Winterrezepte

Grün rührt nicht nur Rezepte für Unnas Zukunft an und auf. Im Grünen Laden SpontUN wird regelmässig aufgetischt.  Das Grüne Weihnachtsessen ist seit 1985 der kulinarische Höhepunkt. Hier einige Tipps zum Nachschmecken:

Heidis exotische Möhrensuppe

Utas Grüner Bohnentopf mit Mango und Räuchertofu

Charlottes Röst-Blumenkohl-Hasel-Salat

Hermanns legendärer Feldsalat

Charlottes Hähnchen mit karamelisierten Zwiebeln

Wir freuen uns auf Geschmacksfairstärker*innen. Bitte auch schon belebende Rezepte für die baldige Frühlingssaison schicken! Bei der dritten Grünen Pflanzen- und Samentauschbörse, vorraussichtlich am 23. März würden wir gern Pröbchen auftischen!

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Pressemitteilung – Grundschulneubau am Hertinger Tor von vornherein zu klein geplant

Leidtragende sind Schüler und Lehrer

Mittlerweile gewinnt der Fakt der steigenden Schülerzahlen auch in Unna an Bedeutung. Denn der Neubau der Grundschule am Hertinger Tor ist für einen dreizügigen Betrieb konzipiert und der ist faktisch belegt schon jetzt zu klein.
In der Auftragsbekanntmachung wird der Auftrag wie folgt beschrieben :
„Die Kreisstadt Unna beabsichtigt, auf dem Gelände am Hertinger Tor einen neuen Bildungsstandort zu schaffen. Dazu sollen zwei bestehende Grundschulen zusammengelegt werden und dafür am Standort Hertinger Tor eine neue 3-zügige Grundschule mit einer Sporthalle gebaut werden. Ergänzt werden soll diese Schule durch ein Familienzentrum, das aus einer 4-gruppigen Kindertagesstätte mit ergänzenden Räumen besteht. Eine Machbarkeitsstudie dazu liegt bereits vor, die als Grundlage für diese Ausschreibung herangezogen wurde. Die Einreichung des Bauantrags soll bis zum 30.11.2019 erfolgt sein. Die Übergabe an den Nutzer ist für Juli 2023 festgeschrieben.“

Sprechen Schulverwaltung und Bauverwaltung nicht miteinander, dass eine Ausschreibung rausgeht, die an den Realitäten vorbei geht?
Die zuständige Beigeordnete reagierte in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses, als diese Frage aufgeworfen wurde, mit Achselzucken, und das Bauderzernat bringt ohne weiteres Hinterfragen die bereits jetzt schon überholte Ausschreibung auf dem Weg. Das ist kein abgestimmtes Verwaltungshandeln.
Hinweise im Schulausschuss vom Vorsitzenden Michael Sacher wurden nicht ernst genommen.
Bündnis 90/ Die Grünen fordert, dass sich die Verwaltung Gedanken machen soll, wie sie dies ausschreibungstechnisch hinbekommt.
Dabei sollte auch erneut darüber nachgedacht werden, wie von den Bündnis 90/Die Grünen in der damaligen ABSV-Sitzung angeregt, ob angesichts der Bedeutung der Maßnahme nicht ein klassisches Wettbewerbsverfahren mit mehreren potentiellen Bieterinnen und Bietern sachgerechter ist als das jetzt ausgeschriebene Verhandlungsverfahren mit maximal drei bis fünf Bietern laut Ausschreibung.

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Geräderter Dank

2016 starteten wir beim Grünen Neujahrsempfang die Arbeitsgruppe-Flüchtlingsräder. Letzte Woche haben wir das 352. Rad übergeben. Grün bedankt sich herzlich bei den gut 400 Radspender*innen (leider mußten wir einige irreparable Räder ausschlachten), bei unseren Helfer*innen von Caritas und ADFC. Und bei den vielen Flüchtlingsbegleiter*innen, die unseren Neubürger*innen schöne Wege in der neuen Heimat zeigen. Mehr&Mitmachen.

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Michael Griesohns Beitrag zur Diskussion über Laub auf Gehwegen:
Aus Palettenholz einen Kompostbehälter bauen und in den Vorgarten stellen. Dort das Laub deponieren und im nächsten Jahr darauf Tomaten, Kürbis und Gurken pflanzen.

Leise rieselt das Laub
Es ist gar nicht erlaubt
es auf die Strasse zu harken
bringt es zum Kompost im Garten

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.
Bild könnte enthalten: Pflanze und im Freien
Bild könnte enthalten: Innenbereich

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Der unstete Stetige – Karl Dittrich wird 60

Es gibt Menschen, deren Anwesenheit bemerkt man kaum; sie verschwinden geradezu. Wenn sie sich bemerkbar machen, tun sie dies mit ganz leiser Stimme. Zu diesen Menschen zählt Karl Dittrich –  nicht. Mit schnellem Schritt betritt er den Raum, ergreift ihn mit stimmlicher Resonanz, begrüßt alle freundlich – und die Damen besonders charmant.

