Kommunales

Unsere Ideen zur Eishallensanierung

Der Bürgerentscheid hat sich für den Erhalt der Eissporthalle ausgesprochen. Als Argument diente u.a. ein wichtiges Angebot für Jugendliche in Unna-Königsborn erhalten zu wollen. Diesen Ansatz greifen wir auf, denn wenn die Stadt Unna schon so viel Geld in die Hand nehmen muss, um die Halle zu sanieren, sollten auch möglichst viele (junge) Menschen im Stadtteil und darüber hinaus dort ein sportliches Angebot finden – das kann nur im Interesse der Unnaer Bürger*innen sein.

Anders lässt sich so eine hohe Investition gegenüber allen anderen hiesigen Sportvereinen, die sich ebenfalls mit viel Herzblut ehrenamtlich im Breitensport engagieren, nicht vermitteln. Auch hier gibt es immer wieder Bedarf für Erhalt und Ausbau von Sportanlagen- das darf deswegen nicht zu kurz kommen!

Aus ökologischen und ökonomischen Gründen würden wir es präferieren, wenn der Eisbetrieb nur in der Winterzeit liefe und eine Eisfläche in der Größe gebaut würde, die einen vertretbaren wirtschaftlichen Betrieb des Eissports zulässt.

Damit bliebe reichlich Fläche für ein breites Angebot, das – so wie wir den ursprünglichen Antrag von UbE verstanden haben – den Freizeitwünschen der Jugendlichen entspricht.

Das große Platzangebot der Halle könnte für weitere Indoor-Sportangebote wie etwa eine Boulderwand, Parkourelemente oder Trainingsflächen für moderne Bewegungskunst z. B. Tricking oder Streetartistik genutzt und mit dem Eissport kombiniert werden. (Zur Inspiration: https://openspace.ruhr ).

Diese Sportarten liegen voll im Trend und werden von den hiesigen Sportvereinen nicht angeboten.

Außerdem könnte z. B. der Tribünenbereich abgetrennt werden, was wiederum energetische Vorteile für Heizung / Kühlung mit sich bringt.

Eine stadtteilorientierte Jugendarbeit mit der Öffnung in den Stadtteil Königsborn mit seinem Schulzentrum Nord und dem Bildungscampus ist ein sinnvoller Schwerpunkt, den es zu entwickeln gilt.

Der Bereich zwischen Eissport- und Schwimmhalle bietet sich an, dass beide Fassaden geöffnet werden und in Kombination mit Outdoorsportanlagen (Kletterwand, Bolzplatz, Basketballanlage) für den zukünftigen Stadtteil zu einem wohnwerterhöhenden Freizeitbereich zu werden.

Hier können wir uns vorstellen, dass ein Modell für neuen geförderten Wohnungsbau geschaffen werden kann, in dem nicht nur eine klimaneutrale und ökologische Bebauung, sondern auch eine gesunde Durchmischung der Lebensbereiche der Bewohner*innen ein Vorzeigeprojekt für Unna werden könnte.

Wenn also jetzt der Schritt getan wird, den Bürgerentscheid umzusetzen und gleichzeitig ein übergreifendes Freizeitangebot in ein städtebauliches und sozialpolitisches Gesamtkonzept in Königsborn zu integrieren, können wir das nur begrüßen.

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Grüne regen Umdenken zum geplanten Lasterparkplatz in Afferde an

