Lünern.

Mitglieder der mit der GAL befreundeten Partei aus Waalwijk kommen zu einem Besuch nach Unna. Stephanie Schmidt organisiert eine Bus-Tour zu Sehenswürdigkeiten aus der Bergbau-Geschichte der Region.

Auf Initiative der GAL ist Michael Vesper, NRW-Bauminister und -Vizeministerpräsident, im Juni erneut zu Besuch in Unna. Er zeigt sich beeindruckt vom Lichtkunstzentrum im Kellergewölbe der Lindenbrauerei und versichert der Stadt die erhoffte Förderung des für das kommende Jahr geplanten Zentrums für Information und Bildung (ZIB) bis zur Fertigstellung. Vesper stimmt der Vermutung der GAL zu, Unna sei prädestiniert, an dem NRW-Wettbewerb “Licht in die Stadt” teilzunehmen, dessen Sieger vom Land zu 60% bezuschusst werden sollen. Auch als Triennale-Schauplatz wünscht sich die GAL die Brauerei. Das Theater-Projekt wird landesweit mit 30 Millionen DM gefördert.

Nach einem Lärmgutachten kommt das Bornekamp-Areal als Skaterbahnstandort nicht mehr in Frage. Die GAL plädiert für einen Standort in der Innenstadt und hält das Einbeziehen der Skater in die Diskussion für unerlässlich. Falls nur ein Standort außerhalb der Innenstadt realisiert werden könne, müsste die Anlage dann besonders attraktiv sein, um angenommen zu werden. Die auf Antrag der GAL und der SPD zur Verfügung stehenden 70.000 DM würden in diesem Fall eventuell nicht ausreichen.

Da sich die Parkraumsituation durch Neubauten verändert habe, aber kein angepasstes Bewirtschaftungskonzept vorhanden sei, fordert die GAL von der Verwaltung ein “Parkraum-Komplett-Konzept- Innenstadt”. Sie hält den zweiten Bauabschnitt des Parkhauses an der Massener Straße für überflüssig und befürchtet Defizite durch eine zu geringe Auslastung wie im Fall der beiden Tiefgaragen. Im September beschließt der Haupt- und Finanzausschuss den Bau des Parkhauses in einem Zug, da dies günstiger sei als die Unterteilung in zwei Bauabschnitte. Erneut fordert die GAL ein Parkkonzept für das ganze umliegende Viertel.

In dem von der GAL herausgegebenen Heft “ Ante Portas oder Zu Hause – Kultur als Homepage oder Tempelflucht – Essayistischer Versuch einer interkulturellen Bestandsaufnahme nach Überschreiten der Jahrtausendschwelle” von Peter Möbius wird eine Stärkung der Bürger-Kultur gefordert. Die GAL regt die Einrichtung eines Kultur-Kontors an, das die Koordinierung und Organisation aller bürgerschaftlichen Kultur in Unna übernehmen soll. Das Kontor solle dem Land NRW als Modellprojekt vorgeschlagen werden, um auf diesem Wege die nötigen Mittel zu erhalten.

Zwei Wochen nach den Anschlägen vom 11. September in den USA lädt die GAL Mitglieder des Ausländerbeirates, der ev. Kirche, des Türkisch-Islamischen Kulturvereins sowie des Alewitischen Kulturvereins zu einem Gespräch zum Thema “Schuld und Verantwortung” ins SpontUN ein. Die Diskussion über den Umgang mit den Anschlägen soll einen sachlichen Dialog mit möglichst vielen Kulturen der Stadt in Gang setzen.

Im Oktober veranstaltet die Jung-GAL eine Malaktion zum Thema Toleranz. Vier von einer Jury ausgewählte Motive kommen in 10.000facher Auflage als Gratispostkarten zum Einsatz.

Im November initiiert die GAL den ersten “Runden Tisch für Toleranz”. VertreterInnen christlicher und muslimischer Gruppen werben in der Moschee für mehr Sachlichkeit in der Diskussion nach den Anschlägen in den USA. Uli Brinkschulte-Kunert erzählt von negativen Erfahrungen mit einer Koranschule in Kamen, woraufhin der Unnaer Moscheeverein seine tolerante Ausrichtung als vom türkischen Staat geförderter DITIB-Verein betont. Betroffen zeigt sich der ehemalige Pfarrer Jürgen Düsberg, als von Anfeindungen gegenüber Kopftuch tragenden Frauen berichtet wird. Ein dauerhafter Austausch soll durch zweimonatliche Treffen ermöglicht werden.

Bei einem Aktionstag der Jung-GAL in Zusammenarbeit mit “ART at WORK” und der “Arbeitsstelle Weltbilder” aus Münster sind PassantInnen im November auf dem Alten Markt dazu aufgefordert, Vorschläge für eine friedlichere Welt mit blauer Farbe auf eine große, luftgefüllte Weltkugel zu schreiben. Unter dem Motto “Blaue Hände für Ausländerfreundlichkeit und Frieden” ist das internationale Projekt zur Zeit in ganz Deutschland unterwegs.

2002

Foto Geehrte des Neujahrsempfang

Von links nach rechts: H. Strahl, G. Bürhaus, A. Hartmann, R. Tingelhoff, F. Ostendorff, M. Reinold, U. Riekenbrauck

Bei ihrem Neujahrsempfang ehrt die GAL Remona Tingelhoff vom Café zur alten Post für ihre kulturellen Aktivitäten in Königsborn sowie Michael Reinold, Chef des City-Werberinges und Inhaber des Rückgrat-Ladens, für sein herausragendes Engagement zu Gunsten des Unnaer Einzelhandels.

Der Verteidigungsexperte von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Winni Nachtwei, ist zum wiederholten Male bei der GAL in Unna zu Gast. Bei der Veranstaltung wird eine Bilanz aus dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr gezogen.

Im Februar wird die aus Containern bestehende Behelfsunterkunft der Volksbank Unna Schwerte eG gegenüber des Standesamtes aufgebaut. Die Fertigstellung des neuen Bankgebäudes ist für 2004 angesetzt. Wegen der Neubaumaßnahme musste der alte Friseurladen Düllberg bereits abgerissen werden, die Häuser Klosterstraße 15 und 17 sollen folgen. Die GAL bedauert besonders den Abriss letzteren Gebäudes als ein Stück Alt-Unna.

