Grünes Schlaglicht

Hier wird’s persönlich

Aus dem Königsborner Klops wird das Grüne Schlaglicht. Der Scheinwerfer richtet sich primär auf kommunale Ereignisse. Hoffnungsvolles, Skandalöses, Harmonie und Zwistigkeiten haben hier ihren Platz. Alles frei weg von der Seele….Provokation erwünscht….auch jenseits der Parteilinie.

Kommentar zur Berichterstattung über Solarfreiflächenanlagen

Nachfolgend ein Kommentar zur Berichterstattung über Solarfreiflächenanlagen von Ines Nieders-Mollik

Leserbriefe von Ratsmitgliedern werden in der Zeitung nicht veröffentlicht. Ein Anrecht auf Richtigstellung gibt es nur, wenn eindeutig Falsches veröffentlicht wird, Weglassen von Aussagen sind das Kürzungsrecht von Presse, auch wenn es dann zu halbwahren Aussagen kommt. Es ist richtig, dass ich mich im ASBV gegen die beantragten 4 Solaranlagen auf den Flächen in Mühlhausen, Villigst und Massen ausgesprochen habe, weil es sich um hochwertiges Ackerland lt. Aussage des Kreises handelt, das außerdem in 2 Fällen im Landschafts- und Vogelschutzgebiet handelt, da kann ich keine Empfehlung aussprechen. Außerdem wird mit jeder Solaranlage auf freiem Feld freie Landschaft beansprucht im Gegensatz zu meiner Vorstellung von Verpflichtender Montage auf Flachdächern wie in Industriegebieten, auf Schulen und anderen Kommunalen Gebäuden usw. da sind bereits versiegelte Flächen. Außerdem wird Strom dort erzeugt, wo er direkt benötigt wird. Für mich werden Solaranlagen erst dann ökologisch sinnvoll!

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Warum die Grünen nicht für den Erhalt der Eishalle sind

 

Überaltert & Überdimensioniert

Die Halle ist über 40 Jahre und hat seine Nutzungsdauer bereits überschritten. Die Geräte, die verbaut sind, laufen deutlich länger als ursprünglich angenommen. Man kann also von Glück reden, dass z.B. die NH3-Maschine so lange lief. Dasselbe betrifft den Brandschutz, die Dachkonstruktion, Toilettenanlagen, Bistrobereich, Starkstromanlagen, Lüftungs- und Heizungsanlage. Diese Mängel sind nicht menschengemacht oder mutwillig durch absichtlichen Wartungsstau verursacht, die Gerätschaften haben einfach ihre Lebenszeit überschritten, was in verschiedenen Sportausschusssitzungen auch immer betont wurde. Eine umfassende Sanierung ist nach so langer Zeit üblich. Eine Tribüne mit 3500 Zuschauerplätzen ist deutlich zu groß, erhöht Kosten und Wartungsaufwand. Der Rückbau kostet auch Geld.

Kein schlüssiges Betreiberkonzept

Die Initiative Unna.braucht.EIS konnte uns von ihrem Konzept nicht überzeugen. Nicht nur die auch im Rat mehrfach diskutierte fragwürdige Personalpolitik, wo Kantinen- oder Hallenleiter*Innen auch gleichzeitig andere Aufgaben erfüllen; auch die Gehälter sind sehr niedrig angesetzt Dazu kommt die von der Verwaltung und Rat abgelehnte finanzielle Beteiligung & Verantwortung durch die Stadt Unna. Sollte der Verein bzw. die Bürgerinitiative das Interesse zum Weiterbetrieb verlieren, haftet die Stadt. Eine Garantie, dass die Initiative die Verantwortung für mehrere
Dekaden Betrieb übernimmt gibt es nicht. Insbesondere die kürzlich geäußerten Aussagen der Bürgerinitiative, wo wir ehrenamtlich arbeitenden Ratsmitglieder mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert werden, bringen erheblichen Zweifel auf, dass hier eine Zusammenarbeit mit der gebotenen Sachlichkeit über einen langen Zeitraum möglich ist.

Förderung der Jugend besteht weiterhin
Die 85.000 € jährliche Förderung für eissporttreibende Vereine besteht weiterhin. Diese trainieren jetzt in Bergkamen und sind laut eigener Aussage auch recht zufrieden dort.

