Utopien bedeuten ungefähr soviel wie Möglichkeiten; darin, dass eine Möglichkeit nicht Wirklichkeit ist, drückt sich nichts anderes aus, als dass die Umstände, mit denen sie gegenwärtig verflochten ist, sie daran hindern, denn andernfalls wäre sie ja nur eine Unmöglichkeit; löst man sie nun aus ihrer Bindung und gewährt ihr Entwicklung, so entsteht die Utopie. Robert Musil, etwas kompliziert, regt an, beim Kreishauskreisel  UNtopisch endlich einmal auf den Autovorrang zu fairzichten.

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Grün ist die Hoffnung – nach dem Neujahrsempfang noch hoffnungsvoller

Mit 173 Besucher*innen war der Grüne Neujahrsempfang der bisher bestbesuchte. Und das, obwohl der Grüne Sympathie-Verteiler aus Datenschutzgesetzestreue weitgehend gelöscht wurde. Die Neugierde auf Grün war groß, erfreulicherweise auch bei den Besinnlichen in Unnas GroKo-Parteien und der Verwaltung, aber vor allem in vielen Initiativen unserer Stadt.

Gudrun Bürhaus, Unnas Grüne Sprecherin, schlug in ihrer launigen Begrüßungsrede  den Bogen von der Grünen Enttäuschung, dass Ihre Klimakatastrophenprognosen durch die Wirklichkeit dramatsich übertroffen würden, bis zur Herausforderung der Politik Medienmündigkeit zu erreichen, zu praktizieren und im Bildungssystem zu verankern. „Der letzte Döspaddel kann den größten Quatsch tausendfach verbreiten, das Netz intelligent zu nutzen und die Informationen qualifiziert einzuordnen, kann sehr anspruchsvoll sein.

Charlottes Kunerts Rede wünschte mehr Mut gegen die phantasielose GroKo-Politik und Parteibuch-Pöstchen-Besetzerei. Angesichts verfahrener Projekte wie Bremme Mühle, Kreishauskreisel, kleinmütige Schulplanung am Hertinger Tor und in der Einflugschneise… rief die Grüne Fraktionsvorsitzende zu verstärkter Bürgerbeteiligung „für das bunte, offene, liebens- und lebenswerte Unna“ auf.

In ihrer Tandem-Rede rockten die Grüne-Jugend-Sprecherinnen „total motiviert“ den Saal. Neugründungsmotorin Sarah-Lee Heinrich übergab charmant, gewitzt und gerührt die Sprecherinnenrolle an „unglaublich starkejunge Frau“ Eva-Lotta Vogt. „Gemeinsam haben wir mit Aktivist*innen der ganzen Welt für den Erhalt des Hambacher Waldes gekämoft. Und zwar mit Erfolg, denn: HAMBO BLEIBT!“. Die Grüne Jugend, in zwei Jahren von 5 auf 25 Mitwirkende gewachsen, arbeitet aktuell Feminsmus auf. Danach steht Wirtschaft und Umwelt an. Und natürlich ab sofort Europawahlkampf. „Für ein Europa, in dem der Mensch im mittelpunkt steht, und nicht die Nationalität. Ein Europa, in dem wir nachhaltigkeit vor Gewinnmaximierung setzen.

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Grüne beantragen eine Ampel an der Kreuzung Massener Hellweg / Bahnhofstraße

In der kürzlich veröffentlichten Verkehrsanalyse zu 3 Massener Knotenpunkten des von der Kreisstadt Unna beauftragten Gutachterbüro Brilon Bondzio Weiser, wurde erneut aufgezeigt, dass besonders an der besagten Kreuzung der enorme Verkehrsfluss geregelt werden muss.
Auch ohne die Ansiedlung von einem kombinierten EDEKA / Aldi Markt ist der Verkehrsfluss zum Vorteil der Massener Bürger*Innen mit einer Signallichtanlage zu verbessern.