Als im März etliche Bäume entlang der B1 aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden, kritisiert die GAL den Zeitpunkt der Aktion. Die Fällung sei radikal und ohne Rücksicht auf die Brutperiode der Vögel durchgeführt worden. Anders als private Grundstücksbesitzer benötigt der Landesbetrieb Straßenbau für die Beseitigung von Bäumen keine Genehmigung der Stadt.

Am 5. März kommt die Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion Sylvia Löhrmann auf Einladung der GAL nach Unna. Thema der Diskussion sind der Schulstandort Unna und die Konsequenzen aus der PISA-Studie.

Nach der gelungenen Aktion, “Vergessene Orte” in Unna über längere Zeit mit Lichtkunst in Szene zu setzen, wünschen sich SPD und GAL eine Wiederholung dieses Projektes. Sie wollen in der Stadt einen Schwerpunkt auf das Licht als Gestaltungsmittel legen und z.B. den Turm der Stadtkirche und die Stadtmauer dauerhaft beleuchten.

Die GAL regt an, dem Fachbereich Jugend und Soziales mehr Entscheidungskompetenz über städtische Bolz- und Spielflächen zu übertragen. Ein Spielflächenbedarfsplan solle als übergreifendes Konzept aufgestellt werden.

Während sich CDU und SPD im April in der Frage über die Zukunft der Eissporthalle am Bergenkamp für das vom derzeitigen Betreiber angestrebte Ice & Fun-Konzept aussprechen, hält die GAL ein Kinder- und Trendsport-Abenteuerland für die bessere Lösung. Das Risiko durch Betriebskosten sei bei der Eishalle zu groß. Die Eismaschine sei überaltert und wegen fehlenden Geldes nicht zu ersetzen. Das Abenteuerland würde der Stadt zudem jährlich 85.400-100.000 € an Zuschüssen ersparen. Auch die Skaterplatzdiskussion wäre dann gelöst. Im Juni stimmt eine Mehrheit im Rat für den Fortbestand der Eissporthalle.

Die GAL fordert das Ende der Fachausschüsse. 1999 als Verwaltungsreformprozess gedacht, sollten sie politische Entscheidungen transparenter machen. Diese Wirkung sei verfehlt worden, statt dessen würden nun Themen in vier Ausschüssen nacheinander besprochen. Um das für 2003 angestrebte Ziel eines schlanken Ausschusssystems zu erreichen, fordert die GAL vom Verwaltungsvorstand bis zum 1. Juli einen Sachstandsbericht über die Anliegen der in der letzten Ratsperiode betriebenen Verwaltungsreform.

Im Juni fordert die GAL die längst beschlossene Markierung von Zebrastreifen für den Kreisverkehr an der Friedrich-Ebert-Straße ein, im Oktober pocht sie auf einen sicheren Überweg an der Kantstraße sowie auf eine Fußgänger-Ampel an der Kleistraße im Einmündungsbereich der Unnaer- und der Karlstraße.

Um einen Kreisverkehr an der Hammer-/Viktoriastraße zu bauen, benötigt die Stadt 280 m² des Victoria-Geländes. Die City-Gewerbecenter GmbH zeigt sich dazu “im Rahmen einer Gesamtlösung” bereit. Albert Hartmann bezeichnet diese Haltung der Investoren als Erpressung. Als CDU-Fraktionschef Manfred Wißelmann das geplante Einkaufszentrum mit einem weißen Segelschiff vergleicht, das trotz stürmischer See nun einen sicheren Hafen ansteuere und vor Anker gehen solle, kontert Hermann Strahl mit einem passenden Zitat aus der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill: “Und das Schiff mit acht Segeln und mit fünfzig Kanonen wird beschießen die Stadt. Meine Herren, da wird wohl Ihr Laden aufhören, denn die Mauern werden fallen hin und die Stadt wird gemacht dem Erdboden gleich…”

Am 29. Juni veranstaltet die GAL im Schalander eine Gesprächsrunde mit Claudia Roth. Uli Brinkschulte-Kunert plaudert mit der Bundesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN über die Zeit zwischen 1977 und 1981, als sie in Unna wohnte und z.B. beim Hoffmanns Comic Theater aktiv war. Im politischen Teil fordert Roth als Vertreterin der GRÜNEN die Globalisierung der Menschenrechte und die Einrichtung von mehr Ganztagsschulen.

Am 21. August beradelt die GAL die vom Flächennutzungsplan betroffenen Bereiche Königsborns, um sich vor Ort ein Bild der Situation zu verschaffen.

Am 21. August beradelt die GAL die vom Flächennutzungsplan betroffenen Bereiche Königsborns, um sich vor Ort ein Bild der Situation zu verschaffen.

Die CDU akzeptiert den Ratsbeschluss des vergangenen Jahres zur Schaffung einer Mobilitäts-Management-Stelle nicht und beantragt den Verzicht auf die Neueinstellung. SPD und GAL weisen darauf hin, dass die Position bereits Bestandteil des Stellenplanes sei. Im Juli wird Dörte Strübli aus vier KandidatInnen für die Stelle des Mobilitäts-Managements ausgewählt. Bürgermeister Volker W. Weidner beanstandet die Wahl und wendet sich Unterstützung suchend an den Landrat. Weidner kritisiert, dass Dörte Strübli kein technisches Studium absolviert hat, obwohl dies doch Teil des Anforderungsprofiles der Ausschreibung gewesen sei.

Am 1. September trifft sich die GAL mit Bürgern zum traditionellen Boule-Turnier auf dem Bolzplatz in Königsborn.

Die GAL spendet Unnas sächsischer Partnerstadt Döbeln 1.000 €, als diese wie viele andere europäische Städte von der Flutkatastrophe betroffen ist.

Ab sofort ist die GAL mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten: www.gal-unna.de

JungGALierin Anne Kunert, Friedrich Ostendorff

JungGALierin Anne Kunert, Friedrich Ostendorff

Vor der Bundestagswahl lädt die Jung-GAL zu einer “Grasgrünen” Wahlparty in das Atelier der Lindenbrauerei ein. Den Auftakt der Party bildet eine Diskussionsrunde mit grünen Politikern zum Thema “Warum Grün wählen?”.