Finanzielles Risiko ist zu hoch
Ratsmitglieder können sich nicht an der Schätzung der Initiative orientieren, sondern sind gebunden an das Gutachten, das die Verwaltung beauftragt hat. Hier ist die Rede von über 8 Millionen Euro nach jetzigem Stand. In Kombination mit der anhaltenden baukonjunkturellen Hochphase und bislang nicht absehbar noch evtl.

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Ausgesummt! Es ist was dran am Insektenschwund – Eine Nachberichterstattung

Thomas Hörren ist begeisterter Entomologe – genau gesagt ein Käferforscher. Im gestrigen Grünen Salon hat er aus seiner wissenschaftlichen Arbeit in seiner Freizeit erzählt. Im Entomologischen Verein Krefeld hat man es sich zur Aufgabe gemacht, erstmals die Biomasse als Parameter bei Insektenzählungen umfangreich zu berücksichtigen. Mit sogenannten Malaise-Fallen wurden standardisierte Zählungen vollzogen und mit Zählungen aus der Vergangenheit verglichen. Schon bei der Erhebung konnte man bereits ableiten, dass ein Rückgang der Biomasse zu verzeichnen ist. Wurden früher nämlich 2-Litergefässe benutzt um die Insekten nach der Zählung zu konservieren, sind seit vielen Jahren 1-Literbehältnisse Standard, da diese Füllmenge schon lange nicht mehr überschritten wurde. Aber auch im Detail machte Thomas Hörren deutlich, dass es offenbar immer weniger Insekten und somit Biomasse gibt. In akribischer Fleißarbeit haben die Krefelder Forscher immer wieder dieselben Standorte wie früher verglichen und dabei auch die Umgebung in die Bewertung mit einbezogen, sodass man zweifelsfrei einen Rückgangstrend feststellen konnte. Manchmal kann der Rückgang eine spezifische lokale Bedingung sein. Zum Beispiel die Veränderung von Naturschutzgebieten, obwohl diese erhaltend gepflegt werden sollten – es findet Sukzession statt.

Thomas Hörren beschreibt lebhaft, wie die Forscher nun versucht haben, die Ursache des Rückgangs zu finden. Ein erster Anhaltspunkt war die Vermutung, es könne mit dem Klimawandel zu tun haben. Doch dies bestätigte sich nicht – ein Vergleich der Fallenstandorte mit den Tagesdaten lokaler Wetterstationen zeigt zwar eine Erhöhung der Temperatur über die Jahre und eine Verschiebung von Niederschlagsspitzen in andere Monate als früher – jedoch konnte kein Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Biomasse daraus erkannt werden. Denn Insekten sind, in sehr vielen Fällen, wärmeliebende Tiere und müssten vom Temperaturanstieg tendenziell profitieren. Für eine Ursachenfindung reiche die Studie jedoch nicht aus, denn das meiste blieb nach ihrem Modell unerklärt. Große Probleme in der Biodiversität sind vor allem durch die Fragmentierung von Landschaften, die intensive menschliche Nutzung dieser Flächen und der Verschmutzung zu suchen, das zeigt die Wissenschaft seit Jahrzehnten mit Beispielen auf.

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Wortbeitrag von Eva-Lotta Vogt, Sprecherin der Grünen Jugend Unna, beim Pulse of Europe | 9. April 2019

Hallo ihr lieben, ich bin Eva-Lotta und Sprecherin der Grünen Jugend Unna. Ich freue mich erstmal wahnsinnig, in so viele nette Gesichter blicken zu können die sich heute den Weg hierher gemacht haben. Wir sind Heute hier um gemeinsam ein Zeichen FÜR Europa zu setzen. Aber FÜR Europa. Was bedeutet das eigentlich?

Europa bedeutet für mich als Schülerin in erster Linie nicht eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit der Länder. Europa ist für mich Freiheit. Die Freiheit mich entscheiden zu können ob ich nach dem Abi lieber in Spanien oder Finnland studieren möchte. Die Freiheit fremde Länder und Kulturen kennen zu lernen. Und die Freiheit mich ganz unproblematisch und unbürokratisch über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen.