Die Fraktion B90 / Die Grünen Unna beantragt:
Alle beteiligten Ebenen sollen um ein Umdenken in der Planung zum „Autobahnparkplatz Grafschaft Mark“ gebeten werden. Bundesverkehrsministerium, Straßen NRW, Unnas Bundestags- und Landtagsabgeordnete sollten wissen, welche Zumutungen auf die ohnehin schon besonders verkehrlich extrem belastete Stadt Unna zukommen. A-44-Ausbau, Autobahnkreuzausbau, OWIIIa und mehr, bereiten immer mehr Bürger*innen Angst und Schlaflosigkeit. Die Großversiegelung wird die Nord-Süd-Hauptfrischluftschneise endgültig unterbrechen und einen der letzten Rehwildwechsel in Unnas Westen kappen. Unnas Stadtteil Afferde wird nach Woolworthlager, Westtangentenzusatzverkehren weitere Lebensqualität genommen.
Wenn das Projekt nicht abgewehrt werden kann, sollte Unna den nie genutzten Autobahnstumpf zwischen Kreuz Unna-Ost und Iserlohnerstraße als Standort anbieten. Das war eine Bürgeranregung an die Grüne Bürgermeisterkandidatin Claudia Keuchel: „Hier könnte unnötig versiegelte Fläche vorerst sinnvoll genutzt werden, um den Parkdruck des LKW-Verkehrs kurzfristig zu mindern.“
Ausdrücklich unterstützt Unna Verbesserungen für die schlimme Lage der LKW-Fernfahrer. Es ist ein Skandal, dass viele Lagerhäuser in Unna, ihre Parkplätze und Sozialräume für ihre Lieferanten sperren. Sie sind schuld, dass zum Beispiel im „Karstadt-Wäldchen“ an Giesser-/Schlosserstraße die Verhältnisse zum Himmel stinken.
In Zeiten höchster ökonomischer Risiken (durch Corona unberechenbar verschärft) und Verkehrswendezwänge (ohne Wende aus der LKW-dominierten Logistik sind die deutschen Klimaziele nicht erreichbar) macht es Sinn, klimabedrohende Eingriffe sorgsam zu überdenken.

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Grüne schlagen mit Gutachten verändertes Verkehrskonzept für Hertinger Tor vor

Die Fraktion B90 / Die Grünen Unna schlägt ein verändertes Verkehrskonzept für die Hertinger Straße vor, hier insbesondere für den Bereich von der B1 Kreuzung bis zur Kampstraße.

Durch einen Gutachter haben sie Alternativen zum von der Verwaltung vorgeschlagenen Kreisel an Hertinger Straße / Brockhausstraße erarbeiten lassen und ein Konzept gefunden, welches nicht nur die geplante Fällung von mindestens 9 Bäumen zur Änderung der Verkehrsführung obsolet macht, auch Fahrradfahrer*innen und andere schwache Verkehrsteilnehmer*innen werden deutlich stärker in den Planungen berücksichtigt. Die Lösung sieht vor, dass die Hertinger Straße von der B1 bis mindestens zur Kampstraße als Einbahnstraße geführt wird. Radverkehr darf weiterhin in beide Richtungen passieren. Durch den Wegfall einer Fahrspur ergibt sich die Möglichkeit, im Bereich größere Räume für Rad- und Fußverkehr zu ermöglichen. Auch aus sicherheitstechnischen Gründen ergeben sich Vorteile, weil die unübersichtliche Einmündungssituation an der Brockhausstraße durch den Spurwegfall deutlich verbessert wird.

Der sonst nördlich zur B1 laufende Verkehr kann dann über die Massener Straße / Feldstraße oder über die Wasserstraße / Iserlohnerstraße auf die B1 abgeführt werden. Ob die alternativen Streckenabschnitte ausreichend leistungsfähig sind, gilt es im Rahmen einer vertiefenden Untersuchung zu prüfen. Zusätzliche Vorteile ergeben sich auch bei der Leistungsfähigkeit an der Ampel zur B1. Da von nördlicher Seite nur noch Radfahverkehr passieren darf, ergeben sich bessere Ampelschaltzeiten, die die Wartezeit an den anderen Richtungen verkürzt.

Nicht zuletzt ist es den Grünen wichtig, den vorhandenen Baumbestand mit vorraniger Priorität zu schützen. Mit dem aufgezeigten Konzept ist es möglich, die verkehrliche Situation für alle Verkehrsteilnehmer*innen zu verbessern, unter Berücksichtigung des ohnehin kargen Baumbestands.

Dateien: Stellungnahme der IGS Ingenieurgesellschaft Stolz mbH zur verkehrlichen Situation an der Hertinger Straße (PDF)

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471 Sozial- und Flüchtlingsräder ausgegeben

Wegen der Sozialkontaktsperre können derzeit keine Räder ausgegeben werden. 471 sind raus. In Abstands-freundlichen 2er-Teams ist die Werkstatt jetzt aufgeräumt und wir würden gern Kinder- und Jugendräder aufarbeiten. Hier haben wir eine längere Nachfrageliste. 02303-14511 freut sich auf Spendenangebote!