Als eine Boeing 737 im Landeanflug über die Massener Sonnenschule fliegt, lösen sich einige der Dachpfannen und stürzen zu Boden. Erst vor kurzem ist die Tonnage-Begrenzung geändert worden, so dass nun auch große Düsenmaschinen am Flughafen Dortmund-Wickede verkehren dürfen. Die GAL fordert die sofortige Korrektur dieses Beschlusses und das Ende der Diskussion um eine Aufhebung der Tonnage- Begrenzung. Sie vermutet Wirbelschleppen als Auslöser des Schadens, was Vertreter des Flughafens jedoch zurück weisen. Friedrich Ostendorff, grüner Bundestagskandidat, warnt: “Wir können nicht warten, bis es Tote gegeben hat”.

Am 21. September gehen Unnaer Kinder auf musikalische Weltreise. Uli Bär von der Jugendkunstschule begleitet das von der GAL veranstaltete Kinderkonzert.

Den Ausgang der Bundestagswahl am 22. September verfolgt die GAL im Atelier der Lindenbrauerei. Anwesend ist auch Bundestagskandidat Friedrich Ostendorff, Bergkamener Landwirt, der als Achter der Landesliste nun für die GRÜNEN ins Parlament einzieht. Die GRÜNEN erhalten im Kreis Unna 7,3 % der Stimmen.

Im Rahmen der nachfolgenden Koalitionsverhandlungen für die neue Bundesregierung beschließen SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Erneuerung des Fluglärmschutzgesetzes und damit die Verbesserung des Lärmschutzes an deutschen Flughäfen. Die bislang geltende Grenze von 75 Dezibel Dauerschallbelastung wird von Wissenschaftlern schon seit Jahren als gesundheitsgefährdend eingeschätzt.

Die Verwaltung strebt an, den Rathausplatz von jugendlichen Skatern zu befreien und sucht nach Alternativen. Der Brockhausplatz und das Schulzentrum als Standorte für einen Skaterpark können nach Meinung der GAL aber nur zweite Wahl sein. Sie schlägt vor, die Half-Pipe des Eissporthallenbetreibers dauerhaft zu mieten und im Stadtgarten aufzustellen.

Bei der Wahl zum vierten Beigeordneten im November kann sich der von der CDU aufgestellte Kandidat Uwe Kutter (SPD) mit den Stimmen der CDU und der GAL gegen den SPD-Favoriten Matthias Immick (SPD) durchsetzen. Kutter, bisheriger Sozialdezernent in Hemer, wird für die Fachbereiche Bürger und Umwelt sowie Jugend, Soziales und Wohnen zuständig sein.

Am 11. Dezember ist der Züricher Journalist Andreas Zumach auf Einladung der GAL in Unna. Der Korrespondent der UNO für Zeitungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich referiert im Heavens über die weltpolitische Entwicklung im Hinblick auf den drohenden Angriff der USA auf den Irak und informiert die Anwesenden über den NATO-Gipfel in Prag.

Albert Hartmann bedauert die immer neuen Gebührenerhöhungen der Jugendkunstschule und wünscht sich statt dessen kreative Lösungen, z.B. die Nutzung der Räumlichkeiten durch Schulen am Vormittag.

2003

Foto Alfred Buß mahnt gegen den Irak-Krieg

Alfred Buß mahnt gegen den Irak-Krieg

Anfang des Jahres stehen die USA vor der Entscheidung über einen Angriff auf den Irak. GAL und Jung-GAL sprechen sich wiederholt gegen einen Krieg aus und hoffen bis zuletzt auf eine friedliche Lösung. Charlotte Kunert ruft zu einer Mahnwache für den Frieden und gegen einen Krieg im Irak auf und Hermann Strahl kündigt für den Tag des Kriegsbeginnes die Öffnung des SpontUN an, um allen Menschen einen Ort zum Diskutieren und aktiv Werden zu bieten. Als die Regierung Bush am 20. März ihre Angriffe auf den Irak beginnt, legen die Fraktionen von SPD und GAL dem Rat eine Resolution vor. Der Rat soll den Krieg im Irak als aggressives und unverhältnismäßiges Mittel verurteilen und die Bundesregierung auffordern, sich gegen den Krieg einzusetzen. Schon vor der Abstimmung im Rat spricht sich die CDU gegen die Resolution aus, da das Thema Krieg zu wichtig sei, um im Rahmen einer solchen Resolution schnell abgehandelt zu werden. Schließlich nehmen die Ratsmitglieder der CDU und FDP nicht an der Abstimmung am 10. April teil, obwohl eine Stellungnahme der CDU nachträglich in den Entwurf eingearbeitet worden ist. Im November lädt die GAL den Autor des Buches “ Irak – Chronik eines gewollten Krieges” Andreas Zumach zu einem politischen Frühschoppen im Schalander ein. Zumach referiert zu der Frage “Wer löffelt die Suppe aus? Wie geht es weiter nach dem Irak-Krieg?”. Es könne kein Frieden ohne internationale Zusammenarbeit erreicht werden. Besonders die UNO-Peace-Keeping-Truppen seien zu dieser Aufgabe in der Lage. Auch die Beteiligung deutscher Soldaten sei unter bestimmten Bedingungen vorstellbar.

Ende Januar fällt der Regierungspräsident in Münster eine Entscheidung für die Erweiterung der Betriebsgenehmigung des Dortmunder Flughafens. In Zukunft sollen verspätete Maschinen bis 23 statt wie bisher bis 22 Uhr landen dürfen. Die Tonnage-Begrenzung von 75 Tonnen soll komplett aufgehoben werden. Im Mai warnt Prof. Dr. Jürgen Vollradt (CDU) seine Kollegen im Kreistag vor einem Nachlassen in der Gegnerschaft zum Flughafen. Die momentane Ruhe durch weniger Flüge sei nur vorübergehend, da durch temporäre Faktoren wie die Anschläge vom 11. September und die allgemeine Wirtschaftsflaute bedingt. Die Hochstufung zum internationalen Flughafen seitens der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Verkehrsflughäfen zeige, in welche Richtung sich der Flughafen Dortmund entwickeln werde. Erneute Dachpfannenschäden im Juni und September in der Massener Ring- und Siegfriedstraße veranlassen die Schutzgemeinschaft Fluglärm, eine Erweiterung der Schutzzone zu fordern, innerhalb derer die Anwohner Anspruch auf Klammerung des Daches haben. In beiden Fällen vermuten die Betroffenen als Ursache Wirbelschleppen durch überfliegende Großflugzeuge. Die Flughafen GmbH lehnt jede Verantwortung ab, ersetzt jedoch die entstandenen Schäden.