Ich hatte letztes Jahr im Sommer das Glück in Paris-einer Europäischen Hauptstadt gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus ganz Europa zur Schule zu gehen. Und gäbe es Europa nicht wäre dies nicht so ohne weiteres möglich. Europa bedeutet für mich also, dass ich die Freunde*innen, die ich dort kennengelernt habe nicht nur über FaceTime sehen muss, sondern sie auch im echten Leben ohne große bürokratische Hürden besuchen kann. Aber spricht man mit den Menschen auf der Straße sehen viele Europa nur noch als was negatives. Es ist definitiv nicht alles gut. Aber sollte es nicht gerade dann unser Ziel sein die Missstände auszubessern als gleich die ganze Grundidee weg zu werfen ?! Jaja auf ein gutes Europa kann ich ja lange warten hat mal jemand zu mir gesagt. Und das ja das stimmt. Wenn wir nur rumsitzen und warten können wir durchaus sehr sehr lange warten. Deshalb ist es jetzt auch an der Zeit endlich aktiv zu werden und Veränderungen zu schaffen. Denn Ja, ich bin froh in Europa zu leben aber ich möchte in einem gerechten Europa leben. Ein Europa dessen Handel nicht auf der Ausbeutung von Tieren, Menschen und Natur basiert.

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Beitrag zur OGS Debatte im Schulausschuss

Vielleicht erinnern Sie sich ja daran: Letztes Jahr haben die OGSen der Stadt Unna–Eltern, Kinder und Angestellte–auf dem Marktplatz demonstriert, und zwar für die Kampagne Offener Ganztag–gute OGS darf keine Glückssache sein.  Im Dezember konnten wir dem Ministerium für Schule und Bildung 55.800 Unterschriften überreichen.

In diesem Jahr hat das Land NRW darauf reagiert und zum 01.02.2019 die Fördersätze für die OGS um 14% erhöht.  Mit diesen Geldern soll sichergestellt werden, dass die OGSen hochwertige pädagogische Arbeit leisten können und dass qualifiziertes Personal beschäftigt werden kann.  Denn wenn es darum geht, Familie und Beruf zu vereinbaren, hat die OGS eine wichtige Schlüsselrolle inne.

Viel Städte geben diese Gelder eins zu eins an die Träger weiter, z.B. die Stadt Dortmund.  Die Verwaltung der Stadt Unna möchte das nicht tun.  Hier kommt von diesem Geld kein Cent bei den Trägern an.  Dafür sollen die Elternbeiträge nicht erhöht werden–nächstes Jahr sind schließlich Wahlen. Unterm Strich bedeutet das aber Folgendes: Wenn die Elternbeiträge gleich bleiben, das Land aber mehr beisteuert, sinkt sogar der Anteil, den die Stadt zahlt.  Das finde ich unglaublich.  Die Stadt Unna macht den Eltern ein Wahlgeschenk auf Kosten der Kinder.

Ein Argument von Seiten der Stadt ist, dass Unna ja schon mehr als den Mindestanteil bezahle.  Dieser Anteil beträgt 460,- Euro. In der Tat liegt der kommunale Zuschuss der Stadt Unna bei 883,- Euro.  Allerdings ist das leider nur etwa die Hälfte des Landesdurchschnitts–der liegt nämlich bei 1600,- Euro.  Das ist also nichts, womit man sich brüsten sollte.

Ich arbeite seit 2005 in der OGS.  Ich bin qualifiziert.  Nach 13,5 Jahren bekomme ich einen Stundenlohn von 13,- Euro.  Und das für eine anspruchsvolle und oft anstrengende Arbeit.  Wenn ich alleinstehend wäre, wäre ich auf dem direkten Weg in die Altersarmut.  Bei vielen meiner Kolleginnen sieht das tatsächlich so aus.

Viele fragen sich, wie lange sie sich das noch leisten können, für so ein niedriges Gehalt zu arbeiten und denken über einen Jobwechsel nach.  Gute pädagogische Arbeit gibt es eben nicht geschenkt.  Wer Fachpersonal behalten will, muss auch entsprechende Gehälter zahlen.  Wenn geknausert wird, wie hier in Unna, wird sich das auf Dauer bei der Qualität bemerkbar machen.

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Durch das Land der Möglichkeiten – Robert Habeck macht Halt in Unna

Welche Erwartungen er an diesen Abend habe? „Rock’n Roll“, sagt der Mann mit dem offenen Zopf und drängelt sich durch das mit ca. 200 Menschen mehr als gut gefüllte Atelier der Lindenbrauerei.  Irrt Joschka Fischer, als er sich selbst als „einen der letzten Live-Rock’n Roller“ bezeichnete? 

Robert Habeck verspätet sich auf seinem Weg vom bayerischen Wahlkampf, der ihn über die Frankfurter Buchmesse nach Unna führt. Der neue Kreisvorsitzende Gerrit Heil und die Journalistin Carola Schiller sorgen für ein gutes Warming-Up, in dem schon einmal zentrale Felder grüner Politik angesprochen werden, vom Klimawandel bis zur Erhaltung kleinbäuerlicher Strukturen, denen, folgt man einer regionalen Expertin, das grüne Programm zu wenig aufmerksam widme.