2019_01_25_Installation_einer_Lichtsignalanlage_Massener_Hellweg_Bahnhofstraße

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Grüne sind gegen geplanten Einzelhandel auf Biotop in Massen

Die Ansiedlung von zwei weiteren Lebensmittelläden in Massen ist aus Sicht der Grünen in der derzeitig geplanten Form abzulehnen. Neben erheblichen verkehrlichen Problemen zählt insbesondere auch der Schutz eines wertvollen Biotops für uns bei der Abwägung von Vor- und Nachteilen.

Verkehr

Die Hauptachsen Massens sind bereits jetzt dem Kollaps nahe, wie uns Gutachter Herr Weiser aus Bochum in der Bürgerversammlung am 21.01.2019 im Bürgerhaus Massen vor ca. 200 Interessierten darstellte. Selbst die Installation einer Ampel an der Kreuzung Massener Hellweg / Bahnhofstraße führt nur zu einer Abmilderung des Problems. Trotz alledem werden die Straßen in Massen weiter dicht sein. Eine Ansiedlung von EDEKA und Aldi auf der Grünfläche an der Bahnhofstraße führt unweigerlich zu einer Verschärfung dieses Problems.
Schützenswertes Biotop
Die angedachte Fläche stellt eine der letzten zusammenhängenden Grünflächen Massens in exponierter Lage dar. Der Massener Bach fließt nördlich durch das Gelände. Die Grünen wehren sich seit Jahren gegen die fortlaufende Versiegelung von Flächen und die damit einhergehende Zerstörung von Grünschneisen, gerade in der Nähe von Wohnbereichen. Die Folgen sind eine weitere Aufheizung durch Geländeverschandelung durch einen großen Betonkörper. Wir begrüßen die Vorschläge der Massener Bürger*Innen Alternativstandorte zu finden und zu entwickeln. Natürlich müssen alle Flächen den gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechen.

Angezweifelter Bedarf

Im bürgerschaftlichen Dialog zeigt sich, ein Teil der Massener*Innen sieht keinen Bedarf für zwei weitere Einzelhandelsgeschäfte. Ob dies der mehrheitlichen Meinung aller Bürger*Innen entspricht, muss Bestandteil der Diskussion in der nächsten Zeit werden. Unabhängig davon, können wir uns vorstellen, dass die Massener*Innen auch mit dem Vollsortimentler Rewe und einem sich – nach Auszug des Edekas – ansiedelnden Discounter zufrieden sind.

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Winterrezepte

Grün rührt nicht nur Rezepte für Unnas Zukunft an und auf. Im Grünen Laden SpontUN wird regelmässig aufgetischt.  Das Grüne Weihnachtsessen ist seit 1985 der kulinarische Höhepunkt. Hier einige Tipps zum Nachschmecken:

Heidis exotische Möhrensuppe

Utas Grüner Bohnentopf mit Mango und Räuchertofu

Charlottes Röst-Blumenkohl-Hasel-Salat

Hermanns legendärer Feldsalat

Charlottes Hähnchen mit karamelisierten Zwiebeln

Wir freuen uns auf Geschmacksfairstärker*innen. Bitte auch schon belebende Rezepte für die baldige Frühlingssaison schicken! Bei der dritten Grünen Pflanzen- und Samentauschbörse, vorraussichtlich am 23. März würden wir gern Pröbchen auftischen!