Postkarte der GAL gegen Victoria

Postkarte der GAL gegen Victoria

Im Februar stellt Victoria-Projektentwickler Thomas Horschler wieder ein neues Konzept der Schnittger-Gruppe vor. Es beinhaltet als Hauptbestandteil einen Verbrauchermarkt mit 4.300 m² Fläche, desweiteren jeweils einen Elektro- (2.000 m²), Sport- (1.200 m²), Getränke- (800 m²), Zweirad- (750 m²) und Drogeriefachmarkt (500 m²). Auch Flächen für Dienstleistungsangebote, Gastronomiebetriebe und Büros sowie ein Medizin- und Wellness-Bereich von 2.000 m² sind vorgesehen. Dr. Wilm Schulte, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Mitte, lehnt diese Pläne ab. Auch das neue Konzept sei nicht wie angestrebt Innenstadt ergänzend, sondern schädigend. Die GAL begrüßt grundsätzlich das Vorankommen in der Victoria-Frage, will aber wie der Einzelhandelsverband an den im Rat beschlossenen Prinzipien bezüglich der Nutzung des Geländes festhalten. Am 10. April genehmigt der Rat das vorliegende Victoria-Nutzungskonzept unter dem Vorbehalt, dass die Umfeldgestaltung ebenfalls von den Investoren getragen wird. Diese wollen nun mit den Hauptmietern in konkrete Verhandlungen einsteigen und darauf aufbauend die endgültige Architektur des Fachmarktzentrums entwickeln. Nach einem Sommer ohne Neuigkeiten äußern die Victoria-Investoren im November unerwartet neue Pläne für die Branchenauswahl. Der Elektromarkt soll kleiner ausfallen, dafür werde es ein Schuh- (950 m²), ein Kleinmöbel- (900 m²) und ein Bettengeschäft (700 m²) geben. Der Zweiradmarkt soll auf 1.200 m² vergrößert werden. Der City-Werbering reagiert alarmiert und fordert die Einhaltung der im April gefassten Ratsbeschlüsse.

Die GAL lehnt den Bau einer Nordspange in Massen ab. Die Straße, die den aus Dortmund kommenden Verkehr um Massen herum auf die Verlängerung der Westtangente leiten soll, werde die Nord-Süd-Verbindung L 821n parallel zur Kleistraße nicht wie erwartet entlasten. Dagegen sei der im Rahmen der Nordspangen-Planung vorgesehene Umbau des Massener Hellwegs zu befürworten und solle schnellstmöglich, auch ohne den Bau der Nordspange, angegangen werden. Die GAL will den Massener Hellweg sicherer für Fußgänger und Radfahrer und unattraktiver für den Durchgangsverkehr machen.

Am 2. April ist Herbert Dörmann, Geschäftsführer der Werkstatt im Kreis Unna, im SpontUN zu Gast, um auf Einladung der GAL über die Folgen der Hartz-Gesetze zu informieren. Die GAL fragt: “Was bringt das Hartz-Paket – Genuss oder Verdruss?” Kurz darauf fordern SPD und GAL den Rat in einer Resolution für den Erhalt der Werkstatt auf, auf allen politischen Ebenen für die Rücknahme der geplanten Kürzungen zu protestieren. Die Werkstatt fördert seit fast 20 Jahren den Integrationsprozesses besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen in den allgemeinen Arbeitsmarkt und ist nun durch den Wegfall von Förderprogrammen der Bundesanstalt für Arbeit gefährdet.

Sommerfest in Lünern

Sommerfest in Lünern

Am 1. Juni veranstalten SPD und GAL ein Dorffest an der Lünerner Schule. “Fit in den Sommer” kommen die Besucher mit Apfelsaft aus Stockum, physiotherapeutischen Massagen, Sport- und Spielgeräten, Ponyreiten sowie einer Dorfrallye für die Kinder.

Die neue Mobilitäts-Management-Stelle sollte ursprünglich schon zum 1. Januar 2002 besetzt werden, doch nach dem Einspruch des Bürgermeisters hat die Entscheidung des Landrates in dieser Sache noch ausgestanden. Im Juni bestätigt dieser schließlich die Gültigkeit der Wahl Dörte Strüblis zur Mobilitäts-Managerin, die jedoch inzwischen nicht mehr für die Stelle zur Verfügung steht. Die GAL drängt daher auf eine sofortige Neuausschreibung, um die Stelle noch in diesem Jahr besetzen zu können.

Nachdem 1998 ein Antrag der GAL auf Verkleinerung des Rates abgelehnt worden ist, stehen nun auch CDU und FDP hinter dieser Umstrukturierung. Ein im Mai vorgelegtes Antragspaket der SPD und der GAL sieht nicht allein eine personelle Einsparung vor, sondern eine grundlegende Reform der Ratsarbeit. Die Verkleinerung dürfe aber nicht eine höhere Belastung der verbleibenden Ratsmitglieder zur Folge haben. Ebenso sei ein Verlust an Bürgernähe auszuschließen. Die beiden Parteien schlagen die Bildung einer interfraktionellen Arbeitsgruppe vor, die auf Grundlage der bei der Stadt eingeforderten Daten über die zukünftigen Wahlbezirke ein Konzept erstellen soll. CDU und FDP begrüßen den Antrag. Mitte Juni beschließt der Rat seine Verkleinerung von 50 auf 46 Sitze nach der Kommunalwahl 2004. Die Ausschüsse sollen aufgelöst und neu formiert werden, um doppelte Beratungen zu vermeiden.

Die GAL spendet 500 € an die Organisation IPPNW e. V., die irakische Ärzte und Krankenhäuser unterstützt. Der Betrag setzt sich aus dem Erlös des Verkaufs der PACE-Regenbogen-Fahnen und eigenen Mitteln zusammen.