Robert Habeck beginnt mit Grundsätzlichem. Die Art der Politik formiere sich derzeit neu. Die Zeit der Volksparteien gehe zu Ende, weil sich feste Milieus auflösen, an deren Stelle vielfältigere Lebensentwürfe treten. Darauf gebe es im Grunde zwei Antworten. Die populistische sehnt sich zurück nach vergangener „Normalität“,  sie kompensiert den schnellen Wandel mit Ignoranz und streitet wie die AfD den Klimawandel ab.  Für die andere Antwort stehen die Grünen  – in ihrer  Akzeptanz von Unterschiedlichkeit und freier Entfaltung,  für die aber ein politischer Rahmen gefunden werden muss.  Habeck hat einen durchaus liberalen Politikentwurf, ihm geht es um die Selbstverwirklichung von Menschen, der allerdings  in Zeiten eines rasanten Wandels – z. B. durch die Digitalisierung – sozial abgefedert muss. Der grüne Vorsitzende liefert dabei keine fertigen Lösungen, sondern will Korridore aufzeigen, in denen sich Lösungen entwickeln können. Beispiel: bedingungsloses Grundeinkommen und Grundsicherung und das leidige Hartz IV. Hier plädiert Habeck für eine Politik kleiner Schritte.  Zunächst die Abschaffung der fruchtlosen Hartz IV-Sanktionen und dann eine politische Bewegung hin zu einer Garantiesicherung, die ermöglicht, dass Menschen z. B.  von der Lohnarbeit pausieren können, sich ganz  der Familie widmen und dann irgendwann wieder einsteigen. Habecks Politikstil kehrt das Adenauersche „Keine Experimente“ um in:  „Mehr Experimente wagen“!

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Zur Ampelschaltung an der Friedrich-Ebert-Straße ein Schlaglicht

Gerade hörte ich im Radio, dass sich das Bundesumweltamt für kürzere Wartezeiten für Menschen an Fussgängerampeln einsetzt, um den Fußgängerverkehr zu fördern. In Unna an der Friedrich-Ebert-Str. wurden die Wartezeiten für alle Bedarfsanlagen verlängert, um dem Autoverkehr Vorrang einzuräumen. So auch an der Harkortschule, im Zuweg der Friedrichbornschule und des Kindergartens im Kurpark. Die Taktung mit den Ampeln an den Kreuzungen ist dafür verantwortlich. Eine Nachfrage vorgestern von mir, im zuständigen Ausschuss, dieses wieder zu ändern wurde erneut zurück gewiesen. Dieses intelligente Ampelsystem ist mit Kameras, Sensoren und Funk ausgestattet, aber leider auf dumm geschaltet, da eine Taktung bei Stau und zäh fliessendem Verkehr nicht funktioniert. So muss das Schulkind im morgendlichen Stau im giftigem Abgasdunst übermäßig lange an der Ampel warten, ohne das dadurch der Autoverkehr beschleunigt wird. Dies ginge doch besser. Unna wach auf!

Ein Schlaglicht von Michael Griesohn-Kluth

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Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0

zum Bericht im HA zum Verkehr am Kreisel

 Das unabhängige Forschungsinstitut „Sacher, Glaskugel und TurboPorsche“ konnte die letzten Wochen eine hoch wissenschaftliche Untersuchung durchführen, wie es zu den Verkehrsproblemen an einem der neuralgischsten Punkten in Unna kommt: Dem Kreisel. Die erste Arbeitshypothese, dass es an Menschen, häufig auch Fußgänger genannt, liegen könnte schuf die Idee, solche Subjekte und Artverwandtes wie Radfahrer gänzlich aus der Stadt zu verbannen. Hochkomplizierte mathematische Verfahren mit denen dies durchgespielt wurde kamen aber zu dem Ergebnis, dass es zu keiner nennenswerten Entlastung kam. Das führte dazu, dass sich die Sachlage einmal vor Ort angeschaut wurde und plötzlich ein überraschendes Ergebnis auf dem Tisch lag. Die täglichen Staus entstehen durch -: zu viele Autos. Ein komplexes Rechenmodell konnte sogar belegen: Je mehr Autos, desto mehr Stau. Nach diesen grundlegenden Berechnungen wird jetzt auch noch überprüft, wie sich nach diesem Modell noch mehr Autos auf einen schon bestehenden Stau auswirken können …

 Wer allerdings glaubt, eines der drastischsten Autoverkehrsprobleme mit einer einzigen Fußgängerampel lösen zu können, sollte sein Honorar lieber dem esoterischen Verein „Glauben und Hoffen“ spenden und aufhören seine Entwürfe zum Verkehr ‚Konzept‘ zu nennen.