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Couragiert – Engagiert – Stark – 3 grüne Frauen aus Unna werden geehrt

Am Sonntag den 8.3.2020 gab es – passend zum internationalen Frauentag – einen weiteren Grund zu feiern: 3 Frauen aus Unna, die sich auch bei den Grünen engagieren, erhielten für Ihre unermüdlichen Einsatz im Ehrenamt eine Würdigung in Form eines Portraits. Das knapp 100 Seiten starke Buch ist in Unna über die Buchhandlung Hornung oder im ZIB erhältlich und enthält neben Charlotte Kunert, Barbara Cornelissen und Regina Ranft noch viele weitere Portraits von engagierten Frauen. Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen auch für die folgenden Jahre noch frohes Schaffen in und um Unna!

v.l.n.r. Charlotte Kunert, Barbara Cornelissen, Regina Ranft

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Podiumsdiskussion zum Thema Feminismus am Internationalen  Frauentag im Schalander

Geladen waren die bereits feststehenden Bürgermeisterschaftskandidat*innen aller Parteien. Der Einladung gefolgt sind neben unserer grünen Kandidatin Claudia Keuchel die Kandidatin der SPD, Katja Schuon sowie der Kandidat der FDP, Frank Ellerkmann.

Die Veranstaltung lief unter der Überschrift „Ist Feminismus in der heutigen Zeit noch notwendig?“ – eine Frage, die allenfalls rhetorisch gemeint sein kann angesichts der vielen Bereiche, in denen Frauen in Deutschland bekanntermaßen und klar belegbar nach wie vor benachteiligt werden.

Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit der Verlesung einer Spiegel-Kolumne der Autorin Margarete Stokowski mit dem Titel „Bis es weh tut“. Die Kolumne, die einige wichtige Punkte in der feministischen Arbeit aufzeigt, ist im letzten Jahr bei SPON erschienen und kann hier

https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gleichberechtigung-von-frauen-bis-es-weh-tut-a-1272962.html

nachgelesen werden.

Auf die Lesung folgte eine kurze Stellungnahme der langjährigen Gleichberechtigungsbeauftragten Josefa Redzepi, die einige handfeste Zahlen präsentierte und darauf hinwies, dass, während in Unna 51% der Bevölkerung weiblich ist, die Repräsentation des weiblichen Geschlechts weder im Stadtradt noch in den höheren Verwaltungsorganen bei 50% sondern allenfalls bei 25 – 28% liegt. Ebenso wie im Landtag oder im Bundestag sind Frauen deutlich unterrepräsentiert und das bedeutet, in den Worten von Frau Redzepi, dass die weibliche Sichtweise in ungenügender Weise in lokale und in überregionale Politik eingebracht wird. Der Alltag von Frauen gestaltet sich in vielerlei Hinsicht anders als der von Männern, Frauen bringen also andere Interessenschwerpunkte und andere Perspektiven in die politische Diskussion. Perspektiven, die sie mit 50% der Bevölkerung teilen. Um gute und faire Entscheidungen zu treffen, so Frau Redzepi, wäre es notwendig, dass Frauen in gleicher Weise repräsentiert werden wie Männer.

Es folgte die eigentliche Podiumsdiskussion, die damit begann, dass die drei beteiligten Bürgermeisterschaftskandidat*innen sich kurz vorstellten. Claudia stellte gleich zu Beginn ein momentan sehr aktuelles und viel diskutiertes Buch vor („Unsichtbare Frauen“ von Caroline Criado-Perez)

https://www.buecher.de/shop/fachbuecher/unsichtbare-frauen/criado-perez-caroline/products_products/detail/prod_id/55695451/ )

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Unna zeigt Menschlichkeit und Haltung

Wir sagen JA!
Unna erklärt sich bereit, bis zu 5 unbegleitete geflüchtete Kinder aus griechischen Flüchtlingscamps aufzunehmen! Zuvor wurde das Für- und Wider stark diskutiert. Auf der einen Seite sahen sich CDU, FDP und FLU, die gegen einen „Alleingang Unnas“ und für das Abwarten auf eine europaweite Lösung plädierten, während SPD, Grüne und Linke „als Vorbild vorangehen“ wollen, um ein „Signal der Menschlichkeit und Humanität“ zu setzen. Als weiteres Gegenargument wurde angeführt, dass auf dem eingerichteten Spenden Konto kaum Geld eingegangen sei. Wenn ihr das ändern wollt, könnt ihr unter Angabe des Verwendungszwecks „Sicherer Hafen“ Spenden an die Stadt Unna IBAN DE92 4435 0060 0000 0810 00 überweisen. Ihr bekommt sogar eine Spendenbescheinigung von der Stadt. Das Argument der CDU, dass Unna die Kosten für die Unterbringung und Versorgung der zusätzlich aufgenommenen Kinder nicht tragen könnte wurde von Ksenija Sakelsek, der Vorsitzenden des Integrationsrates entkräftet: Das Ziel des Städtebündnisses ist es, dass der Bund den Hauptteil der Kosten übernimmt (>90%), wie bei der regulären Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen auch.