Mit einem Mädchenaktionstag am 14. Juni im KiKuZ unter dem doppeldeutigen Motto “Schützt euch Mädels!” will die Jung-GAL Mädchen im Alter von 13 bis 17 Jahren aufklären und stark machen. In Gesprächsrunden informieren die AIDS-Hilfe und Dr. Kruse zum Thema AIDS und Schwangerschaft. Die Jung-GAL bietet einen Schnupperkurs in Selbstverteidigung an.

Als für den Billmericher Dorfkamp im Juli ein Neubaugebiet geplant wird, appelliert Gudrun Bürhaus im Namen der GAL an das Umweltbewusstsein der Menschen. Die ökologisch wertvolle Wiese gegenüber der Liedbachschule, ein unumgehbarer Teil der Kröten-wander-Route, dürfe nicht ohne Not geopfert werden, zumal sie seit zehn Jahren in der Biotopkartierung als wichtiges und artenreiches Vernetzungselement im Biotopverbund Liedbachtal anerkannt sei. Deshalb mahnt Gudrun Bürhaus zur Rücksichtnahme auf das Biotop im Falle einer Bebauung. Auch die 50 Jahre alte Hecke sei nicht zu ersetzen und müsse trotz des Wunsches nach neuem Wohnraum Priorität haben. Im November genehmigt der Umweltausschuss die Bebauung gegen die Stimmen der GAL. NABU und GAL bewerten die verbleibende Kröten-Wanderschneise von 10-15 m Breite als nicht ausreichend und setzen nun unter anderem auf die Aufklärung der zukünftigen Bewohner über Kröten schützendes Verhalten.

Die GAL wählt im Juli Gabi Belau, Uschi Riekenbrauck, Dieter Schreiber und Sacit Soyubey als neuen Vorstand. Uschi Riekenbrauck wird als Vorstandssprecherin bestätigt.

JungGAL-Team-Tandem

JungGAL-Team-Tandem

Die GAL unterstützt die Einführung des schon 2000 beantragten Schülertickets, mit dem Unnaer Schüler innerhalb und außerhalb der Schulzeit für 7,70 € im Monat das umliegende Bus- und Bahnnetz nutzen können. Nach langen Diskussionen wird das so genannte Flash-Ticket im Rat angenommen, stößt aber bei vielen Eltern auf Kritik, denen der Zwang zum Erwerb der Fahrkarte nicht gefällt. Bisher ist die Beförderung der Schüler kostenlos, doch nur mit der Teilnahme aller Kinder und Jugendlichen kann der mit den Verkehrsbetrieben ausgehandelte günstige Preis ermöglicht werden. Als ein Bürgerbegehren gegen das Ticket wegen zu geringer Teilnahme scheitert, schlägt die GAL den Kompromiss einer Testphase und die anschließende Abstimmung der Bürger parallel zur Kommunalwahl vor.

Im Juli werden die Änderungen des FNP öffentlich ausgelegt. Nachdem 24 Verbände oder Nachbarstädte sowie 23 Bürger Verbesserungsvorschläge zum ursprünglichen Entwurf des FNP eingebracht haben, legt die Verwaltung nun einen in neun Punkten geänderten Plan vor.

Mitte September richtet die GAL ihr zwölftes Boule-Turnier Green Open in Lünern aus.

Nach einem tödlichen Verkehrsunfall am Kreisverkehr an der Friedrich-Ebert-Straße am 5. August fordert die GAL einen Fußgängerschutz am Kreisel. Notwendig seien deutlich sichtbare Zebrastreifen an der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe des Café Schulte sowie an der Hansa-Straße in Höhe Haus Husemann. Auch müssten die Fahrspuren im zweispurigen Kreisverkehr markiert werden.

Als das Selmer Entsorgungsunternehmen Rethmann Ende des Jahres wegen eines Bußgeldbescheides durch das Bundesgeldkartellamt und eines Besuches der Staatsanwaltschaft öffentlich in Verruf gerät, fordert die GAL die Überprüfung der Geschäftsbeziehungen der Stadt Unna zu Rethmann. Sie sieht dies als Verpflichtung der Stadt gegenüber den Gebührenzahlern.

Zwischen den Jahren bezieht die GAL ihr neuesDomizil an der Wasserstraße 13. In das “Grüne Zentrum” zieht der Kreisverband BÜNDNIS 90/GRÜNE, die Ratsfraktion der GAL und der Bundestagsabgeordnete Friedrich Ostendorff ein. Der Jung-GAL stehen eigene Räume zur Verfügung.

2004

In Reaktion auf die NeuAnsiedlung der Billigfluglinie EasyJet in Dortmund streicht die Fluggesellschaft Air Berlin im Februar Verbindungen vom Flughafen Dortmund nach London und Zürich ersatzlos. Gudrun Bürhaus äußert sich erfreut im Namen der Flugplatzgegner und sieht die Flughafen GmbH tiefer denn je in der finanziellen Krise. Im März bilanziert Planungsdezernent Ullrich Sierau die Flugverspätungen nach 22 Uhr, wie sie seit Januar 2003 erlaubt sind. Demnach ist durchschnittlich alle drei Tage ein verspätetes Flugzeug zwischen 22 und 23 Uhr gelandet.

Der Vorschlag der GAL, einen ständigen Vertreter aus dem Kinder- und Jugendrat an den Sitzungen des Jugendhilfe-Ausschusses teilnehmen zu lassen, wird vom Landes-Innenministerium abgelehnt. Die aktive Teilnahme Minderjähriger an Ausschusssitzungen sähen die Gesetze nicht vor. Als Gäste ohne Mitspracherecht seien sie jedoch willkommen. Die einzige Möglichkeit sei, die Sitzung jedes Mal offiziell zu unterbrechen, um Jugendliche anzuhören.

Bei ihrem Neujahrsempfang am 24. Januar in den neuen Räumen in der Wasserstraße stellt die GAL ihren Bürgermeisterkandidaten Hermann Strahl der Öffentlichkeit vor. Dieser zeigt sich ermutigt durch das Vertrauen vieler Vereine und Initiativen und sagt, er wolle dazu beitragen, Unnas Politik transparenter und unbürokratischer zu machen. Traditionell ehrt die GAL bei diesem Anlass wieder Bürger mit Herz und Verstand für ihr bürgerschaftliches Engagement. Die Bienengarten-Gruppe der Peter-Weiß-Gesamtschule mit Lehrerin Jenny Planert-Fahrenhorst und Imker Peter Zimmer, der Landwirt Wolfgang Behmenberg als Initiator des Stockumer Hofmarktes sowie der sozial engagierte noch-Superintendent und baldige Präses der evangelischen Kirche von Westfalen Alfred Buß werden mit Urkunde und ökologischen Getränken ausgezeichnet.