 Der zentrale Satz der Verkehrsplanung und -entwicklung bleibt in seiner ganzen Schlichtheit: Du stehst nicht im Stau, du bist der Stau. Erst wenn man realisiert, was das wirklich heißt, dass eben jedes zusätzliche Auto nicht mehr Mobilität, sondern mehr Möglichkeit zum Stau enthält, wird man zu einer anderen Herangehensweise kommen können. Es ist so, als wenn man schon ‚zig mal gegen die Wand gelaufen wäre, ohne je durchgekommen zu sein und man als neue Strategie endlich einmal eine Tür suchen sollte; und zur Not vielleicht auch ganz neue Wege finden müsste.

 Eine Stadt, die immer noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt hat und ihre ganze Entwicklung auf eine Steigerung des Autoverkehrs setzt, wird sich in absehbarer Zeit so von den gesellschaftlichen Entwicklungen abgehängt sehen.

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Rassisten-Straßennamen bleiben – übel?

 

Grüner Salon sucht Gedenkkultur

Im Dezember beschloß Unnas Rat gegen die Grünen (und je 1 SPD und Linke Stimme) Wagenfeld-, Lersch- und Sedanstraße nicht umzubenennen. Der nicht-öffentliche interfraktionelle „AK-Straßennamen“ hatte das ohne nähere Begründung empfohlen. In einem Grünen Salon hinterfragte der Spurensucher Wilhelm Hochgräber die Entscheidung des Rates einer Stadt, die sich seit 2014 stolz „Stadt ohne Rassismus – Stadt mit Courage“ nennt.

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Ruf nach einem Konzept (für das Neubaugebiet)

Ja, ein Konzept, das wäre mal was. Wenn zu viele Autos in den Straßen parken und fahren, dann sind – natürlich! – die Straßen zu klein; und wenn ein neues Wohngebiet entwickelt wird, müssen als erstes – natürlich! – genügend Parkplätze einkalkuliert werden. Wo kämen wir dahin, wenn wir die ganzen SUVs nicht in Sichtweite hätten und nicht mehr überall damit durchkommen würden?

Wenn man es also schon Konzept nennt, dass man genügend Autoparkfläche asphaltiert, hat jeder innovative Ansatz einer Bauplanung schon verloren. Denn was könnte eine zukunftsorientierte Stadtplanung nicht alles als Vorschlag unterbreiten … Ein Wohnviertel mit elektromobilem Carsharing (denn wenn man mal ehrlich ist, braucht man vielleicht nicht jeden Drittwagen täglich), einer vernünftigen und bedarfsorientierten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr so wie coole Radwege, eventuell zentrale unterirdische Parkerei und, und, und … – wenn mal da einmal nachdenken und vielleicht bei anderen, bereits realisierten Projekten das Beste abschauen würde könnte man noch auf viel wildere und noch schönere Ideen kommen. Dann könnte man vielleicht ein Bauen und Leben ermöglichen, das nicht nur den 08/15 Standards von Vorgestern entspricht, sondern in die Regionen von Innovation, Spaß und Lust, gemeinsam Leben vorstößt.

Natürlich kommt hier jetzt der neoliberale Einwand: Aber man kann Investoren (ob nun geschäftlich oder ins private Eigenheim) doch nicht in ihr Handwerk pfuschen. Und das stimmt natürlich, dass man niemand zu seinem Glück zwingen kann, ABER … -: Man könnte zumindest mal einen Vorschlag entwickeln und machen, der Neuland bietet, das sicherlich nicht von allen, aber unter Umständen doch von einigen betreten werden wollte. Dabei wäre sicher, dass diejenigen, die für solche zukunftsorientierten Projekte aufgeschlossen sind, auch für das städtische Gemeinwesen ein Zugewinn sein könnten.

Also wenn schon Konzepte eingefordert werden, dann bitte nicht nur breite Straße und möglichst viele Stellflächen für PKWs, sondern Konzept für ein städtisches Bauen im 21.

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