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Kahlschlag ohne Überblick – Hat Unna seine Bäume noch im Griff?

Wie die Axt im Walde: Zwei städtische Bäume wurden am Montag den 24. Februar 2020 am Kreishauskreisel gefällt. Mitten am Tag, mitten im Straßenverkehr – an Rosenmontag. Ohne ordnungsrechtliche Genehmigung. Auf Nachfragen ist nicht eindeutig zu erfahren von wem die Bäume gefällt wurden und warum und mit welchem Recht.

Die beiden Kastanien sind Mitte der 90er Jahre als Ersatz für die Abholzung von über hundert Jahre alten Bäumen für den Bau des Kreishauskreisels gepflanzt worden. Als Ersatzpflanzung am Altstandort der historisch gewachsenen Allee fallen die beiden Bäume eindeutig unter die Dienstanweisung des Bürgermeisters, die sich an die Baumschutzsatzung anlehnt. Für die Fällung ist im Umweltausschuss zwingend ein Antrag zu stellen, egal ob Baurecht besteht oder nicht. Das ist nicht erfolgt.

„Für uns als B90/ Die Grünen ist diese Vorgehensweise nicht akzeptabel!“, empört sich Fraktionsvorsitzende Charlotte Kunert über die angebliche Ahnungslosigkeit seitens der Stadtverwaltung. „Dienstanweisung ist Dienstanweisung, und die ist zu beachten. Alles andere wäre ein schlechtes Vorbild für die Bürgerinnen und Bürger.“

„Es kann doch nicht sein, dass hier städtische Bäume von irgendwem illegal gefällt werden, ohne, dass es ernsthafte Konsequenzen nach sich zieht. In der ohnehin baumarmen Stadt Unna sollte insbesondere in der versiegelten Innenstadtnähe jeder Baum einen übergeordneten Schutz genießen. Jeder Baum, der hier gefällt wird, bedeutet einen hohen Verlust für die klimatischen Gegebenheiten. Irgendwann helfen nämlich auch keine Sonnenschirme mehr, um sich vor Sonne- und Hitzeeinstrahlung zu schützen.“ sorgt sich Vorstandssprecherin und Bürgermeisterkandidatin Claudia Keuchel um die Zukunft für die nachfolgenden Generationen.

Kahlschlag am Kreishauskreisel

Aus der Dienstanweisung geht hervor, dass die Bäume geschützt gewesen wären.

 

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Offener Brief zur geplanten Boccia-Bahn in Mühlhausen

Liebe Frau Raupach,

wir haben uns nach einigen Irritationen in der Debatte um einen möglichen Bouleplatz in Uelzen-Mühlhausen ausgiebig sachkundig gemacht und ich hoffe, dass wir Ihre Befürchtungen aufheben können.

In Unna sind in den letzten Jahren immer mehr Bouleplätze entstanden, wie Sie der kleinen Liste entnehmen können:

http://www.gruene-unna.de/wp-content/uploads/2019/04/Boule-Orte-2019.pdf

Die Plätze im Kastanienhof und beim Generationen-Wohnen an der Weberstraße entstanden auf ausdrücklichen Wunsch der Anwohner. Auch der letzt-eröffnete Platz in Kessebüren wurde vom dortigen Heimatverein errichtet und wird von ihm betreut.

Unnas meist-bespielter Boule-Platz auf dem Neumarkt mit 6 Bahnen wird mehrfach in der Woche von unterschiedlichen Gruppen genutzt. Im Sommer treffen sich dort bis zu 50 Menschen zum friedlichen Spielen und Gesprächen. 36 Spieler können maximal mitkugeln. Polizei, Ordnungsamt, Jugendamt und Anlieger berichten, dass seit der Anwesenheit der Boulespieler die konfliktgeladenen Aufläufe von Jugendlichen fast gänzlich zum Erliegen gekommen sind. Ähnlich hatten die Jugendprobleme auf dem Nicolai-Schulhof entspannt, als dort Unnas erster Bouleplatz entstanden war. Er wurde leider gepflastert. Aber Anwohner berichten noch heute von der positiven sozialen Kontrolle durch das friedliche Bespielen.

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