An Karl-Heinz Albrecht wird das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Die GAL hat den Unnaer bereits 1996 als Vorkämpfer für den Naturschutz in Unna geehrt und spendet nun 100 € für den Landkauf zum Schutz von Natur und Landschaft, Albrechts Lieblingsprojekt. 33 m² können mit diesem Betrag gesichert werden.

Als die SPD einem geänderten Konzept des Investors der Victoria-Passage im Rat zustimmt, sieht die GAL darin einen Koalitionsbruch und beendet die seit 4½ Jahren bestehende Kooperation mit den Sozialdemokraten.

Anfang Juni legt die GAL die Wahlkampfschwerpunkte fest. Neben den Schwerpunkten Kultur, Jugend und Bildung setzt sich Uli Brinkschulte – Kunert dafür ein, dass aus dem noch zu bauenden Zentrum für Information und Bildung nicht ein „musealer Bildungstempel mit einem übergroßen Büro für Kulturdirektor Axel Sedlack“ werde. Ein weiteres Problem, aus Sicht der GAL, sind die Öffnungszeiten der Bibliothek, welche nur bis 18 Uhr geöffnet sein soll. Des Weiteren soll der Stadtgarten als lebendige Kulturstätte mit den traditionellen Summertime-Veranstaltungen erhalten bleiben. Die Jung – GAL hat in Zusammenarbeit mit dem Theater Narrenschiff ein Theaterstück zum Thema Drogen und Aids vorbereitet. Das Stück „Kids – for a doomed generation“ handelt von zwei Jugendlichen, die in New York der 90 er auf der Suche nach Drogen und schnellen Sex mit Jungfrauen sind. Für „politisch und provokant“ hält Anne Kunert, eine der Darstellerinnen und Sprecherin der Jung – GAL, das Stück. Da sich das Theaterstück mit dem Thema Aids auseinander setzt, werden die Erlöse der vier Vorstellungen , insgesamt 1500 €, der Aids – Hilfe gespendet.

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Die Kommunalwahl am 26.09.04 ergibt folgendes Ergebnis für die GAL Unna: 13,6 % und damit sechs Sitze im neu gewählten Stadtrat. Anfang Oktober wird Albert Hartmann zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Somit ist der GALlier der Dienstälteste Vorsitzende im neu gewählten Rat der Stadt Unna. Hartmann übt dieses Amt seit 1989 aus. Zusammen mit Hermann Strahl, Gudrun Bürhaus, Udo Harder, Charlotte Kunert und Thomas Schmidt und der Geschäftsführerin Stephanie Schmidt ist das Ratsteam komplett. Der Bürgermeisterkandidat der GAL, Hermann Strahl, bekam bei der Wahl 8,6 % der Stimmen.

2005

Im neu gewählten Rat fordert die GAL besseres Mitspracherecht für Bürgerinitiativen. Das Problem ist, dass die Bürgerinitiativen, im Gegensatz zu dennfqbotci Sachkundigen BürgerInnen, die von den Parteien ausgesendet werden, keine Möglichkeit haben, sich in das politische Leben zu integrieren. Hermann Strahl fordert die Gründung von drei neuen Arbeitskreisen, so dass Experten, Bürger und Politiker zusammen neue Strategien entwickeln können. Folgende Arbeitskreise sollten gegründet werden: AK Innenstadt, AK Verwaltungsreform/Bürgernähe, AK Verkehr/Parken

Beim traditionellen Neujahrsempfang ehrt die GAL zum einem die ehrenamtlichen Helfer des Eine – Welt – Ladens, da durch diesen Laden laut Uschi Riekenbrauck „das Gefälle zwischen der Ersten und der Dritten Welt kleiner“ wird, und zum anderen wird Wolfgang Frenser, von dem Laudator Ulrich Brinkschulte – Kunert als Schauspieler und Ideengeber für das Kulturzentrum Lindenbrauerei und Stadtführer bezeichnet, für sein vielseitiges kulturelles Engagement geehrt. Neben den Ehrungen wurde das gute Abschneiden bei der Kommunalwahl 2004 betont. Zusätzlich wurden auch die Schwerpunkte für das laufende Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt: Die Grundschulen sollten zu offenen Ganztagsgrundschulen umfunktioniert werden und eine bessere Ausstattung erhalten. Außerdem soll das „Victoria – Problem“ endlich beendet werden und die Innenstadt gestärkt werden.

Die GAL setzt sich dafür ein, dass der Unnaer Bahnhof menschenfreundlicher verändert werden muss. Gefordert wird von Hermann Strahl, Barbara Cornelissen und Thomas Schmidt, dass es neben klarer Information auch wettergeschützte Sitzgelegenheiten geben sollte und dass es transparente Toilettenöffnungszeiten geben sollte. Dies wurde auch durch eine am Bahnhof durchgeführte Umfrage zum Thema „Schöner einsteigen, schöner umsteigen, schöner warten“ bestätigt.

jr5tjcghGudrun Bürhaus zieht als Landtagskandidatin der Grünen im Kreis Unna in den Wahlkampf. Zu ihren Hauptthemen gehören die Änderung der Flughafenpolitik und der Schutz der AnwohnerInnen. Außerdem liegen der GALlierin Umweltthemen am Herzen.

Im März macht Hermann Strahl offiziell, dass er im kommenden Jahr sein Ratsmandat niederlegen werde. Nachfolger Strahls im Rat der Stadt Unna wird Ismet Sacit Soyubey. Strahl selbst war dann insgesamt 15 Jahre im Rat. Ganz möchte er die Politik nicht an den Nagel hängen, denn als Sachkundiger Bürger wird er die Sitzungen des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr aufsuchen.Gudrun Bürhaus zieht als Landtagskandidatin der Grünen im Kreis Unna in den Wahlkampf. Zu ihren Hauptthemen gehören die Änderung der Flughafenpolitik und der Schutz der AnwohnerInnen. Außerdem liegen der GALlierin Umweltthemen am Herzen.