Karl Dittrich wurde vor 60 Jahren in Schwerte geboren. Seine Heimat bewegt sich im Dreieck zwischen der Ruhrstadt, Holzwickede und Unna. Die Reihe seiner Wohnorte aufzulisten – das überlassen wir nachfolgenden Biographen. Sicher ist nur sein Hin und Her mit Auto, Motorrad oder seit kurzem  – erfüllt mit grünem Anspruch sogar Fahrrad. Die Zahl der Moppeds, an denen er geschraubt hat, geht in die Hunderte.

Der Jubilar ist Fotograf. Er hat viele Jahre bei der Westfälischen Rundschau gearbeitet, zuletzt in Unna. Vorher war er einige Zeit in der Redaktion eines mit vier großen Buchstaben aufmachenden Blattes in Düsseldorf, dessen Name jemanden aus dem linksliberalen Spektrum nur schwer über die Lippen geht. Eine Anstellung, die ihm viel Erfahrung gebracht hat, sagt er. Karl Dittrich ist Profifotograf, Generationen von GAL- und Grünen Kandidat*innen hat er vor die Kamera gebracht und ihre Persönlichkeit in Szene gesetzt. Seine Fotografentätigkeit machte ihn Unna überall bekannt – und der Autor dieses Artikels wüsste niemanden, den Karl Dittrich mit „Sie“ anspricht. Lange hat er im Betriebsrat des Funke-Zeitungskonzerns gearbeitet – er galt als Spezialist für geschöntes Bilanzzahlenwerk, eine Fähigkeit, die ihm als grünes Ratsmitglied bei der Analyse des städtischen Haushaltsplanes zugutekommt. Seine Bekanntheit erleichtert ihm den Umgang auch mit dem poltischen Kontrahenten.

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Grüne Raumteiler

Unna hat viele schöne Räume ob in Kirchen-, Stadt-, Vereins- oder Wirtsbesitz. Einige wurden stillgelegt oder wackeln.  Das Grüne SpontUN steht seit 36 Jahren allen Gruppen und Grüppchen, die Unnas Leben bereichern, offen. Im Bild der gedeckte Tisch zur Boule-Jahresversammlung. Geteilter Raum ist mehr als halbe Heizkosten! Man lernt sich besser kennen und schätzen. Natürlich steht das Spont auch dem Alte Heide Bürgerverein offen, aber auch im näheren Königsborn ist reichlich Platz trotz Schließungen wie Deutsches -,  Wiechern-, Paul-Gerhardt-Haus…

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Buchrezension: Die Wurzeln des Lebens von Richard Powers

Wenn ich auf dem Rückseite des Buches lese „Der aufregendste Roman, den Sie je über Bäume lesen werden.“ (Ron Charles, The Washington Post), denke ich mir: Ach ja, Werbung ist eben auch ein hartes Geschäft mit viel Geschwätz. Wenn auf dem gleichen Buch auch der Autor Richard Powers steht, denke ich mir: Lies es dennoch! Powers ist klug, wenn nicht einer der klügsten amerikanischen Romanschriftsteller und was kann er für das Marketing – vielleicht ist dieser Roman ja doch wieder sehr interessant.

Ich beginne also zu lesen und im ersten Teil werden acht Personen, Personengruppen eingeführt (deren Lebensgeschichten und -wege dann im weiteren Verlauf des Romans durchgeführt werden) … schon nach wenigen Seiten macht es Klick und ich stehe wieder einmal fassungs- und wortlos vor einem Roman von Richard Powers und frage mich wie er es schafft, auf nur wenigen Seiten ein Leben, eine Person eine ganze Welt aufscheinen zu lassen, eben mit Leben zu füllen. Das ist perfekte Erzählliteratur, die den goldenen Mittelweg zwischen klugem Aufbau und emotionaler Ausgestaltung findet. Was diese einzelnen Geschichten, die mehr oder weniger durch das 20.Jahrhundert und die ganze USA verteilt sind (mit Schwerpunkt auf den 90er Jahren, den Timber Wars in Kalifornien ), von Anfang an zusammenhält, sind aber nicht die Menschen, die Hauptfiguren, sondern es sind die Bäume, die einen Hintergrund zu bilden scheinen, Bäume, die diesen Menschen auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen zustoßen. Und genau um Bäume geht es in diesem Roman, beziehungsweise um Wälder und wie unser menschliches Leben damit zusammenhängt.

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Durch das Land der Möglichkeiten – Robert Habeck macht Halt in Unna

Welche Erwartungen er an diesen Abend habe? „Rock’n Roll“, sagt der Mann mit dem offenen Zopf und drängelt sich durch das mit ca. 200 Menschen mehr als gut gefüllte Atelier der Lindenbrauerei.  Irrt Joschka Fischer, als er sich selbst als „einen der letzten Live-Rock’n Roller“ bezeichnete? 