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Pressemitteilung – Grundschulneubau am Hertinger Tor von vornherein zu klein geplant

Leidtragende sind Schüler und Lehrer

Mittlerweile gewinnt der Fakt der steigenden Schülerzahlen auch in Unna an Bedeutung. Denn der Neubau der Grundschule am Hertinger Tor ist für einen dreizügigen Betrieb konzipiert und der ist faktisch belegt schon jetzt zu klein.
In der Auftragsbekanntmachung wird der Auftrag wie folgt beschrieben :
„Die Kreisstadt Unna beabsichtigt, auf dem Gelände am Hertinger Tor einen neuen Bildungsstandort zu schaffen. Dazu sollen zwei bestehende Grundschulen zusammengelegt werden und dafür am Standort Hertinger Tor eine neue 3-zügige Grundschule mit einer Sporthalle gebaut werden. Ergänzt werden soll diese Schule durch ein Familienzentrum, das aus einer 4-gruppigen Kindertagesstätte mit ergänzenden Räumen besteht. Eine Machbarkeitsstudie dazu liegt bereits vor, die als Grundlage für diese Ausschreibung herangezogen wurde. Die Einreichung des Bauantrags soll bis zum 30.11.2019 erfolgt sein. Die Übergabe an den Nutzer ist für Juli 2023 festgeschrieben.“

Sprechen Schulverwaltung und Bauverwaltung nicht miteinander, dass eine Ausschreibung rausgeht, die an den Realitäten vorbei geht?
Die zuständige Beigeordnete reagierte in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses, als diese Frage aufgeworfen wurde, mit Achselzucken, und das Bauderzernat bringt ohne weiteres Hinterfragen die bereits jetzt schon überholte Ausschreibung auf dem Weg. Das ist kein abgestimmtes Verwaltungshandeln.
Hinweise im Schulausschuss vom Vorsitzenden Michael Sacher wurden nicht ernst genommen.
Bündnis 90/ Die Grünen fordert, dass sich die Verwaltung Gedanken machen soll, wie sie dies ausschreibungstechnisch hinbekommt.
Dabei sollte auch erneut darüber nachgedacht werden, wie von den Bündnis 90/Die Grünen in der damaligen ABSV-Sitzung angeregt, ob angesichts der Bedeutung der Maßnahme nicht ein klassisches Wettbewerbsverfahren mit mehreren potentiellen Bieterinnen und Bietern sachgerechter ist als das jetzt ausgeschriebene Verhandlungsverfahren mit maximal drei bis fünf Bietern laut Ausschreibung.

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Geräderter Dank

2016 starteten wir beim Grünen Neujahrsempfang die Arbeitsgruppe-Flüchtlingsräder. Letzte Woche haben wir das 352. Rad übergeben. Grün bedankt sich herzlich bei den gut 400 Radspender*innen (leider mußten wir einige irreparable Räder ausschlachten), bei unseren Helfer*innen von Caritas und ADFC. Und bei den vielen Flüchtlingsbegleiter*innen, die unseren Neubürger*innen schöne Wege in der neuen Heimat zeigen. Mehr&Mitmachen.

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Haushaltsrede von Charlotte Kunert im Rat der Kreisstadt Unna am 13.12.2018

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, geehrte Ratskolleginnen und Kollegen, liebe Besucherinnen und Besucher dieser Ratssitzung,
wie in den Jahren zuvor beginne ich in meine Haushaltsrede mit den Worten vom Filmemacher und Schriftsteller Herbert Achternbusch: „Du hast keine Chance, aber nutze sie!“.
Im Gegensatz zu den Jahren zuvor fällt meine Rede diesmal kurz aus, denn alles was gesagt werden muss, wurde von uns bereits gesagt. In diesem Sinn hat sich leider nichts bewegt oder verändert.
Vorab ein herzliches Dankeschön an die Verwaltung und die Kämmerei. Sie haben sich wieder viel Arbeit gemacht…aber…
Wie schon vor vier und zwei Jahren ist diese Haushaltsvorlage eine Anhäufung von Einzelmaßnahmen, die keine Linie ökologischer, kultureller und sozialer Stadtentwicklung erkennen lässt, die Bürgerinnen und Bürger nicht einbezieht und die politischen Mitbewerber ignoriert. Wir bewerten auch diesen Entwurf als ideen- und konzeptionslos. Anstatt von Flickschusterei in Einzelbereichen wünschen wir uns weitergehende konzeptionelle Aussagen zu den Themen Kultur, Umwelt, Stadtentwicklung, Schule und Soziales.
Wir Grünen haben uns auch in den vergangenen zwei Jahren nicht entmutigen lassen und immer wieder versucht mit unseren Argumenten zu überzeugen.
Doch…..gegen eine phantasielose GroKo hatten wir bislang keine Chancen.
Wir haben uns Mut in diesem Stadtrat gewünscht:
Mut sich unliebsamen Themen anzunehmen und sie auch durchzusetzen, um Bürgerinnen und Bürger zu entlasten.
Mut für eine phantasievolle Entwicklung unserer Stadt. Hier sei die ganze Konzeptionslosigkeit am Beispiel des beabsichtigten Realschulneubaus an der Stelle, wo der Fluglärm am größten ist, gesagt. Dieses Beispiel zeigt doch am besten, dass dieser Politik überhaupt kein Plan zugrunde liegt und dass dieses Hü und Hott sogar die Gesundheit von Schülern und Lehrern zu beeinträchtigen droht.