Durch den Rat der Stadt Unna wurde nun endgültig das Victoriakonzept abgeschafft. Thomas Schmidt und Hermann Strahl von dem GAL – Arbeitskreis „Schöner Handeln und Wandeln“ fordern nun eine komplette Umstrukturierung für das ehemalige Victoriagelände. Sie können sich Wohn – und Bürogebäude, ein Reserveort für den Einzelhandel und eine Indoor – Freizeitanlage vorstellen. Dafür müsste allerdings der Busbahnhof näher an den Bahnhof rücken und die Tiefgarage zum Ring geöffnet werden.

Die Jung – GAL fühlt sich von der Politik vernachlässigt, denn schon seit Jahren wird den Jugendlichen in Unna ein Skaterpark und ein Jugendcafé versprochen, doch nichts ist seitdem passiert. Nachdem der Antrag ein Jugendcafé im leerstehenden Restaurant „Himmel und Erde“ in der Lindenbrauerei zu errichten im Jugendhilfe-Ausschuss fehlgeschlagen war, fordert Jung – GALlier Eero Mollik nun, dass sich die Politik nochmals mit dem Jugendcafé und dem Skaterpark, der nun schon seit 10 Jahren versprochen wird, auseinander setzen sollte.

Die Landesregierung schafft die Grundschulbezirke ab! Die GAL kämpft in Unna mit dem Argument „Kurze Wege für kurze Beine“ für die Aufrechterhaltung der wohnortnahen Grundschule. Nicht nur das gemeinsame Lernen und das gemeinsame Freizeitgestalten fördert selbstständige und selbstbewusste Kinder.

0emqzgv4Die GAL hat im Kulturausschuss durchgesetzt, dass es nun auch in Unna sogenannte Stolpersteine gegen das Vergessen von Opfern des NS – Regimes geben wird. Diese Messingtafeln sollen vor den Häusern jüdischer Menschen, die dort bis zu ihrer Deportation gelebt hatten, in die Erde gegossen werden.
Um auf das Problem des fehlenden Jugendcafés aufmerksam zu machen, führt die Jung – GAL zusammen mit anderen Unnaer Jugendlichen eine Anschauungsdemo mit Getränken und Kicker am Tag der Ratssitzung im Rathaus durch. Es wird dringend ein Anlaufpunkt für die Unnaer Jugend gesucht. Außerdem kritisiert die Jung – GAL das Konzept des SPD – Fraktionsvorsitzenden Michael Hoffmann. Er meint, dass schon genügend Jugendtreffpunkte, wie zum Beispiel die Tanzschule Kochtokrax und das Zentrum für Information und Bildung, vorhanden seien. Dies ist für die Jung – GAL keine Lösung, da diese Angebote u. a. definitiv zu teuer sind.Charlotte Kunert fordert ein Jugendcafé für Unnas jüngere Jugend. Für diese Einrichtung sollten Gelder zur Verfügung gestellt werden. Außerdem soll eine Zusammenarbeit mit dem Kinder – und Jugendbüro und dem Kulturamt stattfinden. Das bisherige Problem ist, dass keine Angebote für Jugendliche in Unna, bis auf kommerzielle Aktivitäten, vorhanden sind. Besonders schwierig wird es für die 12 – bis 16 – jährigen Jugendlichen, die nicht in Vereinen oder ähnlichem organisiert sind. Da es kein Jugendzentrum mehr gibt, haben sie keine Möglichkeit sich mit Gleichaltrigen zu treffen.

2006

Beim Neujahrsempfang gibt Hermann Strahl bekannt, dass er am 6. April sein Ratsmandat an Sacit Soyubey abgeben werde. Dies soll für ihn allerdings nicht der endgültige Abschied aus der Kommunalpolitik sein, denn er möchte sich danach um die Nachwuchsförderung der Bundesgrünen kümmern. Neben den politischen Rückblicken und Vorschauen, findet auch die traditionelle Ehrung für soziales Engagement statt. Dieses Jahr wird das Team des Seniorentreffs „Fässchen – Cafeteria“ und Peter Weißenfels, der Stationsleiter des Unnaer Bahnhofs, geehrt.

0dzh61jzAm 6. April übergibt Hermann Strahl offiziell sein Amt an seinen Nachfolger Sacit Soyubey. Strahl ist der Meinung, dass neuer und frischer Wind durch die GAL wehen müsse.

Im Mai lädt die GAL die palästinensische Christin Faten Mukarker in den SpontUN ein, um einen Vortrag über Christen als Minderheit in Palästina zu halten. Erschreckend deutlich wird, dass das Leben dort im Konfliktgebiet sehr stark eingeschränkt und menschenunwürdig ist.Am 6. April übergibt Hermann Strahl offiziell sein Amt an seinen Nachfolger Sacit Soyubey. Strahl ist der Meinung, dass neuer und frischer Wind durch die GAL wehen müsse.

Die Grünen haben vorhandene Plätze der Innenstadt und Umgebung unter die Lupe genommen und sind der Meinung, dass einiges verändert werden sollte. Auf der einen Seite wird zum Beispiel der Alte Markt mit der neuen Belebung durch das Café „Extrablatt“ gelobt, aber auf der anderen Seite müssen manche Dinge noch verbessert werden.

Nach den Sommerferien sollen laut Verwaltungsvorlage die Kindergartengebühren zwischen zehn und achtzehn Prozent steigen. Die GAL fordert diesem Antrag nicht zu zustimmen, da Familien finanziell unterstützt werden sollten und nicht die Folgen verfehlter Landespolitik ausbaden sollten.

Die GAL ist der Meinung, dass das neue Schulgesetz Chaos verbreitet. So ist es für Albert Hartmann nicht nachvollziehbar, dass die Harkortschule die Schüler nicht mehr fördern darf und dass auch das Ernst – Barlach Gymnasium keine Ganztagsschule werden darf. Darin sieht die GAL das Problem, dass u. a. benachteiligte Schüler keine Chance bekommen, einen höheren Bildungsabschluss zu erreichen. Ein frühes Entscheiden für die eine oder andere Schulform halten die Grünen für schwierig und verweisen auf die Erfolge von Gemeinschaftsschulen, in denen erst ab Klasse 9 über die weitere Schullaufbahn der Kinder entschieden wird.