Robert Habeck verspätet sich auf seinem Weg vom bayerischen Wahlkampf, der ihn über die Frankfurter Buchmesse nach Unna führt. Der neue Kreisvorsitzende Gerrit Heil und die Journalistin Carola Schiller sorgen für ein gutes Warming-Up, in dem schon einmal zentrale Felder grüner Politik angesprochen werden, vom Klimawandel bis zur Erhaltung kleinbäuerlicher Strukturen, denen, folgt man einer regionalen Expertin, das grüne Programm zu wenig aufmerksam widme.

Robert Habeck beginnt mit Grundsätzlichem. Die Art der Politik formiere sich derzeit neu. Die Zeit der Volksparteien gehe zu Ende, weil sich feste Milieus auflösen, an deren Stelle vielfältigere Lebensentwürfe treten. Darauf gebe es im Grunde zwei Antworten. Die populistische sehnt sich zurück nach vergangener „Normalität“,  sie kompensiert den schnellen Wandel mit Ignoranz und streitet wie die AfD den Klimawandel ab.  Für die andere Antwort stehen die Grünen  – in ihrer  Akzeptanz von Unterschiedlichkeit und freier Entfaltung,  für die aber ein politischer Rahmen gefunden werden muss.  Habeck hat einen durchaus liberalen Politikentwurf, ihm geht es um die Selbstverwirklichung von Menschen, der allerdings  in Zeiten eines rasanten Wandels – z. B. durch die Digitalisierung – sozial abgefedert muss. Der grüne Vorsitzende liefert dabei keine fertigen Lösungen, sondern will Korridore aufzeigen, in denen sich Lösungen entwickeln können. Beispiel: bedingungsloses Grundeinkommen und Grundsicherung und das leidige Hartz IV.

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Zur Ampelschaltung an der Friedrich-Ebert-Straße ein Schlaglicht

Gerade hörte ich im Radio, dass sich das Bundesumweltamt für kürzere Wartezeiten für Menschen an Fussgängerampeln einsetzt, um den Fußgängerverkehr zu fördern. In Unna an der Friedrich-Ebert-Str. wurden die Wartezeiten für alle Bedarfsanlagen verlängert, um dem Autoverkehr Vorrang einzuräumen. So auch an der Harkortschule, im Zuweg der Friedrichbornschule und des Kindergartens im Kurpark. Die Taktung mit den Ampeln an den Kreuzungen ist dafür verantwortlich. Eine Nachfrage vorgestern von mir, im zuständigen Ausschuss, dieses wieder zu ändern wurde erneut zurück gewiesen. Dieses intelligente Ampelsystem ist mit Kameras, Sensoren und Funk ausgestattet, aber leider auf dumm geschaltet, da eine Taktung bei Stau und zäh fliessendem Verkehr nicht funktioniert. So muss das Schulkind im morgendlichen Stau im giftigem Abgasdunst übermäßig lange an der Ampel warten, ohne das dadurch der Autoverkehr beschleunigt wird. Dies ginge doch besser. Unna wach auf!

Ein Schlaglicht von Michael Griesohn-Kluth

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RWE-Beteiligung an den Stadtwerken zurückkaufen!

2011 hätte der Rat der Kreisstadt Unna die Chance gehabt, die 24 % Beteiligung der RWE an den Stadtwerken Unna zurückzukaufen. Man hat sich dagegen entschieden. 7 Jahre später, im Jahr 2018, wird klar, diese Entscheidung war ein Fehler.

Mit der forcierten Rodung des Hambacher Forsts macht RWE deutlich, welchen Schwerpunkt das Unternehmen gesetzt hat. Profit um jeden Preis: Fast allen ist mittlerweile bewusst, dass wir nun handeln müssen um das Klima retten zu können. Auch RWE versucht sich in der Stärkung seines eigenen nachhaltigen Energiegewinnungssektors. Umso unverständlicher, warum trotz der weitreichenden Kritik, weiterhin an der Kohlestromgewinnung festgehalten wird.

Die Stadtwerke haben dagegen in den letzten Jahren einen positiven Kurs genommen. Das Erfolgsmodell Mietdach, Beteiligungen an Windkraftanlagen und die freiwillige Versorgung aller Privathaushalte mit Ökostrom lässt die Stadtwerke in einem guten Licht dastehen. Sie bildet eine erfolgreiche finanzielle tragende Säule für die Stadt, ist zugleich ein guter Arbeitgeber und bietet Ausbildungsplätze für künftige Generationen.

Wäre da nicht die Beteiligung eines Unternehmens, welches auch in Zukunft verstärkt auf Braunkohlestrom setzt. Kund*Innen sind verunsichert durch die unverständliche Strategie der RWE und in Folge dessen werden den Ökostromanbietern die Türen eingerannt. In unseren Augen eine positive Wendung, für die Stadtwerke Unna ein fatales Signal!

Wie fordern die Stadtwerke Unna dazu auf, die Auswirkungen mit RWE zu diskutieren und klar zu machen in welche Richtung zukünftig gedacht werden soll um Schäden abzuwenden.

15 Jahre haben sich die Stadtwerke mit der Entscheidung des Rates an die RWE gebunden, diese Verträge aufzuheben erscheint utopisch. Und doch sollte man jetzt nach vorne schauen und bereits Alternativen überlegen.

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