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Michael Griesohns Beitrag zur Diskussion über Laub auf Gehwegen:
Aus Palettenholz einen Kompostbehälter bauen und in den Vorgarten stellen. Dort das Laub deponieren und im nächsten Jahr darauf Tomaten, Kürbis und Gurken pflanzen.

Leise rieselt das Laub
Es ist gar nicht erlaubt
es auf die Strasse zu harken
bringt es zum Kompost im Garten

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.
Bild könnte enthalten: Pflanze und im Freien
Bild könnte enthalten: Innenbereich

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Der unstete Stetige – Karl Dittrich wird 60

Es gibt Menschen, deren Anwesenheit bemerkt man kaum; sie verschwinden geradezu. Wenn sie sich bemerkbar machen, tun sie dies mit ganz leiser Stimme. Zu diesen Menschen zählt Karl Dittrich –  nicht. Mit schnellem Schritt betritt er den Raum, ergreift ihn mit stimmlicher Resonanz, begrüßt alle freundlich – und die Damen besonders charmant.

Karl Dittrich wurde vor 60 Jahren in Schwerte geboren. Seine Heimat bewegt sich im Dreieck zwischen der Ruhrstadt, Holzwickede und Unna. Die Reihe seiner Wohnorte aufzulisten – das überlassen wir nachfolgenden Biographen. Sicher ist nur sein Hin und Her mit Auto, Motorrad oder seit kurzem  – erfüllt mit grünem Anspruch sogar Fahrrad. Die Zahl der Moppeds, an denen er geschraubt hat, geht in die Hunderte.

Der Jubilar ist Fotograf. Er hat viele Jahre bei der Westfälischen Rundschau gearbeitet, zuletzt in Unna. Vorher war er einige Zeit in der Redaktion eines mit vier großen Buchstaben aufmachenden Blattes in Düsseldorf, dessen Name jemanden aus dem linksliberalen Spektrum nur schwer über die Lippen geht. Eine Anstellung, die ihm viel Erfahrung gebracht hat, sagt er. Karl Dittrich ist Profifotograf, Generationen von GAL- und Grünen Kandidat*innen hat er vor die Kamera gebracht und ihre Persönlichkeit in Szene gesetzt. Seine Fotografentätigkeit machte ihn Unna überall bekannt – und der Autor dieses Artikels wüsste niemanden, den Karl Dittrich mit „Sie“ anspricht. Lange hat er im Betriebsrat des Funke-Zeitungskonzerns gearbeitet – er galt als Spezialist für geschöntes Bilanzzahlenwerk, eine Fähigkeit, die ihm als grünes Ratsmitglied bei der Analyse des städtischen Haushaltsplanes zugutekommt. Seine Bekanntheit erleichtert ihm den Umgang auch mit dem poltischen Kontrahenten.

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