Im Herbst fährt die GAL – Fraktion zusammen mit ihren sachkundigen Bürger/Innen zu einer Klausurtagung nach Warendorf. Hier diskutiert man mit dem Chef der Stadtwerke, Dr. Jänig, die Möglichkeiten lokaler Klimapolitik.

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2007

44un43maBeim diesjährigen Neujahrsempfang werden wieder einmal Menschen für ihre soziale Arbeit gelobt. So wird Monika Muschalla und das Team der Herz – Jesu – Gemeinde Königsborn für das Kirchenasyl einer Familie geehrt. Außerdem werden Horst Altendorff und Heinz Raschke für ihr Engagement in der Sportförderung für Unnas Bürgerinnen und Bürger geehrt. Neben den Ehrungen gibt es auch einen politischen Ausblick auf das laufende Jahr: Schwerpunkte sind die Bäderpolitik, der Schulentwicklungsplan, die DHL – Ansiedlung, der Klimawandel, das Jugendcafé und die Zukunft der Sportstätten.

Durch jahrelangen Renovierungsstau kommt es zu einem niederschmetternden Gutachten für das Freizeitbad in Unna Massen. Um eine komplette Schließung zu verhindern, fordert die GAL, das Freizeitbad Massen nur im Sommer zu öffnen und von Oktober bis April zu schließen. Das Schwimmbad am Bergenkamp sollte an den Wochenenden, morgens und in den Ferien der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Parallel dazu sollten aber auch die Lernschwimmbecken in Lünern und Massen gestärkt werden.Nach vielen Jahren eröffnet nun im Schalander der Lindenbrauerei das Jugendcafé, welches dienstags, mittwochs und freitags von 14 bis 19 Uhr geöffnet sein soll. Die Jung – GAL unterstützt diese Idee, allerdings ist sie nicht von der Umsetzung begeistert, was durch eine Plakataktion an dem Eröffnungstag deutlich gemacht wurde. Es wird ein eigener Raum nur für die Jugendlichen gefordert. Für manche Jugendliche könnte es problematisch sein, dass auch ihre Eltern in dieselbe Kneipe gehen. Außerdem sollte das Café dann auch für weitere jugendspezifische Aktivitäten wie Computerparties und Konzerte genutzt werden.

Die GAL erteilt dem sogenannten „Dehneprojekt“ eine Absage, denn in dem Bau einer Seniorenresidenz mit u. a. integriertem Elektrofachmarkt, wird in keiner Weise die Unnaer Altstadt – Satzung berücksichtigt. Für das Bild der Massener Straße sind die Häuser wichtige Puzzlestücke. Mit der Planung Seniorenwohnungen und Einzelhändler anzusiedeln ist die GAL einverstanden, allerdings mit der Veränderung der Gesamtwirkung der Straße, die sich durch die Masse und Höhe des geplanten Baukörpers ergibt, nicht.

Nachdem der Rat der Stadt festgelegt hat, dass die Massener Straße 20 abgerissen wird, obwohl sich viele Bürger und Politiker dagegen ausgesprochen hatten, meldet Barbara Cornelissen das Haus Nummer 20 für den Fassadenwettbewerb an. Eine Initiative zur „Rettung Unnas Altstadt“ strebt ein Bürgerbegehren an und sammelt im Sommer die dafür notwendigen Unterschriften. Wolfgang Patzkowski, Michael Sacher und Peter Möbius schaffen es die notwendigen Unterschriften zu sammeln.

Hermann Strahl äußert sich kritisch zu dem neuzubauenden Dehnekomplex, denn ein Neubau in den vorgesehenen Dimensionen würde das Stadtbild zerstören. Außerdem glaubt er nicht an die langfristige Ansiedlung von Berlet, denn auf der einen Seite ist für Berlet der Standort Zurbrüggen günstiger und auf der anderen Seite sieht er Probleme für Geschäfte wie Schnückel, Wix oder Treibel. Ein weiteres Problem tritt mit den Seniorenwohnungen auf, denn für Hermann Strahl sind 80 Wohneinheiten definitiv zu viel. Dies führt zum Beispiel auch dazu, dass die Unnaer Presse und Architekten das Ausmaß aufdeckten. Hermann Strahl lobt das Bürgerbegehren, welches sich für den Erhalt der Massener Straße Nummer 20 einsetzt.

Durch die neu aufkommenden Klimadebatten, begrüßt die GAL das Bestreben der Stadtwerke Unna, schon früh auf regenerative Energien gesetzt zu haben. Das Ziel sollte sein bis 2012 dreißig Prozent des Stadtwerkestroms aus regenerativen Energien zu beziehen. (Die Stadtwerke Unna schaffen es durch den Kauf von ausreichenden Zertifikaten an Norwegischer Wasserkraft, in Unna 100% Regenerativen Strom anzubieten.) In zahlreichen Anträgen zum Klimaschutz fordern die Grünen Richtlinien für Wärmedämmungen bei Neubauten und Schulen sollten von der Stadt die Möglichkeit bekommen auf energiesparende Geräte umzusteigen. Die GAL stellt entsprechende Anträge (zu finden unter Projekte/Anträge).

Ende November tritt auf der Mitgliederversammlung der alte Vorstand, bestehend aus Uschi Riekenbrauck, Uli Brinkschulte – Kunert, Gabi Belau-Joost und Dieter Schreiber, nicht mehr zur Wahl an. Nun soll neuer Wind durch die GAL wehen. Der neue Vorstand besteht nun aus Manfred Hartmann, Barbara Cornelissen, Gabi Belau-Joost, Klaus Koppenberg und Heribert Wiese. Anders als im alten Vorstand gibt es keinEn SprecherIn aus dem Kreis der Vorstandsmitglieder. Alle Mitglieder sind im Vorstand gleichberechtigt. Folgende Themen bleiben auch für den neuen Vorstand wichtig: das Dehne – Projekt (gegen den Totalabriss) und andere lokale Angelegenheiten, Klimaschutz, soziale Belange.

ae977x6qZum Internationalen Weltklimatag am 8. Dezember organisieren die Grünen eine Busfahrt zur Demonstration am Braunkohlekraftwerk nach Düsseldorf Neurath. Es wird nachdrücklich für regnerative Energieformen und die Abkehr von veralteten Methoden wie die Braunkohleverstromung gestritten, getanzt und gesungen.

 

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