Allgemein

Alles was nirgendswo anders reinpasst

75 Jahre Befreiung Deutschlans

Erfreulich viele Menschen beschäftigten sich heute mit dem 8. Mai. Unnas Grün ist dankbar, dass Unnas schon am 11. April vor 75 Jahren von Amerikanern befreit wurde. Wir haben am 15. April in einem Grünen virtuellen Salon an den tragischen Unnaer Helden Ernst Gräwe gedacht. Wir freuen uns darüber, dass über unsere Intiative der Kontakt zum Gräwe-Stiefsohn, Jens Junkersdorf, zustande kam. Der Hellweger hat die Geschichte von aufrechter Haltung heute überregional nachgezeichnet:

ErfZVR-Hellweger Anzeiger_E-Paper-Ausgabe_HA Unna_Freitag, 8 Mai 2020(1)

Danke! Jetzt ist es an Unna ein würdiges, lehrreiches Gedenken zu sichern. Bürgermeister Werner Kolter hat die Idee aufgenommen. Jérémy Gaudais, der junge Historiker, der im Grünen Salon seine Recherchen vorstellte, steht bereit, für VHS-Veranstaltung und Dokumentation. Und Jens Junkersdorf, der Stiefenkel (und seine Mutter, die Stieftochter von Ernst Gräwe) würde gern zu einem würdigen Erinnern an die ehrwürdige Haltung Ernst Gräwes Unna besuchen. Jens Junkersdorf ist übrigens Vizebürgermeister von Oldenburg/Hollstein, Bundeswehrbeschäftigter und CDU-Mitglied. „Ehrliche Geschichtsaufarbeitung schafft Allianzen der Hoffnung.“ Hermann Strahl, Moderator im Grünen Salon, hat wie Jens Junkersdorf, eine Kriegerwitwe als Großmutter.

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Platanenalle=Fahrradstraße=1 gutes Stück Weg ff

Da kommt Grüne Freude auf! Das ist ein gutes Stück klimafreundlicher Sicherheit. Mit Claudia Keuchel als Bürgermeisterin werden sicher aus den diversen Stückchen Fahrradfreundlichkeit ganze Wege. Sie ist begeistert vom ADFC-Konzept, dass Unnas erste Fahrradstraße (Königsborner Straße) von Massen bis zur Platanenallee verlängert wird. „Das bringt Massens Schüler sicher ins Schulzentrum Nord oder in die Innenstadt. Und die Unnaer Realschüler*innen kommen gradlinig sicher und schnell zur Hellweg-Realschule. Und ich freue mich auf einen Radweg ins Rathaus!“

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Auch Unnas Grüne im Aufschwung

Unnas Grüne Delegation auf dem Grünen Bundesparteitag in Bielefeld pflegte nicht nur Promi-Kontakte. Charlotte Kundert, Andrea Molitor, Michael Sacher und Hermann Strahl bringen allerhand Anstöße mit, die Hoffnungswende im Wahlkampfjahr 2020 in Unna in Wirklichkeit umzusetzen. Und dazu suchen wir Bündnisse und neue Mitglieder! Beitrittsformulare liegen in der Wasserstraße 13 bereit. Ausführlichere Berichte über den Aufbruch in Bielefeld auf: www.gruene.de

Letzte Woche trat das 80. Mitglied bei. Beim Neujahrsempfang im Januar des Jahres waren es noch 61. Am 20. Januar beim nächsten Neujahrsempfang hoffen wir auf 100, die den Kommunalwahlkampf mitprägen wollen!

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Im Westen, im Osten, im Grünen – drei weltumspannende Geburtstage

Im Jahr 1819, also vor genau 200 Jahren, veröffentlichte Johann Wolfgang von Goethe Gedichte, die inspiriert sind von der Dichtung des persischen Mystikers Hafis. Er nannte das Buch „West-östlicher Divan“. 192 Jahre später- Ende 2011- beginnt auf einer Geburtstagsfeier in Unnas „Neuer Schmiede“ eine Beziehung, an der wahrscheinlich sowohl Hafis als auch Goethe ihre Freude gehabt hätten. Charlotte Kunert und Sacit Soyubey – wie drücken wir es nun am Besten aus, sagen wir: gingen aufeinander zu. Es war so, als ob sie dabei im Hinterkopf hatten, was Goethe in seinem „Divan“ lyrisch zu Papier brachte:

Wer sich selbst und andre kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Occident
Sind nicht mehr zu trennen.

Sinnig zwischen beiden Welten
Sich zu wiegen lass‘ ich gelten;
Also zwischen Ost und Westen
Sich bewegen, sei’s zum Besten!

Das Gedicht ist ungewöhnlich modern, es geht um’s Kennenlernen und Erkennen, dass man Teil Einer Welt ist, es geht um Erfahrungen, die man sammeln muss, um sich als Eines und Unterschiedliches zu begreifen.

Erfahrungsgetränkt ist Charlotte Kunert, Sozialarbeiterin, langjähriges Mitglied im Stadtrat, viele Jahre GAL-Geschäftsführerin in einem SpontUN, das mir ihr mehrere Umzüge hinter sich brachte. Erfahrungsgetränkt auch ihr neuer Partner Sacit Soyubey, der Ende der 1970er Jahre aus Istanbul nach Köln kommt und dort ein Ingenieursstudium aufnimmt. Beide hatten schon eine bewegte Lebensgeschichte hinter sich, umso mehr freuten wir uns, dass hier noch einmal ein neues Glück versucht wurde.

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Grüne Brombeerjagd in heißen Zeiten

Mittwoch ist wieder Grüne Brombeerjagd. Die Rekordhitze hat macht auc dieser Ernte zu schaffen. Kahlschläge im Kurpark, am Güterbahnhof und an vielen Kleinbaustellen haben Unnas Brombeerreichtum deutlich gemindert. Doch noh ist genug für viele da.  Deshalb startet Grün am kommenden Mittwoch in den stachligen Reichtum. Dr. Götz Heinrich Loos, der Brombeerpabst, wird uns allerhand zu Artenreichtum, Sexleben und schmackhaften Nützlichkeiten der Früchtchen erzählen.

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Leidensbild Verkehr braucht machbares Leitbild

Prof. Oscar Reutter, Wuppertal-Institut, stellt im Grünen Salon das Leitbild autofreies Elberfeld vor

Beim Stadtradeln besichtigte Team-Grün begeistert Schwertes erste 
autofreie Siedlung und nahm Ideen für Unna mit

Unnas Verkehrsleidbild ist der Stau. Das Kofferraum-Shopping bei Bremme, Campus-Autoparklätze im Kurpark, Parkhausneubaupläne auf der Busbahnhofstiefgarage… Die chronische Verstopfung ist machbar.

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Hermann Strahl wird siebzig Jahre

Der Dichter Friedrich Rückert schrieb zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein Gedicht, mit dem er seine vier Wünsche ausdrückte.  Der erste Wunsch lautet:

Möcht‘ ich doch der Felsen sein,

Tief im Grunde das Urgestein,

Hoch im Himmel das Angesicht,

Ewig stehen und wanken nicht.

 

Es ist nicht schwer zu raten, warum ich zu Hermann Strahls 70. Geburtstag diese Zeilen gewählt habe, sehr zum Missbehagen seiner Frau, fürchte ich, denn der ist das Wort „Urgestein“ ein Graus. Doch hier begegnet es uns auf sympathisch-unverfängliche Weise – es tritt ganz losgelöst vom Adjektiv  „grünes“ auf.  Weit weg ist die Parteipolitik, für die unser Jubilar in Unna so unzweifelhaft steht – „grünes Urgestein“,  das verbaut war und ist in allerlei Ämtern, Leidenschaften, Aktivitäten und Funktionen: Schlaganfallprojekt, Mitbegründer der GAL, Initiator des Drahteselmarktes, Ratsmitglied, Bürgermeisterkandidat, Vorstandsmitglied, Vater des grünen Boulens, ADFC, Forum Generationen, Böll-Stiftung und und und – das alles interessiert hier nicht vordringlich.

Friedrich Rückert meint das Urgestein im existiziellen Sinn, fest wurzelnd wie eine gründeutsche Eiche im Walde. Dass sich an ihr, der Eiche, die im Urgestein wurzelt, manches Tierchen und Menschlein reibt, dessen kann sich Unna auch in Zukunft sicher sein. Die Eiche wäre nicht Hermann Strahl, wenn sie nicht auch etwas Ausladendes, Einnehmendes hätte, nur, um unter ihr müßig zu ruhen, dazu ist sie nicht da. Hermann Strahl will von seinen Ursteinen immer wieder welche lösen, wirft sie anderen zu und sein Gegenüber muss sie schnappen, ob es will oder nicht!

Nun wird er siebzig, ist schon Opa und häufiger als früher mal weg von Unna, dem aber dann doch ohne Urgestein etwas fehlt. Wir wünschen ihm und Gudrun von Herzen alles Gute  – mit den folgenden drei Wünschen Rückerts, die wie auf unseren Hermann hin gedichtet scheinen:

 

Möcht‘ ich doch das Brünnlein sein,

Sprudelnd aus kühlem Grunde rein,

Gehend durch grünes Ufergeschicht,

Ewig rinnen und rasten nicht.

 

Möcht‘ ich doch das Bäumlein sein,

Die Wurzel gestreckt ins Ufer hinein,

Die Zweige wiegend im Himmelslicht,

Ewig blühen und welken nicht.

 

Möcht‘ ich doch das Vöglein sein,

Auf den Zweigen im Sonnenschein,

Das Stimmlein tönend zum Himmel gericht,

Ewig tönen und schweigen nicht.

 

Noch viele gesunde Jahre Hermann, urbi et orbi!

 

Manfred Hartmann

 

 

 

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